Punktgleich mit dem Dritten

ESVB nach 6:3-Sieg zum Oberligafinale in Deggendorf auf dem vierten Tabellenplatz

Der ESV Bayreuth stellt mit Tabellenrang vier in der Endabrechnung das Überraschungsteam der Oberliga Süd. Zum Ausklang des ersten Saisonabschnitts landete das Vorjahres-Schlusslicht einen 6:3 (2:0, 3:2,1:1)-Erfolg beim Deggendorfer EC und konnte vor den zu Saisonbeginn stärker eingeschätzten wie EV Landshut und EC Ulm/Neu-Ulm die erste Serie beenden. Bei Punktgleichheit mit dem drittplazierten EHC Straubing entschieden die direkten Duelle für die Niederbayern.

Die Schützlinge von Trainer Bohuslav Ebermann scheinen für die am Freitag beginnende Zwischenrunde gerüstet, für die der Deutsche Eishockey-Bund heute einen Terminplan zu erstellen beabsichtigt. Nach einem bisher unbestätigten Konzept sollen die "Tigers" am Freitag gegen den klassenhöheren, bisherigen Zweitbundesligisten EC Braunlage in den Genuss des Heimrechts kommen.
Die rund 300 "Schlachtenbummler" aus Bayreuth hatten im ersten Drittel Grund zur Ausgelassenheit. Die Wagnerstädter agierten konstruktiver, wirkten in den Schlüsselszenen cleverer und lagen daher zur ersten Drittelpause nicht ganz unverdient mit 2:0 in Front.
In einer zunächst ausgeglichenen Partie markierte der Gast Tore zum richtigen Zeitpunkt. Unmittelbar vor der Führung verzeichneten die Niederbayern bei einer Strafzeit gegen ESVB-Stürmer Menschig (10.) zwingende Chancen, ehe die Franken die Einheimischen mit dem 1:0 schockten. Torschütze Vadim Kulabuchov, der kurz vor Jahreswechsel Vater eines Sohnes geworden war, versetzte dabei einen Verteidiger und überlistete Deggendorfs Ersatzkeeper elegant. Barz vertrat den Tschechen Cinibulk, der mit Fieber das Bett hüten musste.
Unmittelbar vor dem 2:0 der Nordbayern lag eigentlich bei einer erneuten Strafzeit gegen Menschig der Ausgleich der Gastgeber in der Luft. Bei der Abwehr eines Greilinger-Schusses aus kurzer Distanz verlor TW Nachtmann zwar seinen Stock, doch der von Ledlin bediente Greilinger konnte die Gelegenheit nicht nutzen. Besser machte es auf der Gegenseite Synkov, der mit einem feinen Alleingang mehrere Deggendorfer wie Slalomstangen umkurvte und im Abschluss den DEG-Torsteher nicht gut aussehen ließ.
Nur knapp verpasste Bärnreuther in der 17. Minute das mögliche 3:0, ehe im Gegenzug bei einem Konter der Niederbayern zunächst Taborsky gegen Langlois eine Chance vereitelte und bei Tysplakovs Nachschuss TW Nachtmann rettete. Bei einem Powerplay (19.) verfehlten zwei Taborsky-Hammer nur knapp das Ziel.
Souverän agierten die Oberfranken im zweiten Abschnitt, wobei sie in Überzahl das 3:0 markierten, als Synkov in die linke obere Ecke zielte. Das Prädikat "sehenswert" verdiente sich das 4:0 durch Heinisch (28.) das von Kolek und vor allem Kulabuchov prächtig vorbereitet worden war. Der klare Vorsprung veranlasste offenbar ESVB-Trainer Bohuslav Ebermann, die Formationen zu variieren, wobei sich Weingran (31.) beinahe in die Torschützenliste eingetragen hätte. Das schaffte Junior Trolda in der 37. Minute nach einem Jun-Pass. Die Deggendorfer steckten jedoch nicht auf und kamen durch den vom DEL-Klub Augsburg umworbenen Greilinger zu zwei Treffern.
Auch im letzten Durchgang waren die Donaustädter um Ergebnissverbesserung bemüht. Unmittelbar nach Retzers Treffer zum 3:5 (44.) verzog DEG-Verteidiger Schuster nur knapp, doch mit Juns Einschuss zum 6:3 (52.) waren alle Zweifel beseitigt. Den stärksten Eindruck beim Gast hinterließ der erste Block (vier Treffer) aus dem der spielfreudige Synkov noch herausragte.
Deggendorfer EC: Barz - Mainer, Weber; Borberg, Schuster; Tysplakov, Weinzierl - Greilinger, Ledlin, Langlois; Hess, Wiele, Pongratz; Retzer, Kulzer, Bayer; Felsch
ESV Bayreuth: Nachtmann (ab 52. Schmidt) - Zimmermann, Kolek; Taborsky, Doll; Meixner, Thumm - Kulabuchov, Heinisch, Synkov; Menschig, Jun, Trolda; Asanger, Ponitz, Bärnreuther; Weingran
SR: Bendl (Planegg)
Zuschauer: 1109
Strafminuten: Deggendorf 10, ESVB 10
Tore: 0:1 (13.) Kulabuchov (Heinisch, Doll), 0:2 (16.) Synkov (Alleingang), 0:3 (24.) Synkov (Kolek 5 gegen 4), 0:4 (28.) Heinisch (Kulabuchov, Kolek), 1:4 (34.) Greilinger (Ledlin, Mainer), 1:5 (37.) Trolda (Jun), 2:5 (39.) Greilinger (Ledlin), 3:5 (44.) Retzer (Felsch, Langlois), 3:6 (52.) Jun (Zimmermann)



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth