Früh auf Verliererbahn

ESVB-Eishockeyteam zum Start der 1. Liga mit 2:5 in Straubing

Erwartungsgemäß konnte das Eishockeyteam des ESV Bayreuth zum Saisonstart dr 1. Liga Süd keine Bäume ausreißen. Nach einem 0:4 Rückstand nach 26 Minuten wurden die Oberfranken beim von Experten zum Favoritenkreis gezählten EHC Straubing früh auf die Verliererbahn gedrängt. Trotz einer Steigerung im Schlußdrittel mußte sich der ESVB gegen das mit einigen »Hochkarätern« besetzte Team der Niederbayern mit 2:5 (0:2, 0:2, 2:1) Toren geschlagen geben.

Die Schützlinge von Trainer Wilbert Duszenko müssen nun alle Konzentration auf das Erstliga-Heimdebut am morgigen Sonntag um 18.30 Uhr gegen den Nachbarrivalen ERSC Amberg richten.

Optische Vorteile verzeichneten die Straubinger bereits im ersten Drittel. Sie machten Druck und waren offensichtlich um eine frühe Führung bestrebt. Doch die Defensivtaktik der Wagnerstädter ging lange auf, obwohl Verteidiger Fredmark bereits in der 3. Minute eine Strafzeit kassierte. Die beiden ersten Blöcke leisteten aber in Unterzahl energischen Widerstand, ließen keinen konstruktiven Aufbau der Niederbayern zu, die in dieser Phase nur einen ernsthaften Schußversuch durch den im Vorjahr in Slowenien tätigen Kanadier Guerard verzeichneten. In der 6. Minute konnte Leinsle ESVB-Keeper Habnitt nicht überwinden, der eine Minute später Glück hatte. Das DEL erfahrene Stürmerduo Franz und Preuß war nach einem Fehlpaß der Nordbayern durchgebrochen, doch Preuß traf den Puck nicht genau.

Die Möglichkeit zur Führung bot sich den Gästen erstmals in der 8. Minute und dann gleich zweimal. Mit einer feinen Aktion ließ zunächst Stürmer Sevcik zwei Verteidiger aussteigen, doch der schwedische Schlußmann Melin war auf dem Posten wie auch wenige Sekunden später bei einem Schuß von Toivola.

Das Bayreuther Powerplay bei einer Strafzeit gegen Ex-Nationalstürmer Franz erzielte nicht die erhoffte Wirkung. Bei Schüssen von Schwindl und Doll wurde der EHC-Schlußmann nicht ernsthaft auf die Probe gestellt.

Wenige Sekunden nach Beginn der Strafzeit gegen ESVB-Verteidiger Meixner bot sich Rudberg bei einem Break eine tolle Chance, ehe im Gegenzug TW Habnitt einen Preuß-Schuß spektakulär »wegpflückte«. Als auch noch Zimmermann auf die Strafbank mußte, geriet der Gast schwer unter Druck. Meixner war gerade auf das Eis zurückgekehrt, als die Niederbayern eine Kombination zum 1:0 abschlossen. Während der Gast aus einer 2-Minuten Strafzeit gegen Leinsle kein Kapital schlagen konnte, hatte die Strafzeit gegen den jungen ESVB-Verteidigre Bartos Folgen. Zwar gingen die Gäste in Unterzahl energisch zu Werke, doch elf Sekunden vor Ablauf der Strafe schlug die ausgezeichnet harmonierende Paradeformation der Einheimischen mit Knott, Guerard und dem stets torgefährlichen Deraspe erneut zu und markierte kurz vor der ersten Pause das 2:0.

Der nächste Schock folgte gleich in den ersten Sekunden des zweiten Abschnitts. Die Niederbayern nutzten eine Defensivnachlässigkeit des ersten Bayreuther Blockes. Nach cleverem Zuspiel ließ der freistehende Guerard Torwart Habnitt keine Abwehrchance. Und Straubing forcierte den Druck. Speziell die personell stark besetzten ersten beiden Blöcke sorgten zur Freude der Einheimischen Anhänger für einigen Angriffswirbel. Knott und Schambeck (23.) scheiterten jeweils knapp an Habnitt, ehe der erste Straubinger Block mit dem 4:0 in der 26. Minute alle Zweifel beseitigte. Nach weiteren Gelegenheiten von Deraspe (27.), Preuß (28.), Guerard (34.) und Leinsle (39.) ging der klare Zwischenstand nach dem zweiten Durchgang durchaus in Ordnung. Bayreuths Angriffaktionen hielten sich in bescheidenen Grenzen. Lediglich Schüsse von Sevcik, Fredmark und Ponitz waren zu registrieren.

Im wieder abwechslungsreichen Schlußdrittel zogen sich die Gäste dann noch ehrenvoll aus der Affäre. Bei weiteren Chancen durch Toivola, Schwindl und Bokenfohr (jeweils 44.) sowie Laituri (46.) wäre gar noch ein besseres Resultat als das 2:5 der Gäste möglich gewesen, die auch in der Schlußphase in Torwart Habnitt einen überragenden Rückhalt hatten. Eine Steigerung im Zweikampfverhalten und im Abschluß ist allerdings notwendig.

EHC Straubing: Melin - Soghomonian, Schambeck; Johannson, Vöst; Eltner, Wittl; Eckert, Witzmann - Knott, Deraspe, Guerard; Sauter, Preuß, Franz; Heitzer, Meier, Leinsle; Setz, Herpich

ESV Bayreuth: Habnitt - Laituri, Meixner; Doll, Fredmark; Zimmermann, Bartos; Weingran - Heubach, Sevcik, Rudberg; Bokenfohr, Toivola, Schwind; Bärnreuther, Ponitz, Asanger; Trolda


SR: Deubert (Bad Kissingen)


Zuschauer: 2500


Strafminuten: Straubing 12, Bayreuth 14


Tore: 1:0 (15.) Deraspe (Johannson, Franz - 5 gegen 4), 2:0 (20.) Deraspe (Guerard, Knott - 5 gegen 4), 3:0 (21.) Guerard (Soghomonian, Deraspe), 4:0 (26.) Deraspe (Soghomonian, Guerard), 5:0 (43.) Meier, 5:1 (53.) Meixner (Bokenfohr, Schwindl - 5 gegen 4), 5:2 (57.) Ponitz (Zimmermann)



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth