ESV Bayreuth vergab im Schlußdrittel 3-Tore-Führung

4:5 Niederlage im Penaltyschießen in Waldkraiburg

Ein Einbruch im Schlußdrittel hat verhindert, daß der ESV Bayreuth den ersten Doppelspieltag der Qualifikationsrunde zur 1. Liga Süd ohne Verlustpunkt übersteht. Die Duszenko-Schützlinge büßten beim EHC Waldkraiburg eine 4:1-Führung noch ein und mußten sich letztlich im Penaltyschießen mit 4:5 (2:0, 2:1, 0:3) geschlagen geben.

 

Die Bayreuther hatten sich im Schlußdrittel zu sehr in die Defensive drängen lassen und den Waldkraiburgern durch individuelle Fehler noch den Ausgleich ermöglicht. Im Penaltyschießen traf dann für den ESVB nur Rudberg, während Toivola, Sevcik, Boxer und Weingran verschossen.
Der entschei­dende Treffer fur die Gastgeber gelang Rohr­hofer. Neben der Niederlage haben die Bay­reuther noch einen weiteren Rückschlag zu verkraften: Der überragende Torwart Hab­nitt handelte sich zu Beginn des letzten Drit­tels nach einer Schiedsrichter-Beleidigung eine 10-Minuten-Disziplinarstrafe ein und muß - da dies bereits die dritte in der laufen­den Saison war - am kommenden Freitag in Haßfurt aussetzen.

Wie groß dieser Verlust für die Bayreuther ist, zeigte Habnitt vor allem in den ersten beiden Dritteln mit einer ganzen Serie aus­gezeichneter Paraden. Bevor der Keeper je­doch erstmals ernsthaft eingreifen mußte, lagen die Gäste bereits in Führung: Rudberg schloß bereits in der dritten Minute einen schnellen Angriff über Toivola, Sevcik und Zimmermann im Nachsetzen erfolgreich ab. Waldkraiburger Chancen vereitelte Habnitt gegen Haider (7.), Truntschka und Draxler (jeweils 9.) sowie Cech (12.), ehe der ESVB nach einer kuriosen Situation zum zweiten Mal Grund zum Jubeln hatte: Als alle Wald­kraiburger mit einem Schiedsrichter-Pfiff wegen Icings rechneten, erkämpfte sich Rudberg die Scheibe, paßte zu Sevcik und der überwand EHC-Keeper Schneege. Alle Proteste der Einheimischen brachten nichts ein.

Die Waldkraiburger hatten dann aber rasch die Chance zum Anschlußtreffer, denn bei 5:3-Überzahl - Rudberg und Heubach mußten auf die Strafbank - boten sich Ols­son, Rohrhofer und Truntschka eine ganze Serie hochkarätiger Tormöglichkeiten, die aber allesamt vom glänzenden Habnitt zu­nichte gemacht wurden. Nachdem die Bay­reuther diese gegnerische Drangperiode überstanden hatten, hätte Rudberg die Füh­rung sogar noch ausbauen können (17.), ehe in der Schlußphase dieses Abschnitts Rohr­hofer und Haider an Habnitt scheiterten.

Zu Beginn des Mitteldrittels verkürzten die Einheimischen zwar nach einem Schei­benverlust von Sevcik, aber Toivola stellte nur wenig später nach schönem Steilpaß von Sevcik den alten Abstand wieder her. Ab der 34. Minute standen die Bayreuther nach Strafzeiten gegen Schwindel, Asanger und wenig später Meixner (Wechselfehler) mächtig unter Druck, aber Habnitt machte in sensationeller Manier Chancen von Nylan­der (2), Cech und Rohrhofer zunichte. Nach­dem die Bayreuther diese Drangperiode überstanden hatten, kamen sie durch Toi­vola (38.) und Laituri (40.) ebenfalls zu zwei großen Chancen, doch der Pfosten verhin­derte jeweils eine höhere Führung. Diese ge­lang Toivola dann aber unmittelbar vor Ende dieses Spielabschnitts, als er bei 5 ge­gen 3 einen Boxer-Paß im Waldkraiburger Tor unterbrachte.

EHC Waldkraiburg: Schneege - Rupp­recht, Maidl; Elters, Niedermeier; Anders, Nylander - Sicorschi, Draxler, Kremer; Truntschka, Cech, Haider; Olsson, Rohrho­fer.

ESV Bayreuth: Habnitt - Doll, Laituri; Meixner, Bartos; Zimmermann, Weingran - Boxer, Ponitz, Heubach; Rudberg, Sevcik, Toivola; Asanger, Schwindl, Bämreuther; Trolda.

SR: Trainer (Bad Albling);

Zuschauer: 900;

Strafminuten: Waldkraiburg 22 plus 10 für Eltems, Bayreuth 24 plus 10 für Hab­nitt.

Tore: 0:1 (3.) Rudberg (Sevcik, Zimmem-mann), 0:2 (13.) Sevcik (Rudberg), 1:2 (22.) Haider (Draxlem, Cech), 1:3 (26.) Toi­vola (Sevcik, Meixner), 1:4 (40.) Toivola (Boxer - 5 gegen 3), 2:4 (48.) Olsson (Truntschka, Maidl), 3:4 (52.) Olsson (Rohrhofem, Maidl - 5 gegen 4), 4:4 (55.) Draxler (Cech).



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth