Umschwung im Schlussdrittel

ESV Bayreuth musste sich nach 3:2-Führung in Straubing mit 4:6 geschlagen geben

Im Verfolgerduell der Oberliga Süd wurde der ESV Bayreuth im Schlussdrittel auf die Verliererbahn gedrängt. Beim Tabellenvierten EHC Straubing lag der Drittplatzierte nach dem zweiten Durchgang mit 3:2 in Front, doch eine hohe Fehlerquote im letzten Abschnitt besiegelte die 4:6 (0:1, 3:1, 1:4)-Niederlage bei den Niederbayern.

Die Bayreuther hatten dabei einen vielversprechen Auftakt verzeichnet. Sie erarbeiteten sich zunächst die zwingenden Chancen, als Jun (3.) und Kolek (4.) von Abstimmungsproblemen der Einheimischen profitierten, aber jeweils den starken EHC-Torhüter Lonscher nicht überwinden konnten. Der Keeper rettete auch bei einem Überzahlspiel der Wagnerstädter bei Aktionen von Jun, Bärnreuther (5.) und Zimmermann (6.), ehe die Niederbayern erstmals in der 7. Minute gefährlich vor dem Gehäuse der Oberfranken auftauchten. Schlussmann Nachtmann reagierte aber bei einem Schuss des freistehenden Kanadiers Sicinski glänzend. Glück hatte er allerdings, als Vöst (14.) nur den Pfosten traf. Nur knapp verzog Synkov (16.) nach einem Kulabuchov-Zuspiel, ehe den Niederbayern zu einem überraschenden Zeitpunkt die Führung glückte. Bei einem Überzahlspiel der Gäste "lauschte" Trews ein Zuspiel ab und legte auf für den Ex-Miesbacher Torjäger Sicinski (17.). Im Gegenzug scheiterte Kolek zwei Mal. Mit zwei Glanztaten verhinderte ESV-Torwart Nachtmann zu Beginn des abwechslungsreichen zweiten Drittels einen höheren Rückstand seines Teams, ehe der ESVB nach einer umstrittenen Strafzeit gegen Meixner mit Offensivgeist überraschte. Ein Foulspiel nach einer Jun-Aktion blieb ungeahndet, ehe der Stürmer im Anschluss zusammen mit Menschig den Ausgleich durch Kolek vorbereitete. Bei schnellen Spielzügen trafen beide Teams nur den Außenpfosten (Synkov, Penzkofer), ehe Asanger einen Doll-Weitschuss zur Bayreuther 2:1-Führung (30.) abfälschte. Eine herrliche Kombination schloss Kulabuchov im Fallen mit dem 3:1 (32.) ab, worauf TW Lonscher entnervt das Eis verließ. Sein Nachfolger Burkhardt hatte zunächst einige Mühe, doch die ESVB-Defensive sah beim 2:3-Anschlusstor der Straubinger nicht gut aus. In Unterzahl retteten die kampfstarken "Tigers" aber den knappen Vorsprung ins Schlussdrittel. Duris, Zulyniak und Vöst verpassten jeweils nur ganz knapp den Ausgleich. Hekitsche Situationen führten zum Umschwung im Schlussdrittel. Beim Straubinger Ausgleich hatte der nicht unumstrittene Regensburger Schiedsrichter eine fragwürdige Strafzeit gegen den Gast angezeigt. Eine unnötige Strafzeit gegen Zimmermann hatte in der 46. Minute das 3:4 zur Folge und beim 3:5 machte Keeper Nachtmann keine gute Figur. Das Aufbäumen der Franken wurde zwar mit dem 4:5 belohnt, doch in der vorletzten Minute machte Straubing mit dem 6:4 alles klar.
EHC Straubing: Lonscher (ab 32. Burkhardt) - Schendelev, Kößl; Zulyniak, Wittl; Duris - Trew, Sicinski, Vöst; Preuß, K. Hoogsteen, Reader; Knott, Franz, Penzkofer; Setz.
ESV Bayreuth: Nachtmann - Zimmermann, Kolek; Meixner, Thumm; Bartos, Doll - Kulabuchov, Heinisch, Synkov; Menschig, Jun, Bärnreuther; Asanger, Ponitz, Weingran; Trolda, Häußinger.
SR: Drews (Regensburg);
Zuschauer: 1500;
Strafminuten: Straubing 10, ESVB 14.
Tore: 1:0 (17.) Sicinsky (Trew - 4 gegen 5), 1:1 (26.) Kolek (Jun, Menschig - 4 gegen 5). 1:2 (30.) Asanger Doll, Meixner - 4 gegen 4), 1:3 (32.) Kulabuchov (Kolek, Synkov), 2:3 (35.) Vöst (Trew, Sicinski), 3:3 (43.) Sicinski (Franz - 6 gegen 5), 4:3 ((46.) Trew (Sicinski, Schendelev - 5 gegen 4), 5:3 (46.) Penzkofer (Preuß), 5:4 (57.) Synkov (Kulabuchov), 6:4 (59.) Hoogsteen (Preuß).



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth