Beste Saisonleistung

ESVB-Eishockeyteam mit 6:2-Derbysieg gegen Nachbarn Haßfurt


Von Siegfried Zerrenner
Der Rahmen paßte zum Geschehen! Vor knapp 2000 Zuschauern (Saisonrekord) krönte das Eishockeyteam des ESV Bayreuth seine bisher beste Saisonleistung in der 1. Liga Süd mit einem überzeugenden 6:2 (2:0, 3:1, 1:1)-Derbysieg über den Nachbarn ERC Haßfurt und verbleibt damit weiterhin im Tabellenmittelfeld, während die Sorgenfalten auf der Stirne von Gästetrainer Werner Cecco nicht zu übersehen waren.

Die Einheimischen warteten trotz ihrer bekannten Personalsorgen mit einer rundum homogenen Vorstellung auf und begeisterten von der ersten Sekunde an durch kämpferisches Engagement. Die Zweikämpfe mit den Haßfurter Routiniers wurden angenommen und ab Mitte des ersten Drittel meist zugunsten der spritzigeren Oberfranken entschieden. In den umgestellten Formationen warteten der in den ersten Sturm beorderte Peter Asanger sowie Tero Toivola (2. Sturm) mit ihren bisher besten Auftritten im ESVB-Trikot auf und rechtfertigten das Vertrauen ihres Trainers Wilbert Duszenko, der auch mit dem dritten Block sehr zufrieden sein gewesen dürfte.
Dieser Block mit dem angeschlagenen Pegnitzer Stefan Ponitz (Nasenbeinbruch) löste seine taktische Aufgabe gegen den mit drei Ausländern besetzten dritten Haßfurter Block fast meisterlich. Die ERC-Stars um Jamie Fiesel bekamen wenig Raum, konnten kaum Akzente setzen und wurden von Ponitz, Schwindl, Weingran und Co. immer beschäftigt.
Lediglich in der turbulenten Anfangsphase hatte es kritisch für die Wagnerstädter ausgesehen. ESVB-Torwart Habnitt mußte bereits nach 62 Sekunden gegen ERC-Verteidiger-Routinier Prochazka retten und in der 6. Minute traf Gästestürmer Koslowski nur den Außenpfosten. Just während einer umstrittenen Strafzeit gegen ESVB-Verteidiger Bartos kippte das Spiel. Der wendige Rudberg angelte sich die Scheibe und startete einen Alleingang. Gästetorwart Kuhnekath wehrte zwar den Schuß des Schweden ab, doch gegen den Sevcik-Nachschuß war er machtlos. Ein 5:3-Überzahlspiel der Bayreuther in der 17. Minute kam lange nicht in Schwung, ehe Verteidiger Laituri mit einem sehenswerten "Hammer" zum 2:0 alle Diskussionen unter den Anhängern beendete.
Turbulent begann auch der zweite Abschnitt. Nach 21 Sekunden scheiterte Rudberg an dem auf dem Eis liegenden Gästekeeper, doch im Gegenzug wurde ESVB-Schlußmann Habnitt von einem Maly-Weitschuß fast von der Mittellinie überrascht. Habnitt meistete im Anschluß in toller Manier einen Heinisch-Schuß und verhinderte dadurch den möglichen Ausgleich, ehe die Einheimischen mit einem Doppelschlag innerhalb von 39 Sekunden "antworteten" und eine Weichenstellung tätigten. Bokenfohr und Laituri zeichnetneten sich dabei als umsichtige Paßgeber aus, während Weingran und Asanger volley Maß nahmen.
Hektisch wurde es vor dem ESVB-Gehäuse während einer Laituri-Strafzeit. Einen Koslowski-Schuß aus kurzer Distanz machte zunächst Habnitt per Fußabwehr zunichte (38.), ehe ein Break von dem entschlossenen Bärnreuther mit dem vorentscheidenden 5:1 (erneut in Unterzahl) abgeschlossen wurde.
Im Schlußdrittel wechselte das Geschehen, wobei sich beide Torhüter mehrmals auszeichneten. Am deutlichen ESVB-Sieg änderte sich aber nichts mehr.
ESV Bayreuth:
Habnitt - Laituri, Meixner; Fredmark, Doll; Zimmermann, Bartos - Asanger, Sevcik, Rudberg; Tiovola, Bokenfohr, Bärnreuther; Schwindl, Ponitz, Weingran; Trolda, Häußinger.
ERC Haßfurt:
Kuhnekath - Prochazka, Maly; Krause, Forster; Grantquist, Nilsson - Goodall, Lindmark, Svejda; Tabor, Mix, Koslowski; Pokorny, Fiesel, Stegmann; Heinisch..
SR:Langer (Zweibrücken)
Zuschauer: 1618;
Strafminuten: Bayreuth 12, Haßfurt 20.
Tore: 1:0 (11.) Sevcik (Rudberg - 4 gegen 5), 2:0 (18.) Laituri (Asanger - 5 gegen 3), 2:1 (21.) Maly, 3:1 (24.) Weingran (Bokenfohr), 4:1 (24.) Asanger (Laituri, Rudberg), 5:1 (38.) Bärnreuther - 4 gegen 5, 5:2 (53.) Mix (Goodall), 6:2 (57.) Sevcik (Asanger, Laituri - 5 gegen 4).



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth