Entscheidung durch ersten Block

3:1 in der letzten Minute sicherte den ersten ESVB-Saisonsieg gegen EHC Straubing

Im dritten Anlauf hat der ESVB den ersten "Dreier" in der Zwischenrunde zum Aufstieg in die 2. Bundesliga errungen. Der 3:1 (1:1,1:0,1:0)-Sieg gestern abend beim EHC Straubing markierte sogar gleich noch eine zweite Premiere, denn in den bisherigen beiden Saisonduellenwaren die Bayreuther gegen diesen Rivalen leer ausgegangen.

Die Entscheidung erzwang dabei der erste Block, der nach Ausfall von menschig und Bärnreuther sowie dem Aussetzen von Jun zugunsten von Mazanec besonders viel Verantwortung zu tragen hatte und alle drei Treffer erzielte. Nach dem spielfreien Freitag empfängt der ESVB nun am Sonntag um 18.30 Uhr den Vorrunden-Meister ETC Crimmitschau.

Das Remis nach dem ersten Drittel war für die Bayreuther allerdings noch schmeichelhaft gewesen. Schließlich markierte das obendrein abseitsverdächtige Führungstor die erste zwingende Möglichkeit. Der Gäste. Dagegen hatte ESVB-Torwart Nachtmann seine erste Prüfung schon nach zehn Sekunden bestehen müssen (gegen Trew), und in der 3. Minute sahen sich die Bayreuther schon erstmals in Unterzahl (Thumm) unter Druck gesetzt. Auch danach sprach das Chancenverhältnis so deutlich für die Niederbayern, dass ihr 1:1 durch ein stark herausgespieltes Überzahltor hoch verdient war. Bei einem Pfostentreffer von Kößl und dem Nachschuss von Trew ans Außennetz (17.) sowie einer Riesenchance für Sicinski (20.) der allein vor dem fast schon geschlagenen Nachtmann ganz knapp vorbeischoss, waren die Gastgeber sogar der Führung nahe.

Im zweiten Abschnitt wurde das Chancenverhältnis ausgeglichener, weil die Bayreuther mehr Zweikampfstärke und Durchschlagskraft entwickelten, aber auch der EHC Straubing das hohe Niveau des ersten Abschnitts nicht ganz halten konnte. Die Gastgeber verzeichnteten zwar immer noch die größere Zahl an Möglichkeiten und darunter auch einen weiteren Pfostentreffer durch Trew (27. bei 4 gegen 4) aber dafür hatte der ESVB neben einer knapp vergebenen Riesenchance bei einem 3:1-Angriff (Kulabuchov) vor allem gleich zwei nicht anerkannte Treffer zu beklagen. Nach dem Führungstor in Überzahl, bei dem ein prächtiger Pass von Kolek den Alleingang von Synkov ermöglicht hatte, traf noch in der selben Minute Asanger ins Schwarze, doch der schwache Schiedsrichter strobl entschied auf Schlittschuhtor. Allgemein rätselhaft blieb dagegen, weshalb in der letzten Minute des zweiten Drittels ein Eigentor von EHC Torwart Lonscher nicht gewertet wurde.

Im letzten Drittel verdiente sich der ESVB den Sieg aber endgültig mit einer starken Gesamtleistung. Nach einem Plus an zwingeneden Chancen fiel der entscheidende Treffer 25 Sekunden vor dem Ende, noch ehe die Straubinger einen sechsten feldspieler einwechseln konnten. Der zweifache Torschütze Synkov, der aus der ersten Formation noch herausragte, betätigte sich dabei diesmals als Vorbereiter für Kulabuchov, der auch noch den starken EHC-Torwart Lonscher ausspielte.

EHC Straubing: Lonscher - Schendelev,Wittl, Duris, Zulyniak; Kößl, Pacula - Trew, Sicinski, Vöst; K. Hoogsteen, Preuß, Franz; Brook, Setzer, Reader
ESV Bayreuth: Nachtmann - Kolek, Zimmermann; Taborsky, Doll; Meixner, Thumm - Kulabuchov, Heinisch, Synkov; Mazanec, Häussinger, Asanger; Ponitz, Weingran; Trolda.
SR: Strobl (Königsdorf)
Strafminuten: Straubing 8, Bayreuth 10
Zuschauer: 1200
Tore: 0:1 (9.) Synkov (Zimmermann, Kulabuchov), 1:1 (16.) Schendelev (Trew - 5 gegen 4), 1:2 (25.) Synkov (Kolek 5 gegen 4), 1:3 (60.) Kulabuchov (Synkov)



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth