Derbysieg läßt den ESVB wieder hoffen

Kampfstarke "Tigers" meldeten sich mit 3:1 gegen Weiden in der Qualifikation zurück / Kontrollierte Offensive

EISHOCKEY
Von Siegfried Zerrenner
Der Bann ist gebrochen: Im fünften Anlauf landete der in allem Belangen verbesserte ESV Bayreuth im Wiederholungsspiel gegen den EV Weiden mit einem verdienten 3:1 (1:0, 1:0, 1:1) seinen ersten Derbysieg und darf in der Qualifikationsrunde wieder auf den Erhalt der 1. Liga Süd hoffen.

Die Trotzreaktion einen Tag nach dem Rücktritt des bisherigen Trainers Wilbert Duszenko war den Wagnerstädtern anzumerken, die von Beginn an um Druck und Linie bemüht waren. Mit frühem Forechecking störten sie den Spielaufbau der Weidener empfindlich. So kamen die Oberpfälzer erst nach 13 Minuten zu ihren ersten Chancen. Auch die Tatsache, daß Stammtorhüter Habnitt mit Grippe das Bett hüten mußte, steckten die Einheimischen gut weg, zumal Ersatz Wegmann wie seine Teamkameraden sehr konzentriert wirkte.
Im Blickpunkt des Geschehens stand wiederholt der reaktionschnelle Weidener Torhüter Haider, der mit Prachtparaden alleine eine vorzeitige Weichenstellung der "Tigers" verhinderte. Nach Abwehraktionen bei Schüssen von Meixner (3.) und Coté hatte er in der 8. Minute bei einem Heubach-Pfostentreffer Glück. Nichts zu halten gab es allerdings bei einem Bartos-Nachschuß (9.), nachdem Boxer und Sevcik schon mal "angeklopft" hatten.
Turbulent ging es bei einer Boxer-Strafzeit (13.) vor dem ESVB-Gehäuse zu, als Hagn, Blazycek und Salinger (Außenpfosten) Keeper Wegmann ins Schwitzen brachten, der bei einem Miller-Schuß (14.) mit der Stockhand bravourös abwehrte. Anderseits waren die ESVB-Konter (Coté, Rudberg) ebenfalls gefährlich.
Der zweite Abschnitt stand überraschend ganz im Zeichen der in der Defensive gut gestaffelten Oberfranken, die im Angriff lobenswertes Engagement und Zweikampfstärke demionstrierten. Sie ließen in diesem Durchgang keine einzige zwingende Möglichkeit der Gäste zu, der sich wiederholt unter Druck gesetzt sah. Sevcik (25.), Boxer (26.) und Laituri (28. - Überzahl) scheiterten jeweils an Schlußmann Haider. Der Eifer wurde in der 30. Minute belohnt, als Heubach unerwartet Vollstreckerqualitäten aufblitzen ließ. Das regelrecht in der Luft liegende 3:0 vereitelte aber der überragende Haider bei einem Konter über Rudberg und Bartos (31.), ehe bei einer 5:3-Überzahlsituation 93 Sekunden lang nur eine einzige Toivola-Chance heraussprang.
Erst zu Beginn des Schlußdrittels wirkte Weiden in der Offensive engagierter. Bei einer Strafzeit gegen Toivola (43.) rettete Torwart Wegmann gegen Cumming (44.) und anschließend gegen Gaus (46.) und Jonak, ehe er sich in der nächsten Unterzahlsituation (Zimmermann) bei Distanzschüssen von Duris und Jonak (53.) auszeichnete. In Überzahl gelang durch einen Coté-Schlenzer das entscheidende 3:0.
ESV Bayreuth:
Wegmann - Laituri, Doll; Bartos, Meixner; Weingran, Zimmermann - Toivola, Coté, Asanger; Rudberg, Sevcik, Boxer; Heubach, Ponitz, Schwindl; Trolda.
EV Weiden:
Haider - Jonak, Duris; Gschwill, Salinger; Felsch, Gaus - Cumming, Hlinka, Millen; Hagn, Müller, Blazycek; Pastika, Kutzer, Robl.
SR: Deubert (Bad Kissingen);
Zuschauer: 1009;
Strafminuten: Bayreuth 12, Weiden 18.
Tore: 1:0 (9.) Bartos (Boxer, Sevcik - 4 gegen 4), 2:0 (30.) Heubach (Schwindl, Toivola), 3:0 (55.) Coté (Toivola, Asanger - 5 gegen 4 ), 3:1 (59.) Hagn (Blazyczek).



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth