Weitere Nervenprobe bestanden

ESVB gewann in Haßfurt 5.4 nach Penaltyschiessen - 3 Gegentore in Unterzahl

Der ESV Bayreuth hat auch die zweite Nervenprobe des zehnten Doppelspieltages in der Oberliga Süd bestanden. Drei Tage ,nach dem buchstäblich in letzter Sekunde sicher gestellten 4:3-Sieg gegen den ERSC Amberg gewann er gestern Abend beim ERC Haßfurt nach Penalty-Schießen mit 5:4(1:0, 2:2, 1:2 1 0:0).

Die Bayreuther haben damit ihren dritten Tabellenplatz so weit gefestigt, dass sogar die Qualifikation für die Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga jetzt schon in greifbarer Nähe liegt. Vor den nächsten Aufgaben am Freitag um 20 Uhr beim EHC Straubing und am Sonntag um 18.30 Uhr gegen den TSV Erding fehlen nur noch vier Punkte, um alle rechnerischen Zweifel am Erreichen dieses Saisonziels auszuräumen.
Der ESVB war allen drei Punkten insofern etwas näher gewesen, als er über weite Strecken geführt hatte. Dafür verdienten sich die Haßfurter den Ausgleich letztlich mit einem wahren Sturmlauf im Schlussdrittel. Ein Grund zum Arger für die Gäste war sicher auch die Tatsache, dass sie trotz der geringen Gesamtzahl von zehn Strafminuten doch drei Treffer in Unterzahl kassierten. Zwei Mal sah dabei die Abwehr nicht gut aus, denn die Torschützen standen sträflich frei, und ausgerechnet der Treffer zum 4:4 war in der Entstehung höchst überflüssig. Kolek saß dabei nämlich wegen Reklamierens auf der Strafbank. Die Haßfurter benötigten nur zwölf Sekunden, um diese Gelegenheit zum Ausgleich zu nutzen.
Die Führung der Bayreuther nach dem ersten Drittel fiel zwar erst 36 Sekunden vor dem Ende, war aber aber durchaus verdient, weil sie das Geschehen weitgehend kontrolliert hatten. Das Chancenverhältnis war bis dahin zwar ausgeglichen, aber die Haßfurter Möglichkeiten resultierten meist aus Kontern über Trembley und Richards. Andererseits hatte der ESVB beim Führungstor etwas Glück, denn der Weitschuss von Kolek wäre sicher am Tor vorbei gegangen, wenn ihn nicht Cote unhaltbar abgefälscht hätte.
Im zweiten Abschnitt hatten die Gäste dann die besten Möglichkeiten zum "Dreier". Nachdem sie das 1:1 nur 30 Sekunden später mit einem fast wie im Powerplay herausgespielten Treffer des dritten Blocks beantwortet hatten, wobei Ponitz einen Bartos-Schuss abfälschte, schien sich eine Vorentscheidung anzubahnen. Nach weiteren Chancen für Bärnreuther (29.) und Asanger (30.) war das 3:1 folgerichtig, zumal es ebenfalls sehenswert vorbereitet wurde. Heinisch (34.), Menschig (36.) und Synkov (38.) hatten dann gute Chancen, um den ESVB endgültig auf die Siegerstraße zu bringen. Statt dessen führte eine etwas fragwürdige Strafe gegen Kolek wegen Haltens 59 Sekunden vor der Pause zum 2:3.
Nach 60 Minuten konnten die Bayreuther dann aber ihrerseits von Glück reden, dass der enorme Haßfurter Druck im letzten Drittel keine völlige Wende erzwungen hatte. Selbst vom 2:4 durch den einzigen ernsthaften ESVB-Konter ließen sich die Gastgeber nicht entmutigen. Richards war dann bei einem Schuss an den Innenpfosten (58.) sogar dem Siegtor nahe.
In der Verlängerung war nur ein einziger Schuss nennenswert, als ERC-Torwart Kuhnekath bei einer Parade gegen Synkov einige Mühe hatte. Im Penaltv-Schießen ließ sich ESVB-Torwart Nachtmann dann nur von Mix überwinden, während Kulabuchov und mit dem entscheidenden Schuss Asanger erfolgreich waren.

ESV Bayreuth: Nachtmann ,- Zimmer-mann, Kolek; Meixner, Thumm; Bartos, Doll - Kulabuchov, Heinisch, Synkov; Menschig, Jun, Bärnreuther; Asanger, Ponitz, Weingran.
SR: Langer (Zweibrücken);
Strafminuten: Haßfurt 6 plus 10 für Cote, Bayreuth 10;
Zuschauer: 1100.
Tore: 0:1 (20.) Kolek (Eigentor Cote), 1:1 (26.) Lessard (Cote, Benazic - 5 gegen 4), 1:2 (27.) Ponitz (Asanger, Bartos), 1:3 (31.) Synkov (Kolek, Kulabuchov), 2:3 (40.), Benazic (Trembley, Richards - 5 gegen 4), 2:4(51.) Menschig (Zimmermann, Jun), 3:4 (53.) Benazic (Dumpis, Popek), 4:4 (57.) Trembley (Lessard, Benazic - 5 gegen 4).



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth