Nordbayrischer Kurier 08. Januar 1998
Rang sieben gesichert

ESVB beendet erste Zweitliga-Saison mit 7:4-Sieg beim Letzten
Mit einer beachtlichen Plazierung schloß das Eishockeyteam des ESV Bayreuth seine erste Saison in der 2. Liga Süd ab. Durch einen 7:4 (3:0, 2:2, 2:2)-Erfolg beim Schlußlicht ESV Königsbrunn sicherte sich der Aufsteiger Rang sieben der Endabrechnung und darf nun seine Konzentration auf die am Freitag beginnende Erstliga-Aufstiegsrunde richten.
"Das war der von uns angestrebte Pflichtsieg. In der Aufstiegsrunde werden wir uns aber enorm steigern müssen, denn dort weht ein ganz anderer Wind", kommentierte ESVB-Trainer Wilbert Duszenko den Abschluß des ersten Saisonabschnittes.
Seine ersatzgeschwächte Truppe ohne die Routiniers Habnitt (erkrankt) und Doll (Zerrung) erwischte einen Blitzstart. Bereits nach 36 Sekunden zappelte die Scheibe im Tornetz der Einheimischen, nachdem die Gäste sofort für Angriffsdruck gesorgt hatten und Bokenfohr konsequent vollstreckte. Nach zwei weiteren Einschüssen des auffälligen H. Bärnreuther lagen die Oberfranken nach zwölf Minuten bereits 3:0 in Front. Einen höheren Rückstand seines Teams verhinderte Königsbrunns Torwart Rommelspacher mit guten Paraden nach Schüssen von Ponitz (4.), Meixner und Goerlitz (17.) und Weingran (18.) ließ der Gast mit solider Defensivarbeit in Unterzahl kaum zwingende Chancen der Gastgeber zu.
Dies änderte sich im zweiten Durchgang, als sich bei den Einheimischen der neuverpflichtete Lette Jurenko immer besser in Szene setzte und zum Dreh- und Angelpunkt der Königsbrunner avancierte. Er glänzte als vorzüglicher Vorbereiter bei den Toren zum 1:3 und 2:3, als sich die Gäste nicht mehr so konsequent zu Werke gingen und der Neuzugang vorzüglich für seine Stürmer Augst und Mengele auflegte, die dem zuverlässigen ESVB- Schlußmann H. Bärnreuther keine Abwehrchance ließen. Dennoch: Ein Kippen der Partie war nicht zu befürchten, denn mit einerm "Hammer" sorgte Verteidiger Schederin bereits in der 28. Minute für den 2-Tore-Abstand. Noch vor Schwindls feinem Treffer zum 5:2 (37.) hätten Weingran, H. Bärnreuther und Goerlitz erhöhen können. Pech hatte Richter mit einem Pfostenschuß.
Im Schlußdrittel profitierten die Königsbrunner von zwei Unaufmerksamkeiten der Bayreuther, die prompt zu Gegentoren führten. Beim 3:5 schien die dritte Reihe nicht ganz im Bilde gewesen zu sein und den vierten Treffer kassierten die Nordbayern in eigener Überzahl, ehe nur Sekunden später Pepin mit einem Treffer aus dem Gewühl heraus alle Zweifel am Erfolg zerstreute. Nach dreiwöchiger Krankheitspause sorgte Goerlitz nach einem Break für den Schlußpunkt. Die besten Noten verdienten sich beim Gast Torwart S. Bärnreuther, die Verteidiger Schederin und Zimmermann sowie im Sturm H. Bärnreuther, während sich bei Königsbrunn Stürmer Jurenko, der in der Abstiegsrunde einen weiteren Landsmann aus Lettland zur Seite bekommt, sowie Torwart Rommelspacher hervortaten.
ESV Königsbrunn: Rommelspacher - Kuhn, Ulbrich; Sajdl, Zieglebner; Hanschka, Neumüller - Augst, Schmid, Knechtl; Jurenko, Knoch, Nußbaumer; Zittlau, Mengele.
ESV Bayreuth: S. Bärnreuther - Richter, Zimmermann; Schederin, Meixner; Barnet, Weilert - Schwindl, Bokenfohr, Ponitz; Stevens, Pepin, H. Bärnreuther; Asanger, Weingran, Goerlitz.
SR: Klauser (Schongau)
Zuschauer: 150
Strafzeiten: Königsbrunn 4, Bayreuth 10.
Tore: 0:1 (1.) Bokenfohr (Ponitz, Schwindl), 0:2 (6.) H. Bärnreuther (Schederin, Meixner), 0:3 (12.) H. Bärnreuther(Stevens), 1:3 (24.) Augst (Jurenko, Knechtl), 2:3 (28.) Schederin (Stevens), 2:5 (37.) Schwindl (H. Bärnreuther, 3:5 (43.) Augst (Jurenko, Knechtl), 4:5 (51.) Nußbaumer (Jurenko, Zittlau - 4 gegen 5), 4:6 (51.)Pepin, 4:7 (54.) Goerlitz (Asanger, Weingran).



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth