Nordbayrischer Kurier 10. Februar 1997

Aufstiegsrunde erreicht

6:4-Arbeitssieg des ESVB-Eishockeyteams beim ESC Vilshofen

 

Obwohl noch drei Spiele in der Meisterrunde der Eishockey-Bayernliga ausstehen, hat sich der ESV Bayreuth bereits endgültig einen der beiden Plätze in der Aufstiegsrunde zur 2. Liga Süd gesichert. Die letzten theoretischen Zweifel daran beseitigte der unbesiegte Tabellenführer gestern abend beim ESC Vilshofen mit einem 6:4 (3:1, 0:3, 3:0)-Arbeitssieg. Dank der gleichzeitigen Niederlage des EC Pfaffenhofen mit 5:7 in Dingolfing wuchs der Abstand zum dritten Platz damit auf uneinholbare acht Punkte.

 

In den verbleibenden Begegnungen geht es für die Bayreuther nun lediglich noch darum, auch die Bayerische Meisterschaft definitiv unter Dach und Fach zu bringen. Am Freitag um 20 Uhr beim EC Oberstdorf oder am Sonntag um 18.30 Uhr im Heimspiel gegen den EC Pfaffenhofen benötigen sie dafür rechnerisch noch einen einzigen Punkt.

 

In Vilshofen traf der ESVB auf einen ganz anderen Gegner als beim vorzeitig abgebrochenen Hinspiel am vergangenen Freitag (13:1 nach zwei Dritteln). Für den Unterschied sorgte anscheinend vor allem der Einsatz des einheimischen Stammtorhüters Kellermeier, an dem sich seine Teamkollegen regelrecht aufrichteten. Daran konnte auch die Tatsache nichts ändern, daß die Bayreuther mit einer schnellen 2:0-Führung durch Treffer in der 1. und 5. Minute einen geradezu optimalen Start erwischten.

 

Spieldauer für McKinley

Mit den spielerischen Vorteilen der Gäste war es jedoch vorbei, als sich McKinley in einem völlig überflüssigen Faustkampf ebenso wie sein Widersacher eine Spieldauer-Disziplinarstrafe einhandelte. Nachdem das ESVB-Team durch das Fehlen von Barnet (verhindert) in der Abwehr und Ponitz (Hüftprellung) im Angriff ohnehin geschwächt war, sorgte dieser zusätzliche Ausfall für einen sichtlichen Riß im spielerischen Faden.

 

Im zweiten Drittel präsentierten sich die Bayreuther daher völlig von der Rolle. Allein der glänzenden Leistung von Torhüter S. Bärnreuther hatten es die Gäste zu verdanken, daß der ESC Vilshofen in dieser Phase die Verunsicherung im ESVB-Team nicht zu einer Vorentscheidung nutzen konnte.

 

Nach einer Kabinenpredigt größeren Ausmaßes fanden die Bayreuther daher im letzten Abschnitt noch einmal ins Spiel zurück. Obwohl schon nach vier Minuten die erneute Wende zur 5:4-Führung geschafft war, blieben die Vilshofener aber stets gefährlich. Schlußmann S. Bärnreuther mußte sich auch weiterhin auszeichnen, bis endlich in der 57. Minute das Tor zum 6:4 den ESVB-Sieg unter Dach und Fach brachte.

 

Neben dem Torwart, der sich die Auszeichnung als "Mann des Tages" verdiente, überzeugten auf Bayreuther Seite vor allem Schwindl sowie das Duo Zimmermann/H. Bärnreuther, aus dessen Zusammenspiel allein vier Treffer resultierten. Letzterer bewies dabei als dreifacher Torschütze Vollstreckerqualitäten,

 

Tore: 0:1 (1.) Herberholz, 0:2 (5.) Schwindl (McKinley, Herberholz), 1:2 (8.), 1:3 (10.) H. Bärnreuther (Zimmermann), 2:3 (21.), 3:3, (29.), 4:3 (33.), 4:4 (42.) Zimmermann (H. Bärnreuther), 4:5 (44.) H. Bärnreuther (Zimmermann 5 gegen 4), 4:6 (57.) H. Bärnreuther (Zimmermann, Doll);

Strafminuten: Bayreuth 16 plus 5 plus Spieldauer-Disziplinarstrafe für McKinley wegen Faustschlags;

Zuschauer: 250.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth