Feuerwerk der " Tigers" im zweiten Drittel

ESVB-Stürmer Oleg Synkov überragte beim 7:3-Erfolg gegen Deggendorf - TW Nachtmann verhinderte Rückstand


Der Saisonauftakt des ESV Bayreuth in der Oberliga Süd lässt hoffen! Zwei Tage nach dem 5:4 im Penaltyschießen beim Nachbarn ERC Selb wurde der erste Heimsieg unter Dach und Fach gebracht. Mit einem regelrechten Feuerwerk im zweiten Drittel, als innerhalb von zwölf Minuten eine 5:0-Führung herausgeschossen wurde, gelang die Weichenstellung zum 7:3 (0:0, 5:0, 2:3). Zum überragenden Akteur auf dem Eis avancierte zweifellos der technisch versierte Oleg Synkov. Der Nationalstürmer aus der Ukraine markierte zwei Treffer und lieferte zwei Vorlagen.


Nach dem Auswärtstreffen am Freitagabend beim Ex-DEL-Klub EV Landshut steht am Sonntag um 18.30 Uhr das Heimspiel gegen den EHC Bad Aibling auf dem Plan. "Dieses zweite Drittel werden wir so schnell nicht vergessen", kommentierte ESVB-Vorsitzender Michael Böhner den Gala-Auftritt des Bayreuther Teams. Nach Kulabuchovs Überzahltreffer zum 1:0 (24.), als der Stürmer nach einem abgewehrten Synkov-Schuss energisch nachgesetzt hatte, lief plötzlich die Kombinationsmaschinerie der Oberfranken auf Hochtouren. Alle Aktionen glückten und auch im Abschluss wirkten die Einheimischen kaltschnäuzig. "Wir haben in dieser Phase einfach den Faden verloren", merkte Gästetrainer Bohumil Kratochvil an, der zusehen musste, wie sich die EbermannSchützlinge in einen regelrechten Spielrausch steigerten. Mit Strafzeiten leisteten die Gäste auch einen gewissen Beitrag dazu, denn drei Mal schlossen Synkov und Co. ihr Uberzahlspiel mit Treffern ab. Mit etwas Glück (Kulabuchov und Weingran) wäre der Vorsprung gar noch deutlicher ausgefallen. Die Folge: Der entnervte DEC-Keeper Cinibulk verließ in der 37. Minute das Eis. "Unser gutes Überzahlspiel stärkt unser Selbstbewusstsein", freute sich der ESVB-Coach über die drei Powerplay-Tore.
Trotzdem brachte dieser klare Zwischenstand das Kräfteverhältnis nicht korrekt zum Ausdruck. Der Grund: Im ersten Drittel mischten die Niederbayern durchaus ebenbürtig mit und nur der wiederum überzeugende ESVB Torwart Nachtmann verhinderte mit tollen Reaktionen bei Schüssen von Schuster (9.), Pongratz, (16.), Greilinger (17.) und Kindeev (18.) einen durchaus möglichen Rückstand.
"Im Schlussdrittel ließ bei uns die Konzentration nach und wir kassierten drei Gegentore. Wir haben noch viel zu arbeiten", war Ebermann noch nicht restlos zufrieden. Tatsächlich verloren die "Tigers" ihre spielerische Linie und nahmen die Defensivarbeit nicht mehr ernst. Trotzdem gelang noch ein versöhnlicher Abschluss, als der erneut schussstarke offensivverteidiger Taborsky eine Sekunde vor der Sirene den Schlusspunkt setzte.
Fünf der sieben Treffer gingen auf das Konto des Paradeblocks, in dem sich neben Synkov und Taborsky auch Verteidiger Kolek hervortat. Kolabuchov kam nicht wie gewollt zum Zuge und Heinisch war mit einer Daumenverletzung gehandicapt. Seine bisher beste Vorstellung im unberechenbaren zweiten Block lieferte Menschig (1 Tor, 3 Vorlagen). Dabei hinterließen auch die Verteidiger Zimmermann und Doll einen soliden Eindruck.
ESV Bayreuth: Nachtmann -Taborsky, Kolek; Zimmermann, Doll; Meixner, Thumm -Kulabuchov, Heinisch, Synkov; Menschig, Jun, Bärnreuther; Asanger, Ponitz, Weingran.
Deggendorfer EC: Cinibulk (ab 37. Burkhardt) -Borberg, Tsyplakov; Schuster, Mainer; Weber, Felsch -Kindeev, Langlois, Hess; Kulzer, Ledlin, Greilinger; Pongratz, Heinz, Retzer.
SR: Drews (Regensburg) ;
Zuschauer: 1591;
Strafminuten: Bayreuth 6, Deggendorf 14.
Tore: 1:0 (24.) Kulabuchov (Synkov, Kolek 5 gegen 4), 2:0 (28.) Kolek (Synkov), 3:0 (32.) Menschig (Taborsky -5 gegen 4), 4:0 (34.) Bärnreuther (Jun, Menschig), 5:0 (36.) Synkov (Menschig, Heinisch -5 gegen 4), 5:1 (46.) Kindeev (Hess), 6:1 (49.) Synkov (Heinisch, Menschig), 6:2 (54.) Hess (Weber, Langlois), 6:3 (54.) Ledlin, 7:3 (60.) Taborsky.
 



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth