Abschluß war Manko

ESVB-Team trauerte beim 2:3 in Landsberg Chancen nach


"Null-Diät" für den ESV Bayreuth am siebten Doppelspieltag der 1. Eishockey-Liga Süd. Nach dem 3:5 am Freitag gegen den EV Regensburg mußten die Schützlinge von Trainer Wilbert Duszenko auch gestern beim EV Landsberg mit 2:3 (0:1, 0:0, 2:2) Toren die Segel streichen. Das entscheidende Manko blieb der Abschluß.

Damit mußten die Wagnerstädter ihren bisher beachtlichen sechsten Tabellenplatz räumen und fielen auf den achten Rang zurück. Um ein weiteres Abrutschen zu vermeiden, muß am Wochenende gegen die Spitzenteams SC Bietigheim-Bissingen (Freitag, 19.30 Uhr) und beim EC Ulm/Neu-Ulm gepunktet werden.
Die Bayreuther verzeichneten vor rund 1000 Zuschauern in Landsberg einen vielversprechenden Auftakt und verbuchten gleich in der Anfangsphase zwingende Chancen, wobei sich EVL-Torwart Vorderbrüggen in der 3. Minute auszeichnen konnte. Er wehrte einen Toivola-Schuß ab und reagierte auch gegen den nachsetzenden Bärnreuther prächtig. Machtlos wäre Vorderbrüggen in der 5. Minute gewesen, doch ein Schlagschuß von Verteidiger Meixner krachte nur an den Pfosten.
In der 6. Minute wurde ESVB-Schlußmann Habnitt erstmals auf die Probe gestellt. Dreimal innerhalb weniger Sekunden rettete er gegen EVL-Stürmer Klemm, der von Loftsgard bedient worden war, ehe auf der anderen Seite der einheimische Torwart bei einem Fredmark-Vorstoß ebenfalls Mühe hatte.
Verfrühter Torjubel der Gäste in der 10. Minute. Der einheimische Keeper konnte einen Fredmark-Schuß nur abprallen lassen. Terekhov schien per Nachschuß Vorderbrüggen bezwungen zu haben. Im Gegensatz zu den Gästespielern sah aber Schiedsrichter Geier die Scheibe nicht hinter der Linie.
Wenige Sekunden vor der Führung der Lechstädter hatte ESVB-Verteidiger Laituri nach einem Rudberg-Zuspiel das EVL-Gehäuse ins Visier genommen, ehe im Gegenzug der Russe Vologschaninov genauer Maß nahm und mit einem plazierten Schlagschuß traf. Das 2:0 schien bei einer Strafzeit gegen Fredmark in der Luft zu liegen. Habnitt war in der 16. Minute bereits geschlagen, doch die Scheibe zischte nach einem Schendelev-Schuß um Haaresbreite am Pfosten vorbei.
Durch Übersicht und Bullystärke zeichnete sich ESVB-Neuzugang Terekhov in der 18. Minute aus. Er legte zweimal auf für Verteidiger Doll, dessen Schüsse aber verfehlten, ehe der Gast bei einer Strafzeit gegen Rudberg vor allem bei einem Geschoß von Vologschaninov (19.) ins Schwitzen geriet.
Auch im zweiten Drittel blieb der Abschluß das entscheidende Manko der Gäste, bei denen zunächst Sevcik Pech hatte. Sein Schuß rutsche aus der Fanghand des EVL-Torwarts, aber auch um Zentimeter am Gehäuse vorbei. Der einheimische TW Vorderbrüggen stand auch anschließend im Brennpunkt des Geschehens. Zunächst entschärfte er einen Terekhov-Schuß (23.) und erwies sich bei einem Überzahlspiel der Gäste als Rückhalt. Nach einem Doll-Schuß ließ er sich auch von Rudberg (25.) aus kurzer Distanz nicht überlisten. Ab der 28. Minute mußte sich Verteidiger Fredmark aus gesundheitlichen Gründen von Hartmann vertreten lassen und in der 29. Minute krachte Meixner bei einem Vorstoß mit dem Knie an die Torstange. Nach einer Behandlungspause konnte der Abwehrspieler allerdings wieder mitwirken.
Die verunsicherte Defensivabteilung der Gäste geriet anschließend schwer unter Druck und Torhüter Habnitt war es zu verdanken, daß die Franken keinen weiteren Gegentreffer kassierten. Per Fußabwehr klärte er zunächst gegen Schendelev (32.). Zwei Minuten später zeigte der Schlußmann gegen Vologschaninov eine Glanzparade, nachdem der Russe die ESVB-Verteidiger regelrecht überlaufen hatte. Bei einer 2:1-Situation rettete Habnitt gegen Baber (38.) und anschließend gegen Loftsgard.
Eine Strafzeit gegen Verteidiger Zimmermann (42.) blieb für den Gast zu Beginn des Schlußdrittels ohne Folgen, ehe in der 45. Minute nach einem Mißverständnis in der EVL-Abwehr der Ausgleich gelang. Nach einem Meixner-Zuspiel "hämmerte" Sevcik die Scheibe ins EVL-Netz.
Doch die Freude währte nur eine Minute. Ein Abstimmungsfehler im zweiten Block der Gäste brachte die Lechstädter in Scheibenbesitz und der durchgebrochene Kanadier Baber ließ Habnitt keine Chance. Schwach blieb die "Überzahlantwort" der Gäste, als lediglich Laituri zum Schußversuch kam. Vor dem entscheidenden Landsberger Treffer zum 3:1 (55.) hatten der freistehende Toivola (52.) sowie Sevcik und Rudberg (54.) die Chance zum Ausgleich. Toivolas Anschlußtreffer fiel letztlich zu spät. Beim ESVB verdiente sich neben Torwart Habnitt erneut der stets rackernde Sevcik die beste Note.
EV Landsberg:
Vorderbrüggen - Fletcher, Emminger; Lechle, Schendelev; Fohry, Möhle - Klemm, Vologschaninov, Loftsgard; Hicks, Barber, Hanemann; Maier, Krauß, Bauer; Hofmann.
ESV Bayreuth:
Habnitt - Laituri, Doll; Fredmark, Meixner; Zimmermann, Bartos; Hartmann - Heubach, Sevcik, Rudberg; Toivola, Terekhov, Bärnreuther; Weingran, Ponitz, Asanger; Trolda.
SR: Geier (Buchloe);
Zuschauer: 959;
Strafminuten: Landsberg 6, Bayreuth 8.
Tore: 1:0 (14.) Vologschaninov (Fohry, Fletcher), 1:1 (46.) Sevcik (Meixner, Rudberg), 2:1 (47.) Baber (Hicks), 3:1 (55.) Loftsgard (Alleingang), 3:2 (58.) Toivola (Sevcik, Meixner).



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth