Bayreuths Torhüter Käs war der Held des Tages



SVB-Eishockeyteam fertigte Spitzenreiter Ingolstadt 4:1 ab

Die Freude kannte kaum Grenzen. Im Schlagerspiel der Eishockey-Landesliga Nord fertigte der Drittplatzierte SV Bayreuth vor 700 begeisterten Zuschauern, den bisher verlustpunktfreien Spitzenreiter ERC Ingolstadt nahezu sensationell mit 4:1 (3:0,1:0,0:1) Toren ab. Garant des Erfolges war Torhüter Käs, der mit tollkühnen Paraden die Stürmer des Vorjahresmeister regelrecht zur Verzweiflung brachte.

Bayreuths Spieler hatten nach der Schlusssirene allen Grund, sich bei ihrem tüchtigen Keeper zu bedanken. Käs bügelte so manchen Schnitzer seiner mitunter recht sorglos und leichtsinnig im eigenen Drittel spielenden Vorderleute durch beherztes Eingreifen wieder aus. Glasharte Weitschüsse, Abpraller aus kurzer Distanz, sowie nicht weniger als drei von dem besten Ingolstädter Stürmer Schauppel gefahrene Solos meisterte der sichere und ruhige SVB-Torsteher bravourös. Insbesondere im Schlussdrittel, als die einheimischen Cracks am Ende ihrer Kräfte schienen und die konditionsstarken Ingolstädter zum Generalangriff bliesen, verhinderte der reaktionsschnelle Keeper noch einen bösen Einbruch.

In den beiden ersten Dritteln konnte man durchaus von vertauschten Rollen sprechen, Die Bayreuther spielten ganz im Stile eines Meisterschaftsanwärters auf, begeisterten mit durchdachtem Angriffsspiel über mehrere Stationen und brillierten mit zum Teil herrlich herausgespielten Treffern. Den Anfang machte der ansonsten unter Normalform aufspielende Amerikaner Fiedler mit einem sehenswerten Schrägschuss. Der wohl schönste Treffer blieb erneut dem stocktechnisch versiertesten SVB-Stürmer Pondor vorbehalten, der in der 26.Minute einen Alleingang elegant abschloss, Im übrigen konnte auch Pondor nicht ganz an seine guten Heimleistungen zu Saisonbeginn anknüpfen.

Einige Ungereimtheiten, die es in den kommenden Wochen noch abzustellen gilt, waren in der deckung zu konstatieren. Mit Ausnahme vom überlegt eingreifenden Kahler unterliefen den Abwehrspielern häufig gravierende Abspielfehler, die bei beherzter stürmenden Gegnern leicht ins Augen gehen könnten. Nicht selten wurde die Scheibe zu lange geführt und der Zeitpunkt des Abspiels verpasst. Neben Kahler vermochte sich mit Abstrichen der in der Offensive gefallene BSV-Fussballer Plattner noch gut in Szene zu setzen. Leicht indisponiert schien hingegen Schwindl.

Zuschauer: 700       

Strafen: BT: 8 Min    I: 13 Min


SVB: Käs, Blass – Schwindl, Sobeck, Thummerer, Köhler, Plattner, Pierce, Kahler – Och, Fiedler, Schneider, Seidl, Pondor, Polaczek, Ponnath, Ziegenthaler, Prell

Tore: 1-0 (5) Fiedler; 2-0 (17) Och; 3-0 (20) Schneider; 4-0 (26) Pondor; 4-1 (49) Schauppel



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth