"Tigers" warben für die Zwischenrunde

Eindrucksvolle Leistung beim 6:1 über Tabellenzweiten Regensburg / Coach Ebermann: In Defensive verbessert

Trainer Bohuslav Ebermann hatte mit der Ankündigung seines Weihnachtsgeschenkes für die Anhänger des ESV Bayreuth nicht zu viel versprochen. Mit einer im zweiten und letzten Drittel eindrucksvollen Gesamtleistung warben seine Schützlinge für die in anderthalb Wochen beginnende Zwischenrunde und zwangen den Tabellenzweiten EV Regensburg mit 6:1 (1:1, 3:0, 2:0) unerwartet deutlich in die Knie, wobei die Oberpfälzer in einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie mit diesem Resultat unter Wert geschlagen wurden.

Zum Oberliga-Ausklang geben die Wagnerstädter am Sonntag beim Deggendorfer EC ihre Visitenkarte ab. Ob dabei die beabsichtigte Verpflichtung eines ausländischen Verteidigers über die Bühne ist, wird sich in den nächsten Tagen herausstellen.
Erstmals nach vielen Wochen konnten die Oberfranken wieder alle fünf Ausländerstellen besetzen. Nach dem Aufwärmtraining entschied sich der lange verletzte Verteidiger Taborsky für sein Comeback. "Sein Einsatz war wichtig für uns. Taborsky hat gezeigt, was er für uns Wert ist, denn unsere Defensive war verbessert," analysierte Coach Ebermann, der dem Abwehrspieler ein dosiertes Programm in verschiedenen Reihen verordente. "Dass er nicht so oft zum Einsatz kam, war eine Vorsichtsmaßnahme nach seiner langen Pause. Aber es war wichtig, dass er dabei keinerlei Schmerzen verspürte."
Das Treffen hatte zweifellos hohen Unterhaltungswert. Typisch: Immer wenn eine Mannschaft am Drücker war und ein Treffer fällig schien, traf dann der Gegner. Das 1:1 nach dem ersten Drittel schmeichelte den Gastgebern, denn die Regensburger hatten zunächst spielerische Vorteile, doch scheiterten sie mehrmals am überragenden ESVB-Keeper Nachtmann, der an seine tollen ersten Saisonspiele erinnerte. Unmittelbar nach Meixners Weitschusstreffer zur 1:0-Führung hatte Kulabuchov bei einem Alleingang das 2:0 auf dem Stock, ehe im Gegenzug Mandous den Ausgleich markierte.
Kurz vor dem 2:1 durch einen abgefäschten Thumm-Weitschuss hatte EVR-Torjäger Fical mit einem Pfostenschuss Pech und beim 3:1 lenkte EVR-Verteidiger Steinmann einen Kulabuchov-Schuss ins eigene Tor. Als in der 30. Minute bei einem Überzahlspiel der "Tigers" bei Chancen von Synkov, Kulabuchov, Heinisch, Taborsky und Asanger das 4:1 regelrecht in der Luft zu hängen schien, trafen auf der Gegenseite die Oberpfälzer (Fical), doch hatte der Gast in dieser Situation einen Akteur zu viel aus dem Eis, so dass dieser Treffer keine Ankennung fand. In der Schlussphase des zweiten Drittels verzweifelten zunächst die Gäste (Kock, Fical) an Torwart Nachtmann, doch Asanger glückte auf der Gegenseite das 4:1. Ähnlich die Situation im letzten Abschnitt: Unmittelbar nach LeBels Großchance markierte Troda in der 45. Minute das entscheidende 5:1. Das Prädikat "sehenswert" verdiente sich Menschigs Schlusspunkt zum 6:1, als er nach einem Ponitz-Pass einen Alleingang elegant abschloss.
Bei den Einheimichen passte die Gesamtleistung. Der für Youngster Häußinger ab dem zweiten Drittel in der zweiten Sturmformation eingesetzte Junior Trolda setzte sich auffälliger in Szene und fand sich nachher auch im dritten Sturm ordentlich zurecht. Seinen "Aufstieg" in den zweiten Sturm verdiente sich der deutlich formverbesserte Bärnreuther redlich. Die Abwehr wirkte insgesamt gefestigter.

ESV Bayreuth: Nachtmann - Zimmermann, Kolek; Thumm, Doll; Bartos, Meixner; Taborsky - Kulabuchov, Heinisch, Synkov; Menschig, Jun, Häußinger; Asanger, Ponitz, Bärnreuther; Trolda, Weingran.
EV Regensburg: Haider - Beran, Körner; Herdt, Steinmann; Palenta -Crombeen, Cermak, Fical; Dylla, LeBel, Curth; Kock, Hruby, Mandous; Schweiger.
SR: Deibler (Peiting);
Zuschauer: 1711;
Strafminuten: Bayreuth 16 plus 10 gegen Asanger, Regensburg 14.
Tore:1:0 (18.) Meixner (Asanger - 4 gegen 4), 1:1 (19.) Mandous (Steinmann, Hruby), 2:1 (25.) Thumm (Meixner), 3:1 (30.) Kulabuchov (Jun, Kolek), 4:1 (40.) Asanger, 5:1 (45.) Trolda (Menschig, Jun), 6:1 (56.) Menschig (Ponitz).



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth