Zwei Chancen in der 58. Minute

2:4 des ESVB beim Spitzenreiter Landshut 36 Sekunden vor Schluss besiegelt

Im ansprechenden Gipfeltreffen der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga musste sich der von Personalsorgen geplagte ESV Bayreuth erst 36 Sekunden endgültig geschlagen geben. Nach vergebenen Ausgleichsmöglichkeiten in der 58. Minute (Jun, Heinisch) fiel die Entscheidung zum 4:2 (0:1, 1:0, 3:1)-Sieg des Spitzenreiters EV Landshut genau 36 Sekunden vor Schluss durch einen Schuss in das von Torhüter Nachtmann verlassene Gehäuse. Damit blieb er Kampftgeist des Gästeteams unbelohnt, das den Alt-Meister jeweils zu Beginn des ersten und letzten Drittels mit Führungstreffern geschockt hatte.

Mit einem Heimsieg am Freitag um 19.30 Uhr gegen Schlusslicht Deggendorf haben die "Tigers" dennoch die Chance, weiter im Spitzenfeld zu verweilen.
Überraschend konnten die Bayreuther zumindest wieder auf ihren tschechischen Verteidiger Taborsky zurückgreifen, der noch am Sonntag verletzungsbedingt pausiert hatte. Sie fanden obendrein früher ihren Rhythmus, während die Niederbayern zunächst verhalten begannen. So kamen die Oberfranken auch zu den ersten Chancen, als Heinisch (4.) und Jun (5.) knapp verfehlten. Im Anschluss an Juns Warnschuss inszenierten die Gastgeber einen Konter, den jedoch der aufmerksame ESVB-Verteidiger Doll stoppte. Der "Kapitän" bediente sofort Bärnreuther, der mit einem harten Schuss fast von der blauen Linie EVL-Keeper Meister sichtlich überraschte und das 1:0 markierte.
Im Anschluss stand allerdings Bayreuths starker Torhüter Nachtmann im Mittelpunkt des Geschehens. Der Ex-Landshuter rettete zunächst bei Aktionen von Meier (6.) und Mühlbauer (7.), ehe er in einer kritischen Phase während einer Asanger-Strafzeit Glück hatte, dass Uvira nur den Pfosten (12.) traf. Obendrein klärte der Schlussmann vor den jeweils frei stehenden Meier (13.) und Hundhammer (15.) sowie mit entschlossenem Einsatz vor dem durchgebrochenen Bruk (19.). Auf der anderen Seite verhinderte Routinier Meister eine höhere Gästeführung im Nachfassen gegen Jun (15.) und bei einem Powerplay-Schlagschuss von Taborsky (16.).
In zwei Überzahlsituationen zu Beginn des zweiten Drittels verfehlten die Distanzschützen Taborsky und Kolek jeweils nur um Zentimeter das Ziel, ehe der Gast nach einem Wechselfehler (Strafzeit) unter Druck geriet. Nachtmann vereitelte dabei eine Adamus-Chance (24.) aus nächster Nähe. Nach einer turbulenten Szene vor seinem Gehäuse, als Bruk einen Abpraller in den Torwinkel (27.) wuchtete, musste sich der Keeper erstmals geschlagen geben. Für Nachtmann gab es kaum Verschnaufpausen. Bei Schlagschüssen von Adamus (29.) und Uvira (30.) war er ebenso gefordert wie bei einer Strafzeit gegen Kulabuchov, als EVL-Verteidiger Poudrier Maß (32.) nehmen konnte. Erst allmählich fand der ESVB wieder zu seinem Spiel zurück. Während der durchgebrochene Kulabuchov (33.) unfair gebremst wurde, traf Jun (34.) nur das Außennetz.
Als Heinisch (42.) nach einem Konter in Unterzahl das 2:1 markierte, schien sich eine Überraschung anzubahnen. Doch Landshut behielt im Schlussdrittel klaren Kopf. Der nach einem zunächst abgewehrten Zawatsky-Schuss nachstochernde Mühlbauer erzielte den Ausgleich (45.). Ebenfalls aus kurzer Distanz gelang dem nachsetzenden Bruk (52.) in Überzahl das 3:2 für die Niederbayern, die in der 56. und 58. Minute noch kritische Situationen zu überstehen hatten.

EV Landshut: Meister - Uvira, Toupal; Eltner, Poudrier; Vogl, Niedermeier; Schubert - Mühlbauer, Clark, Adamus; Meier, Zawatsky, Bruk; Breiteneicher, Yazdi, Hundhammer.
ESV Bayreuth: Nachtmann - Taborsky, Kolek; Bartos, Doll; Meixner, Weingran - Kulabuchov, Heinisch, Asanger; Jun, Mazanec, Bärnreuther; Trolda, Ponitz, Häußinger.
SR: Aumüller (Ottobrunn);
Zuschauer: 1494;
Strafminuten: EVL 6, ESVB 16.
Tore: 0:1 (5.) Bärnreuther (Doll), 1:1 (27.) Bruk (Adamus, Meier), 1:2 (43.) Heinisch (Kulabuchov - 4 gegen 5), 2:2 (45.) Mühlbauer (Meier, Zawatsky), 3:2 (52.) Bruk (Uvira - 5 gegen 4), 4:2 (60.) Zawatsky (Clark - 5 gegen 6).



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth