Nordbayrischer Kurier, 15. März 1997

ESVB-Aufstieg ist perfekt

Nach 9:2-Sieg beim Verfolger Pfaffenhofen sicher in 2. Liga Süd

 

Der Sprung in die 2. Liga Süd ist perfekt: Bereits am vorletzten Spieltag der Aufstiegsrunde beseitigte das Eishockeyteam des ESV Bayreuth alle Zweifel und landete beim Tabellenzweiten EC Pfaffenhofen nach geraumer Anlaufphase einen sicheren 9:2 (1:0, 6:1, 2:1)-Erfolg. Damit kann im morgigen Heimspiel gegen den ursprünglichen Favoriten SG Chemnitz (Beginn 18.30 Uhr) im Kunsteisstadion die Aufstiegsfeier mit Freibier und anderen Aktionen (Trikotversteigerung) über die Bühne gehen.

 

Begleitet von über 300 Schlachtenbummlern unter den 700 Zuschauern fanden die Bayreuther im ersten Drittel nicht zum gewohnten Spielfluß. Ausschlaggebend hierfür war das konsequente Forechecking der kampfstarken Pfaffenhofener, die allerdings bei der Vielzahl der ESVB-Möglichkeiten Glück hatten, daß der Gast im Abschluß nicht immer konzentriert wirkte. Obendrein hatte der einheimische Torwart Schwaiger einen guten Tag erwischt. Er zeichnete sich bereits in der Anfangsphase bei Schüssen von Bartos (1.), Fof (3.), Herrholz (4.) und H. Bärnreuther (9.) aus. Pech hatte Zimmermann, der in der 12. Minute nur den Pfosten traf. Vorher hatte Weingran nach einem Stockschlag ins Gesicht eine kurze Behandlungspause einlegen müssen.

 

Die Wagnerstädter erhöhten aber ihren Angriffsdruck, schnürten die Einheimischen phasenweise regelrecht ein und wurden für ihre Bemühungen belohnt. Auf Zuspiel von Zimmermann und Ponitz markierte H. Bärnreuther in der 16. Minute das 1:0 für die Oberfranken, die vor der Drittelpause noch zweimal im Abschluß (Bartos, H. Bärnreuther) knapp verfehlten. Die Oberbayern hatten ihre beste Möglichkeit in der Anfangsphase, als Tubeleigh in der 2. Minute am reaktionsschnellen ESVB-Torwart Habnitt scheiterte.

 

Auch zu Beginn des zweiten Abschnitts stand der Gästeschlußmann im Blickpunkt. Bei einem Powerplay der Einheimischen nach einer McKinley-Strafzeit (22.) rettete Habnitt zweimal reaktionsschnell gegen Koth. Letztmals die Chance zum Ausgleich bot sich Pfaffenhofen in der 32. Minute, doch wiederum klärte Habnitt vor Koth.

 

Ohne weiteres Vollstreckerglück waren bis zu diesem Zeitpunkt auch die Oberfranken. H. Bärnreuther (26.), Schneider (28.), McKinley (30.) und Zimmermann mußten jeweils die Fangkünste Schwaigers anerkennen, der aber in der Schlußphase des zweiten Drittels eine regelrechte Torflut über sich ergehen lassen mußte. Der Gast nutzte eine Schwächephase der Oberbayern nach eben abgelaufener Strafzeit durch Ponitz (35.) und Zimmermann (37.) zur 3:0-Führung, die sich demoralisierend für die Einheimischen auswirkte. Der ESVB setzte nach und zog innerhalb von 200 Sekunden auf 7:1 davon. Auffallend: Der zweite Block um Mittelstürmer Ponitz stellte dabei die Weichen auf Sieg.

 

Im Schlußdurchgang ließen die Wagnerstädter nichts mehr anbrennen. Während ein Fehler Haussels zum 2:7 führte, stellte Schwindl mit einer sehenswerten Einzelaktion den alten Abstand wieder her. Die Gäste kontrollierten in der fairen Partien stets das Geschehen.

 

Tore: 0:1 (16.) H. Bärnreuther (Ponitz, Zimmermann), 0:2 (35.) Ponitz (Doll), 0:3 (37.) Zimmermann (Mazuryk), 0:4 (38.) Ponitz (Weingran), 0:5 (39.) Ponitz (Weingran), 0:6 (39.), 1:6 (40.) Krebs, 1:7 (40.) McKinley (Schneider), 2:7 (46.) Krebs, 2:8 (47.) Schwindl (Alleingang), 2:9 (60.) Doll (Weingran);

Strafminuten: Pfaffenhofen 4, Bayreuth 8.

Zuschauer: 700.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth