Paukenschlag der "Tigers"

Starker ESVB landete 3:2-Überraschungssieg beim Topfavoriten EV Landshut

Für den Paukenschlag am dritten Spieltag der Oberliga Süd sorgte der ESV Bayreuth. Die kampf- und konditionsstarken "Tigers" behielten gestern beim Meisterschaft-Favoriten EV Landshut auch in heiklen Situationen die Übersicht und landeten einen 3:2 (1:1, 0:1, 2:0)-Sensationssieg.

Damit haben die Schützlinge von Trainer Ebermann am morgigen Sonntag um 18.30 Uhr im Heimspiel gegen den EHC Bad Aibling sogar die Chance, sich überraschend im Spitzenfeld zu etablieren.
Einen ausgeglichen Schlagabtausch lieferten sich beide Teams im ersten Drittel, wobei die gut in der Defensive arbeitenden Oberfranken phasenweise den spielerisch stärkeren Eindruck hinterließen. Sie schienen in den ersten Minuten sogar der Führung nahe, doch Synkov (4.) wurde in aussichtsreicher Situation von Zawatzky mit einem Foulspiel gestoppt. Im anschließenden Überzahlspiel kam der einheimische Mühlbauer (5.) zunächst zu einer Breakchance, ehe der erste ESVB-Block mächtig wirbelte und EVL-Keeper Meister zu Glanztaten zwang. Überraschend fiel allerdings in der 7. Minute das 1:0 für die Niederbayern (Zawatzky). Das mögliche 2:0 durch Kikel verhinderte der starke ESVB-Schlussmann Nachmann (9.), ehe die Gäste wieder mehr das Geschehen bestimmten. Kulabuchov hatte in der 12. Minute Pech, doch in Überzahl bei einer erneuten Zawatzky-Strafzeit schaffte "Scharfschütze" Taborsky (16.) den Ausgleich.
Kampf war Trumpf im zweiten Drittel, wobei der letztjährige DEL-Klub stärker aufkam und den Gast wiederholt in Bedrängnis brachte. Speziell, wenn der Kanadier Zawatzky seine "Ein-Mann-Show" auf dem Eis abzog, hatte der Gast kritische Phasen zu überstehen. Allerdings scheiterte er häufig an ESVB-Keeper Nachtmann. Nach einer schön herausgespielen Aktion von Abstreiter markierte Zawatzki in der 27. Minute das 2:1 für die Niederbayern, die eine Minute später beinahe auf 3:1 davon gezogen wären, doch TW Nachtmann rettete gegen Abstreiter.
Bayreuths beste Möglichkeit machte EVL-Torhüter-Routinier Meister in der 26. Minute zunichte, als er einen Schuss von Offensivverteidiger Kolek abwehrte. Ansonsten konnte sich der ESVB im Angriff nicht mehr so wirkungsvoll in Szene setzen. Das Powerplay bei Strafzeiten gegen die Landshuter Poudrier (29.), Clark (33.) und Eltner (36.) klappte nicht mehr so gut.
Auch zu Beginn des Schlussdrittels verzeichneten die Einheimischen optische Vorteile, die zwingenderen Chancen erarbeiteten sich aber die Franken. Der Ausgleich schien in der 49. Minute fällig, doch ein Schuss des wiederum auffälligen Taborsky wehrte TW Meister in toller Manier ab, ehe Kulabuchov (51.) nach einem Solo knapp verzog. Das 2:2 (52.) durch Asanger war längst verdient. Und der Gast machte weiter Druck. Während einer Strafzeit gegen Vogl stach die Überzahl-Trumpfkarte erneut und Kulabuchov markierte nach feiner Aktion das 3:2. Die mit dem Schiedsrichter hadernden Landshuter blieben im Endspurt ohne nennenswerte Torchance.
EV Landshut:Meister - Poudrier, Eltner; Schubert, Uvira; Wood, Vogl - Mühlbauer, Zawatzky, Meier; Abstreiter, Clark, Bruk; Adamus, Kikel, Seisenberger; Hundhammer, Yazdi, Breiteneicher.
ESV Bayreuth:Nachtmann - Taborsky, Kolek; Zimmermann, Doll; Meixner, Thumm; Bartos - Kulabuchov, Heinisch, Synkov; Menschig, Jun, Bärnreuther; Asanger, Ponitz, Weingram; Tolda.
SR: Bendl (Planegg);
Zuschauer: 1975;
Strafminuten: Landshut 16, Bayreuth 12.
Tore: 1:0 (7.) Zawatzky (Meier), 1:1 (16.) Taborsky (Kulabuchov, Synkov - 5 gegen 4), 2:2 (52.) Asanger ( Trolda, Meixner), 2:3 (55.) Kulabuchov (Taborsky, Heinisch - 5 gegen 4).



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth