Das Glück im Abschluss fehlte

1:2 in Ulm / ESVB-Team war im Schlussdrittel wiederholt dem Ausgleich nahe

Am 5. Spieltag der Oberliga süd hat es auch den ESV Bayreuth erwischt. Die bisher unbezwungenen »Tigers« mussten sich nach dramatischem Schlussdrittel mit 1:2 (0:1, 1:1. 0:0) beim EC Ulm/Neu-Ulm geschlagen geben, nachdem die Gästestürmer in einigen Situationen vorher ohne Vollstreckerglück geblieben waren.

Ihren Platz im Spitzenfeld könnten die Bayreuther morgen um 18.30 Uhr mit einem Derbysieg gegen den EV Weiden behaupten, der gestern gegen Crimmitschau mach Penaltyschiessen mit 6:7 verlor.
Keinen guten Start hatten die Bayreuther in Ulm erwischt, die von rund 170 Anhängern begleitet wurden. In der 2. Minute kassierte ESV-Stürmer Menschig eine unnötige Strafzeit und die hatte nach rund 30 Sekunden Folgen. Nach mässigem Powerplay der Einheimischen führte eine Einzelaktion von Valenti zum 1:0 für die Donaustädter, die zunächst am Drücker blieben. Erst ab der 5. Minute wirkten die Gäste in allen Mannschaftsteilen gefestigter und erzwangen ein ausgeglichenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Menschig (5.) und Jun(6.) scheiterten aber am zuverlässigen EC-Keeper Vorderbrüggen, ehe die Gastgeber nach einer Zimmermann-Strafzeit in der 11. Minute erneut ein Überzahlspiel aufziehen konnten. Der Gast behielt dabei in der Defensive klaren Kopf und kam durch Weingran sogar zu einem Konter. Bei einem Alleingang des Ex-Bayreuthers Wanner verhinderte TW Nachtmann das 2:0 für die Einheimischen, die bei einer Bohlin-Strafzeit (15.) bei Schüssen von Kolek, Menschig und Doll Glück hatten. Eine spektakuläre Synkov-Aktion (18.) vereitelte EC-Torwart Vorderbrüggen ebenso sehenswert.
Mit zwei Chancen eröffnete Synkov auch das zweite Drittel, ehe der Ex-Bayreuther Rudberg (21.) bei einem Konter freie Schussbahn hatte. Anschliessend agierten beide Teams mitunter zerfahren und brachten nur selten Linie in ihre Aktionen. Jun (22. und 25.) Asanger (22.) und Kolek (24.) kamen nicht zum Abschluss, während auf der gegenseite Nachtmann einen Zhukov-Schuss entschärfte. Der Ausgleich schien in der 31. Minute fällig: Ein Bartos-Schuss zischte knapp am Ulmer Gehäuse vorbei und Kulabuchov traf im Nachschuss die Scheibe nicht voll.
Im Gegenzug hatte die Defensive der »Tigers« bei einer 3:1-Situation der Einheimischen nicht gut ausgesehen, doch Nachtmann rettete gegen Jorde und Roth. Eine umstrittene Strafzeit gegen Thumm führte zum 0:2 in der 36. Minute, das aber beim Gast neuen Elan freisetzte. Der Lohn war das Anschlusstor durch Bärnreuther (39.), das von Menschig und Jun mit Engagement vorbereitet worden war.
Das Schlussdrittel war nichts für schwache Nerven: Die kampfstarken Gäste machten Druck, doch Bärnreuther (48.), Kolek (52.) und Synkov (54.) blieben ohne Glück. 74 Sekunden vor Schluss verfehlte erneut Synkov und 14 Sekunden vor der Sirene Kulabuchov und Heinisch.
EC Ulm/Neu-Ulm: Vorderbrüggen - Zhukov, Leitner; Völk, Emminger; Reiser, Valenti - Krueckl, DAmbrosi, Rau; Rudberg, Bohlin, Leinsle; Reich, Wanner, Jorde; Roth, Polaczek.
ESV Bayreuth: Nachtmann - Bartos, Kolek; Zimmermann, Doll; Meixner, Thumm - Kulabuchov, Heinisch, Synkov; Menschig, Jun, Bärnreuther; Asanger, Ponitz, Weingran; Trolda
SR: Deibler (Peiting)
Zuschauer: 1000
Strafminuten: Ulm 12, ESVB 14
Tore: 1:0 (2.) Valenti - 5 gegen 4, 2:0 (36.) Bohlin (Valenti - 5 gegen 4), 2:1 (39.) Bärnreuther (Jun, Menschig)



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth