Nachtmann meistert 5 Penaltys

Starker Torwart "Held" beim 6:5-Sieg des ESVB gegen bisherigen Angstgegner Erding

Markus Nachtmann war gestern gefeierter Held im Penaltykrimi. Der reaktionsschnelle Torwart wehrte fünf Penlatys ab und war damit Matchwinner beim 6:5 (1:0, 1:2, 3:3) über den bisherigen Angstgegner TSV Erding. Beim ESVB, der damit einen geglückten Start in die Zwischenrunde verzeichnete zeichnete sich nur Oleg Synkov als nervenstarker Schütze aus.

Im ersten Auswärtsspiel dieser Runde gastieren die "Tigers" morgen in Ulm.

In puncto Spritzigkeit verzeichneten die Erdinger in den beiden ersten Abschnitten Vorteile, doch die klug gestalffelte ESVB-Abwehr ließ zunächst kaum zwingenede Chancen der Oberbayern zu. Die Gäste ihrerseits profitierten von der mangelnden Chancenverwertung der Bayreuther, bei denen Asanger (4.) und Trolda (7. und 13.) knapp verfehlten. Nach dem Ausfall von Menschig und Bärnreuther setzte sich das Einheimische Youngsterduo Trolda und Häußinger im dritten Sturm ordentlich in Szene. Als der DEL-erfahrene Oswald in der 14. Minute nach einem Stockstich gegen Kolek eine Spieldauerdisziplinarstrafe kassierte, hatte das Powerplay der Franken im dritten Versuch Erfolg. Einen von Asanger klug eingeleiteten Spielzug vollstreckte Heinisch zur Führung.
Auch im zweiten Abschnitt wurde das ständige Halten der Oberbayern nur ungenügend geahndet, die ihrerseits zwei Abwehrschnitzer zum 2:1 nutzten. Pech für die "Tigers", das 1:1 fiel unmittelbar nach Ablauf einer Kulabuchov-Strafzeit durch den völlig freistehenden TSV-Torjäger Ziesche, der bei seinem zweiten Treffer Taborsky nicht gut aussehen ließ. Als die Schützlinge von Trainer Ebermann in Folge sieben Minuten in Überzahl, davon 58 Sekunden bei 5 gegen 3, trotz starker Aktionen von Taborsky, Kolek und Synkov nicht nutzen konnten, wurden Erinnerungen an die letzte Heimniederlage gegen Erding wach. Doch ausgerechnet Junior Trolda brachte mit seiner sehenswerten Einzelleistung zum 2:2 in der 36. Minute den ESVB wieder ins Spiel zurück.
Nach dem 2:3-Rückstand (43.) antwortete der ESVB mit einem Doppleschlag in der 46. Minute. Unmittelbar vor und nach Juns Unterzahltor zum 5:3 Zwischenstand konnten Trolda und Asanger zwei Alleingänge nicht verwerten. Dies hatte Folgen: Erding holte auf, wobei das 5:5 genau 44 Sekunden vor Schluss der regulären Spielzeit fiel. In der Nachspielzeit hatte Jun in einer Erdinger Drangphase mit einem Pfostenschuss Pech (65.)
ESV Bayreuth: Nachtmann - Zimmermann, Kolek; Taborsky, Doll; Meixner, Thumm - Kulabuchov, Heinisch, Synkov; Asanger, Jun, Weingran; Trolda, Ponitz, Häußinger.
TSV Erding: Jung - Köppchen, Retzer; Schneider, Lutter; Geipel, Krüger - Popiesch, Ziesche, Schütz; Steiger, Feller, Oswald; Dlugos, Busch, Schneider, Jann
SR: Deibler (Peiting)
Zuschauer: 1713
Strafminuten: Bayreuth 14, Erding 20 plus 10 plus 5 plus Spieldauerd. Gegen Oswald (Stockstich)
Tore: 1:0 (17.) Heinisch (Asanger, Synkov - 5 gegen 4), 1:1 (23.) Ziesche (Popiesch, Schütz - 5 gegen 4), 1:2 (25.) Ziesche (Popiesch, Köppchen), 2:2 (36.) Trolda (Kolek 4 gegen 4), 2:3 (43.) Schütz (Ziesche), 3:3 (46.) Trolda (Thumm), 4:3 (46.) Heinisch (Meixner, Kolek), 5:3 (50.) Jun (Kolek - 4 gegen 5), 5:4 (53.) Schneider (Dlugos, Busch), 5:5 (60.) Ziesche 6 gegen 5



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth