Dritter Derbystreich der "Tigers"

Knapper 4:3-Sieg im Amberg / ESVB-Torhüter Nachtmann meisterte Penalty

Seinen dritten Derbystreich landete der ESV Bayreuth in der Oberliga Süd. Nach Siegen in Selb und gegen Weiden konnten die "Tigers" gestern ihren zweiten Tabellenplatz mit einem 4:3 (1:0, 1:0, 2:3) beim ERSC Amberg festigen.

Und morgen um 18.30 Uhr stellt sich mit dem ERC Haßfurt der unterfränkische Nachbar und letztjährige Angstgegner im Eisstadion vor...
Die Amberger präsentierten vor Spielbeginn überraschend zwei Neuzugänge. Neben Thomas Weiß (Regesburg) wurde der slowakische Verteidiger Peter Udvardy unter Vertrag genommen, der allerdings für den pausierenden Kanadier Sagybayev im Sturm eingesetzt wurde. Die Oberpfälzer begannen vor rund 1500 Zuschauern (darunter etwa 500 Fans aus der Wagnerstadt) mit viel Schwung. Dennoch zeichnete sich schon nach einigen Minuten die reifere Spielanlage der Gäste ab, deren Führung (8.) nach einem Überzahltreffer in Ordnung ging. Verteidiger Kolek bewies dabei Übersicht, als er hinter das ERSC-Gehäuse kurvte und dann für Kulabuchov auflegte. Der nicht immer sicher wirkende ERSC-Torwart Quapp war ohne Chance.
Mit einigen dubiosen Entscheidungen brachte Schiedsrichter Langer die Fans beider Lager in Rage. So hatte sich ESVB-Stürmer Kulabuchov in der 12. Minute durchgetankt, ehe er von einem Einheimischen per "Notbremse" gestoppt wurde. Der Pfiff des Schiris blieb allerdings aus. Umstritten waren verschiedene Strafzeiten, wobei sich die Gastgeber in drei Überzahlsituatioen am besten in Szene setzten. Die Distanzschüssse von Verteidiger Kunze wurden allerdings eine sichere Beute von TW Nachtmann. Die beste Chance zum 2:0 bot sich Stürmer Ponitz in der 13. Minute mit einem Schuss aus dem "Gewühl".
Während einer Bankstrafe (Wechselfehler) in der 22. Minuten gerieten die Wagnerstädter kurz unter Druck, ehe sie in Überzahl in der 25. und 26. Minute Amberg kaum Zeit zum Verschnaufen ließen. Bei Schüssen von Meixner, Kolek und Zimmermann fehlte aber die Genauigkeit, ehe den ESVB-Anhängern in der 29. Minute der Atem stockte. Bei einem Lynch-Vorstoß kam es zum Zusammenprall mit Gästetorwart Nachtmann, der kurz am Eis liegen blieb. Bei einem anschließenden Schuss vom ERSC-Verteidiger Wolf (30.) war allerdings der starke Nachtmann wieder auf dem Posten. Just während einer Drangphase der Oberpfälzer gelang dem zweiten ESVB-Sturm das 2:0 (31.). Nach feiner Zusammenarbeit mit Menschig und Jun schloss Bärnreuther clever ab. Bis zum Ende des zweiten Abschnittes kontrollierte der Gast das Geschehen sicher.
Dies änderte sich zu Beginn des letzten Abschnitts: Beflügelt vom Anschlusstor in der 42. Minute machte Amberg Druck und kam in Unterzahl gar zum Ausgleich. Dabei war allerdings ein Foulspiel an Kulabuchov übersehen worden. Mit einer sehenswerten Aktion erzielte Jun das wichtige 3:2 und in Überzahl Menschig das 4:2 für den Gast, der sich in der turbulenten 55. Minute bei TW Nachtmann bedanken durfte. Er wehrte einen Penalty von Lynch ab, ehe Amberg 52 Sekunden später durch den schussstarken Kunze dennoch auf 3:4 verkürzte. Der Gast behielt in den letzten Minuten klaren Kopf.
ERSC Amberg: Quapp - Kulczynski, Kunze; Haslach, Wolf; Bartuli, Schrödinger - Hurley, Lynch, Rich; Morin, Vozar, Udvardy; Abraham, Weiß; Wrobel.
ESV Bayreuth: Nachtmann - Meixner, Kolek; Zimmermann, Doll; Bartos, Thumm - Kulabuchov, Heinisch, Synkov; Menschig, Jun, Bärnreuther; Asanger, Ponitz, Weingran; Trolda.
SR: Langer (Zweibrücken);
Zuschauer: 1500;
Strafminuten: ERSC 16, ESVB 12.
Tore: 0:1 (8.) 0:1 Kulabuchov (Kolek - 5 gegen 4), 0:2 (31.) Bärnreuther (Jun, Menschig), 1:2 (42.) Udvardy (Wolf, Morin), 2:2 (43.) Hurley (Lynch, Kunze - 4 gegen 5), 2:3 (46.) Jun, 2:4 (49.) Menschig (Kolek - 5 gegen 4), 3:4 (56.) Kunze.
 



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth