Derby kippte im Schlußdrittel

ESVB mußte sich nach 2:1-Führung in Haßfurt noch mit 3:6 geschlagen geben

Die Hoffnung auf den ersten Derbysieg beim ERC Haßfurt schwand nach im Schlußdrittel: Nach einer 2:1-Führung konnte der verletzungsbedingt gehandicapte ESV Bayreuth im letzten Auswärtsspiel der 1. Liga Süd ein Kippen der Partie nicht verhindern, unterlag mit 3:6 (1:0, 1:1, 1:5) und ist vor dem morgigen Heimduell mit Weiden (18 Uhr) vorläufig Schlußlicht.

Die Führung der Gäste nach dem ersten Drittel war verdient und hätte aufgrund weiterer "Hochkaräter" sogar noch deutlicher sein können. Der auffällige Bärnreuther sowie Asanger und Rudberg scheiterten jedoch an ERC-Keeper Kuhnekath oder schossen knapp am Gehäuse der Einheimischen vorbei. Unter Druck gesetzt konnten die Unterfranken einige Schwächen in der Defensive nicht verbergen. Das Führungstor erzielte Asanger mit einem Schuß aus vollem Lauf, nachdem er von Toivola mit einem feinen Zuspiel bedient worden war. Das Gästeteam fand sich trotz Umstellungen in allen drei Sturmreihen überraschend gut zurecht, denn neben Markus Schwindl konnte auch der angeschlagene Finne Jouni Tuominen nicht eingesetzt werden.
Bei seinem Comeback nach langer Verletzungspause erwies sich Stammtorhüter Habnitt als Rückhalt in kritischen Situationen, als ERC-Torjäger Goodall, Heinisch und Koslowski gefährlich vor dem Tor der Oberfranken aufgekreuzt waren.
Abwechslungsreich und mitunter hektisch verlief der zweite Abschnitt, wobei beide Torhüter oft im Blickpunkt des Geschehens standen. Nach einer Strafzeit gegen Zimmermann (24.) hatte Habnitt bei Großchancen von Prochazka und Goodall Gelegenheit sich auszuzeichnen. Während Heubach verletzungsbedingt danach einige Minuten pausierte, mußte der an einem Daumenbruch laborierende Verteidiger Meixner ganz passen. Bei einem 4:3-Überzahlspiel hatte Toivola die Möglichkeit zur Führung (28.), ehe keine 100 Sekunden später Bayreuths dritter Block nicht im Bilde schien und durch den ungedeckten Tabor das 1:1 kassierte. Nachdem Bärnreuther (31.), Rudberg (32.) und Asanger (34.) an Kuhnekath gescheitert waren, trug sich Junior Trolda (34.) nach einem Heubach-Querpaß erstmals in die Torschützenliste ein. Um den knappen Vorsprung mußte in den nächsten Minuten allerdings gezittert werden. In der 35. Minute war TW Habnitt schon geschlagen, doch Haßfurts kanadischer Torjäger Goodall traf nur den Pfosten, während bei der folgenden Drangphase Granquist und Svejda knapp verfehlten.
Nach dem Haßfurter Ausgleich in der 47. Minute und der folgenden Führung der Unterfranken verlor der personell geschwächte Gast seine spielerische Linie und konnte die Angriffswellen der Einheimischen nur noch bedingt brechen.
ERC Haßfurt:
Kuhnekath - Maly, Forster; Barnes, Krause; Granquist, Prochazka - Lindmark, Koslowski, Goodall; Fiesel, Barnowski, Svejda; Tabor, Pokorny, Heinisch; Stegmann, Mix, Heinke.
ESV Bayreuth:
Habnitt - Laituri, Doll; Bartos, Meixner; Zimmermann, Weingran - Rudberg, Sevcik, Bärnreuther; Asanger, Toivola, Boxer; Heubach, Ponitz, Trolda.
SR: Bendl (Peiting);
Zuschauer: 800;
Strafminuten: Haßfurt 10 plus 10 gegen Prochazka, Bayreuth 12 plus 10 gegen Zimmermann.
Tore: 0:1 (11.) Asanger (Toivola, Laituri), 1:1 (30.) Tabor (Stegmann, Heinisch), 1:2 (34.) Trolda (Heubach), 2:2 (47.) Tabor (Heinisch), 3:2 (49.) Maly, 4:2 (50.) Fiesel (Goodall), 4:3 (52.) Trolda (Heubach), 5:3 (53.) Fiesel, 6:3 (56.) Prochazka (Goodall - 5 gegen 3).



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth