Steigerung blieb aus

ESVB-Team nach 1:3 in Straubing auf vorletztem Tabellenrang


Die erhoffte Steigerung im Duell beim bisherigen Tabellenvorletzten der 1. Liga Süd, EHC Straubing, blieb aus: Das Eishockeyteam des ESV Bayreuth blieb im siebten Spiel in Folge ohne Sieg und fiel durch die 1:3 (0:1, 0:1, 1:1)-Niederlage auf den elften Rang zurück. Das erneute Manko war die mäßige Chancenverwertung.

Am kommenden Freitag um 19.30 Uhr steht nun das "Kellerderby" gegen den EV Landsberg auf dem Programm.
Wie schon in den letzten Auswärtsauftritten setzten sich die Wagnerstädter im ersten Drittel ordentlich in Szene, verzeichneten die zwingenderen Chancen, doch letztlich legten die Gastgeber nach einer Unordnung in der ESVB-Defensive die Führung vor. Nach einem Bully vor dem Tor der Nordbayern paßte der neuverpflichtete tschechische Verteidiger Necas in der 19. Minute auf den völlig freistehenden Leinsle, der dann ungehindert Maß nehmen konnte und Torwart Wegmann keine Chance ließ.
Die ersten Möglichkeiten hatten die Bayreuther erzielt. Nachdem Heubach in der zweiten Minute unmittelbar nach einem Bully an EHC-Schlußmann Melin gescheitert war, hätte bei vier Großchancen in der dritten Minute eigentlich die Führung gelingen müssen. Zweimal fehlte zunächst Sevcik das Vollstreckerglück, ehe Sekunden später der aufgerückte Verteidiger Laituri freistehend knapp verzog und auch den Nachschuß nicht im Gehäuse unterbrachte. Erst bei einer Strafzeit gegen Bokenfohr kamen die Niederbayern durch Johansson (4.) und Ex-Nationalstürmer Franz (6.) zu ersten Gelegenheiten. Bei einer Strafzeit gegen Heubach (9.) ließ der Gast durch energische Abwehrarbeit nur einen Schambeck-Schuß (10.) zu.
Zwingender war im Vergleich dazu die Aktion von ESVB-Stürmer Rudberg, der sich in der 14. Minute durchgetankt hatte und zweimal den schwedischen Tormann Melin nicht überwinden konnte. Der Keeper zeichnete sich auch bei einem Gäste-Powerplay bei Schüssen der Verteidiger Laituri (17.) und Meixner (18.) aus, ehe ein Defensivschnitzer zum überraschenden Rückstand (19.) des ESVB führte.
Vielversprechend begannen die Duszenko-Schützlinge auch den zweiten Abschnitt. Nach einem Sevcik-Zuspiel jagte Laituri den Puck um wenige Zentimeter am EHC-Tor vorbei. Danach rückte ESVB-Keeper Wegmann in den Blickpunkt des Geschehens. Zunächst rettete er gegen Meier (25.), während er in der 25. Minute nach einem Mißverständnis in der Gästedeckung Glück hatte, als Franz knapp verfehlte. Die folgende Druckphase schlossen die Niederbayern in der 28. Minute mit dem 2:0 ab, als Franz von einer weiteren Unaufmerksamkeit in der ESVB-Deckung profitierte und mit einem "Hammer" auf 2:0 erhöhte. Der Puck hatte dabei ein Loch in das Tornetz gerissen und kurzzeitig für Diskussionen gesorgt.
Aus einer Strafzeit gegen Straubings slowakischen Neuzugang Tatar (30.) konnten die Franken kein Kapital schlagen. Sie hatten dabei noch Glück, daß die Einheimischen ihre hundertprozentigen Breakchancen nach Fehlpässen der Gäste nicht verwerten konnte. ESVB-Torwart Wegmann klärte zweimal mit tollen Reflexen gegen den durchgebrochenen Franz. Ebenfalls in Unterzahl (während einer Bärnreuther-Strafzeit) kam Meixner (33.) zum Torschuß, ehe Laituri mustergültig für Bärnreuther auflegte, der aber die Scheibe am Tor vorbei schoß.
Eine umstrittene Strafzeit gegen Laituri (38.) bescherte Leinsle und Franz (40.) zwei gute Powerplaychancen, die aber TW Wegmann reaktionsschnell vereitelte.
Eine umstrittene Situation führte zur frühen Vorentscheidung für die Donaustädter. Während die Nordbayern in der 42. Minute einen Schiedsrichter-Abpfiff gehört haben wollten, traf Tatar mit seinem Schuß aus dem Gewühl heraus ins Tor und der Unparteiische erkannte den Treffer zum 3:0 an. EHC-Schlußmann wehrte anschließend Schüsse der Verteidiger Ivanov (43, und 47.) und Doll (48.) ab. Auf der Gegenseite meisterte Wegmann einen Volleyschuß von Dylla. Sehenswert war der Bayreuther "Ehrentreffer" in der 55. Minute. Von Ivanov angespielt, startete Swevcik eine tolle Einzelaktion. Er umkurvte drei Straubinger und verlud auch TW Melin, der zusammen mit Franz und Tatar zu den auffälligsten Straubingern zählte. Der schwedische Schlußmann rettete auch in der Schlußphase gegen Ivanov (57.) und Laituri (60.).
EHC Straubing:
Melin - Johansson, Schambeck; Soghomonian, Wittl; Vöst, Necas - Franz, Preuß, Meier; Richter, Tatar, Herpich; Leinsle, Knott, Dylla; Sauter.
ESV Bayreuth:
Wegmann - Laituri, Meixner; Ivanov, Doll; Zimmermann, Bartos - Heubach, Sevcik, Rudberg; Toivola, Bokenfohr, Bärnreuther; Schwindl, Hartfuß, Ponitz; Trolda, Asanger, Weingran.
SR: Bettermann (Peiting);
Zuschauer: 1200;
Strafminuten: Straubing 14, Bayreuth 14.
Tore: 1:0 (19.) Leinsle (Necas), 2:0 (28.) Franz (Meier, Wittl), 3:0 (42.) Tatar. 3:1 (55.) Sevcik (Ivanov).



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth