Nordbayrischer Kurier 30. Dezember 1997

Überzeugender Auftakt

Eishockeyteam des ESVB mit 7:1-Sieg in Fürstenfeldbruck

 

Einen Start nach Maß in den zweiten Saisonabschnitt verzeichnete das Eishockeyteam des ESV Bayreuth. Zum Auftakt der Bayernliga-Meisterrunde landeten die mit einer ansprechenden Leistung aufwartenden Wagnerstädter einen auch in dieser Höhe verdienten 7:1 (3:1, 1:0, 3:0)-Sieg und rührten damit die Reklametrommel für das erste Heimspiel am Freitag um 19.30 Uhr gegen Rivalen um die beiden Aufstiegsrundenplätze, EV Dingolfing.

 

 

Vor 400 Zuschauern zeigten die Gäste eine geschlossene Mannschaftsleistung. Die besten Noten verdienten sich Torhüter Habnitt, der vor allem in kritischen Situationen des zweiten Drittel stets die Übersicht behielt und mit tollen Paraden eine Aufholjagd der in keiner Phase aufsteckenden Oberbayern verhinderte. Auffällig agierte der zweite Block, der insgesamt vier Treffer beisteuerte. Als bester Torschütze zeichnete sich mit vier Einschüsssen der Kanadier McKinley aus, während Schwindl mit vier Vorlagen glänzte.

 

Das Stürmerduo Schwindl, Herberholz und McKinley nutzte seine Chancen konsequuenter als die Reihe mit H. Bärnreuther, Ponitz und Schneider, die wiederholt auch Pech im Abschluß hatte und an Fürstenfeldbrucks Torwart Steinfellner scheiterte. Gute Defensivarbeit verrichtete das Stürmertrio Fof, Weingran und Cameron.

 

Das schönste Tor des Tages markierten die Bayreuther in der vorletzten Minute, als sich McKinley und Schwindl mit Doppelpässen durchtankten und den einheimischen Keeper nach allen Regeln der Kunst versetzten, ehe der Kanadier zum 7:1 vollstreckte.

Technische Vorteile

 

Die Nordbayern hatten ihre technischen Vorteile bereits im ersten Drittel angedeutet. Für das 1:0 hatte dabei Verteidiger Barnet mit einem Schlagschuß unter die Latte (5.) gesorgt. Nach den ersten Chancen für die Einheimischen erhöhte McKinley (7.) auf 2:0. Mit dem 3:0 in der 15. Minute nahm H. Bärnreuther den Oberbayern vorläufig den Wind aus den Segeln, ehe sie in der 19. Minute eine Nachlassigkeit der ESVB-Defensive zu nutzen verstanden.

 

Starker Habnitt

Im zweiten Drittel setzte sich Fürstenfeldbruck zunächst besser in Szene. Dabei mußte ESVB-Keeper Habnitt gegen Fischer, Geisler (23.) Mascal und Troglauer (jeweils 15.) retten. In Unterzahl geriet der Gast in der 28. und 29. Minute unter Druck, doch Guttenthaler und Puchinger brachten die Scheibe nicht im Gästetor unter. Diese Drangphase der Fürstenfeldbrucker beendete McKinley mit dem wichtigen Treffer zum 4:1 (30.). Damit war eine Vorentscheidung gefallen. Beinahe hätten die Gäste in der zweiten Unterzahlsituation in der 40. Minute (Bartos, McKinley) erhöhen können.

 

Im Schlußdrittel kontrollierten die Schützlinge von Trainer Iwan Horak das Geschehen und zogen auf 7:1 davon.

 

Tore: 0:1 (5.) Barnet (Schwindl), 0:2 (7.) McKinley (Schwindl), 0:3 (15.) H. Bärnreuther (Herberholz, Schneider), 1:3 (19.) Mascal, 1:4 (30.) McKinley (Schwindl), 1:5 (47.) McKinley (Schwindl), 1:6 (54.) Ponitz (Zimmermann, H. Bärnreuther), 1:7 (59.) McKinley (Schwindl); Strafminuten: Fürstenfeldbruck 4, ESVB 10; Zuschauer: 100.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth