Starke Derbyserie

ESVB festigte Platz drei mit 7:2-Sieg beim EV Weiden

Seinen sechsten Sieg im sechsten Derby feierte gestern der ESV Bayreuth. Beim souveränen 7:2 (1:1, 4:0, 2:1) wurde der Tabellendritte der Oberliga Süd seiner Favoritenrolle beim Schlusslicht EV Weiden gerecht, wobei im zweiten Drittel die Weichen auf Sieg gestellt wurden.

Im auf Donnerstag um 20 Uhr vorverlegten Heimspiel gegen den Nachbarn ERSC Amberg haben die Schützlinge von Trainer Bohuslav Ebermann die Chance, die ausgezeichnete Derby-Bilanz weiter aufzustocken.
Ausgeglichen verlief das erste Drittel. Die Wagnerstädter zeigten die reifere Spielanlage und hatten optische Vorteile, doch die im Vergleich zu den letzten Spielen verbesserten Oberpfälzer hielten kämpferisch dagegen und verbuchten die zwingenderen Chancen. So verhinderte ESVB-Torwart Nachtmann zwei Minuten nach Lukscheiders Überzahltreffer (6.) eine höhere Führung der Gastgeber, als er einen Schuss von Hlinka meisterte. Danach zeichnete er sich bei Schüssen von Hlinka und Penk (11.) aus.
Vorher hatten allerdings die "Tigers" in Überzahl egalisiert, als der listige Synkov bereits nach 20 Sekunden traf und bei seiner Aktion die EVW-Defensive nicht gut aussehen ließ. Für Hektik sorgte der unsichere Schiedsrichter mit einigen Strafzeiten ab der 16. Minute. Zwei Minuten lang kamen dabei die Einheimischen in den Genuss eines 5:3-Powerplays, das vom Gast allerdings energisch abgeblockt wurde.
Nach einer Strafzeit gegen ESVB-Stürmer Kulabuchov (23.) ließ Hlinka die Chance zur erneuten Weidener Führung ungenutzt verstreichen. Nach feinem Salinger-Zuspiel schob er die Scheibe am leeren Gästetor vorbei. Danach kontrollierten die Wagnerstädter jedoch das Geschehen und brachten dies auch in Treffern zum Ausdruck. Das 2:1 durch den im Sturm eingesetzten finnischen Neuzugang Kuusisaari fiel nach einem Konter über die linke Seite, ehe Kolek bei einer Einzelaktion EVW-Keeper mit einem Schuss durch die Schoner überraschte. Beim Bayreuther 4:1 (34.) marschierte Kulabuchov im Slalom durch die einheimische Abwehr, ehe Jun in Unterzahl von einem kapitalen Salinger-Fehlpass profitierte und auch diesen Schnitzer der verunsicherten Oberpfälzer bestrafte.
Obwohl auch ESVB-Keeper Nachtmann bei Kampfs "Bauerntrick"-Tor zum 2:5 nicht die beste Figur abgab, ließ der Gast im Schlussdrittel nichts mehr anbrennen und setzte sich letztlich deutlich durch. Einen überzeugenden Eindruck hinterließ dabei der spielstarke erste Block (insgesamt vier Tore), wobei Offensivverteidiger Kolek und Synkov herausragten. Beim 6:2 der Oberfranken vollstreckte Kulabuchov aus kurzer Distanz, ehe Ponitz mit einem Schuss ins leere Tor den Schlusspunkt setzte. Vorher hatte der wacklige EVW-Keeper Wilhelm bei einem Ausflug hinter sein Gehäuse den Puck an Kuusisaari verloren.

Trainerstimme Bohuslav Ebermann (ESVB):
"Mit dem Verlauf des Spieles bin ich zufrieden, denn nach der Niederlage gegen die Ulmer hatte ich einige Bedenken. Dieses Derby war ein Schlüsselspiel für uns. Durch diesen Sieg haben wir uns auf Platz drei festgesetzt und können in Ruhe weiter arbeiten."

EV Weiden: Wilhelm - Hefner, Salinger; Penk, Plate; Stetter - Lukscheider, Hlinka, Blazyczek; Holik, Kampf, Pastika; Freundorfer, Kinateder, Volek.
ESV Bayreuth: Nachtmann - Kolek, Zimmermann; Meixner, Thumm; Bartos, Weingran - Kulabuchov, Heinisch, Synkov; Menschig, Jun, Bärnreuther; Asanger, Ponitz, Kuusisaari; Trolda.
SR: Geier (Buchloe);
Zuschauer: 1430;
Strafminuten: Weiden 22 plus 10 gegen Pastika, Bayreuth 26.
Tore: 1:0 (6.) Lukscheider (Saliger, Plate - 5 gegen 4), 1:1 (9.) Synkov (Kulabuchov, Zimmermann - 5 gegen 4), 1:2 (26.) Kuusisaari (Ponitz, Asanger), 1:3 (28.) Kolek (Zimmermann - 5 gegen 4), 1:4 (34.) Kulabuchov (Heinisch), 1:5 (39.) Jun - 4 gegen 5, 2:5 (42.) Kampf (Pastika, Holik), 2:6 (53.) Kulabuchov (Kolek, Synkov), 2:7 (54.) Ponitz (Kuusisaari).



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth