Nordbayrischer Kurier 17. Februar 1997

"Feuerwerk" nach der Meisterehrung

ESVB-Eishockeyteam fegte Pfaffenhofen mit 16:1 vom Eis / NKD verlängerte Sponsorenvertrag

 

"Der ESVB knüpft an eine alte Bayreuther Eishockey-Tradition an! Die Sportstadt ist jedenfalls stolz auf das Eishockeyteam", gratulierte Oberbürgermeister Dr. Dieter Mronz vor dem letzten Heimspiel der Bayernliga-Meisterrunde zum vorzeitigen Gewinn des Titels. Er zollte dabei der Mannschaft und der ESVB-Vorstand Anerkennung und brachte seine Erfolgswünsche für die in knapp zwei Wochen beginnende Zweitliga-Aufstiegsrunde zum Ausdruck. Den Pokal des Bayerischen Eissportverbandes für die Erringung der Bayernligameisterschaft überreichte DEB-Obmann Rudi Häberlein (Nürnberg).

 

Spieler, Trainer Ivan Horak sowie Vereinsvorsitzender Konrad Böhner wurden vom Oberbürgermeister mit der Sportehrenmedaille der Stadt ausgezeichnet, ehe Präsident Burkard Hellbach mit seinem Präsent aufwartete. Er gab die Verlängerung des Sponsorenvertrages seiner Firma NKD für die neue Eishockey-Saison bekannt.

 

Die ESVB-Truppe bedankte sich auf ihre Art für die zahlreichen Ehrungen: Sie brannte anschließend gegen den Verfolger EC Pfaffenhofen vor allem im ersten Drittel ein regelrechtes "Feuerwerk" ab und begeisterte mit einem 16:1 (8:0, 2:0, 6:1)-Kantersieg seine 1300 Zuschauer. Vor dem letzten Spiel der Runde am kommenden Freitag in Memmingen bauten die Wagnerstädter ihre imponierende Serie auf 24:2-Punkte aus.

 

"Das war vermutlich unser bestes Drittel in dieser Saison", zeigte sich Trainer Horak nach dem Wirbel im ersten Abschnitt begeistert, als sich seine stets aufs Tempo drückende Truppe wie aus einem Guß präsentierte und mit sehenswerten Spielzügen und spektakulären Aktionen den Meister der Vorrunden-Gruppe Ost offensichtlich derart verblüffte, daß die Oberbayern teilweise keinen Fuß mehr aufs Eis brachten. Beim 5:0 in der zwölften Minute gelang Verteidiger-Routinier Doll das 100. Bayreuther Tor im 13. Spiel des zweiten Saisonabschnitts.

 

Im zweiten Abschnitt hatten sich die Gäste offensichtlich etwas erholt vom ESVB-Sturmwirbel. Sie konnten sich etwas aus der permanenten Umklammerung lösen und verzeichneten durch Kot auch zwei Chancen, die allerdings von ESVB-Keeper Habnitt in gewohnt sicherer Manier zunichte gemacht wurden. Daß er sich im Schlußdrittel dennoch geschlagen geben mußte, ist auf ein Mißgeschick seines Verteidigers Haussels zurückzuführen, der auf dem Eis ins Straucheln geraten war. Auch insgesamt wirkte der Verteidiger-Neuzugang nicht mehr so konzentriert wie nach seinem Debüt. Die besten Noten verdiente sich wiederum das Stürmerduo Schwindl-McKinley. Pech hatte Verteidiger Barnet, dessen Weitschußtreffer in der 11. Minute übersehen worden war.

 

Tore: 1:0 (4.) Herberholz (McKinley, Schwindl), 2:0 (8.) Schwindl (Herberholz, McKinley), 3:0 (9.) Doll (Zimmermann 5 gegen 4), 4:0 (10.) Schneider, 5:0 (12.) Doll (McKinley, Ponitz 5 gegen 4), 6:0 (16.) McKinley (Herberholz, Schwindl 5 gegen 4), 7:0 (17.) Ponitz (Weingran), 8:0 (19.) Schwindl (McKinley, Doll), 9:0 (27.) Cameron (Schneider, Geßlein), 10:0 (31.) Schwindl (McKinley, Herberholz), 11:0 (44.) McKinley (Ponitz, Schwindl), 11:1 (45.) Zieglmeier, 12:1 (47.) McKinley (Haussels), 13:1 (48.) Schwindl (Barnet), 14:1 (48.) Weingran (Doll, Mazuryk), 15:1 (53.) Schneider (Fof, Bartos), 16:1 (54.) Fof (Schneider, Cameron);

Strafminuten: Bayreuth 16 plus 10 gegen Bartos (versuchter Stockstich), Pfaffenhofen 14.

Zuschauer: 1300



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth