Frühe Entscheidung im 2. Drittel

ESVB kassierte gegen EHC Straubing mit 1:8 die höchste Saison-Niederlage

Früh auf verlorenem Posten stand gestern der ESV Bayreuth, der im Heimspiel der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga gegen den personell besser besetzten EHC Straubing mit 1:8 (0:1, 1:4, 0:3) seine höchste Niederlage kassierte.

"Ich kann verstehen, dass unsere Anhänger enttäuscht sind, denn wir konnten nicht an die Leistung vom Ulmer-Heimspiel anknüpfen. Man sollte aber berücksichtigen, dass Meixner, Zimmermann und Ponitz gesundheitlich angeschlagen waren und Jun erstmals nach seiner Grippe wieder gespielt hat. Wir hatten Abschluss-Probleme und waren gegen die taktisch disziplinierten Gäste somit ohne Chance", resümierte ESVB-Trainer Ebermann.
Die Wagnerstädter wurden letztlich vom Tempospiel der mit vier Angriffsreihen operierenden Niederbayern regelrecht zermürbt, bei denen die ersten drei Formationen stets für Wirbel auf dem Eis sorgten. Vor allem beim blitzschnellen Umschalten von Defensive auf Offensive hatten die Gäste unübersehbare Vorteile. Das Paradebeispiel war deren 1:0 in der 15. Minute nach einem Konter, nachdem sieben Sekunden vorher EHC-Schlussmann Loschner einen Heinisch-Schuss mit dem Fingerspitzen Zentimeter am Pfosten vorbei gelenkt hatte. Nur bei einem optimalen Verlauf hätten die Einheimischen vielleicht eine reelle Chance gehabt. Doch Kulabuchov (5.) konnte in Tornähe einen Heinisch-Pass nicht annehmen und bei einem 5:3-Überzahlspiel knallte ein Kolek-Geschoss (11.) knapp über die Latte. Nachdem eine überraschende Führung ausblieb, zeichnete sich die Niederlage früh ab. Und keine Frage: Den knappen Rückstand rettete der ESVB-Torwart Nachtmann in die Drittelpause, als er vorher mit guten Reaktionen gegen Schendelev (16.), Kößl und Franz (jeweils 19.) klärte.
Einen schweren Stand im zweiten Abschnitt hatte die dritte Formation des ESVB, wenn sie auf eine der ersten Reihen der Straubinger traf. Dieser Block hatte beim 0:2 glatt die Übersicht verloren, als Penzkofer und der Ex-Bayreuther Trattner Ex-Nationalstürmer Franz freigegespielt hatten. Zur Ehrenrettung dieses Trios: Auch die anderen zwei Blöcke hatten in ähnlichen Situation Probleme. Nur 83 Sekunden später sah die zweite Formation beim 0:3 ebenfalls nicht gut aus.
Nur kurz konnte der ESVB-Anhang hoffen: Mit einem nicht unhaltbaren Distanzschuss von Verteidiger Taborsky verkürzten die "Tigers" nach einem nur neun Sekunden dauernden 5:3-Powerplay auf 1:3. Wiederum nur Sekunden später hatte Gästekeeper Lonscher in ähnlicher Situation nach einem Taborsky-Hammer Glück. Vielleicht hätte ein Anschlusstor zu diesem Zeitpunkt neue Kräfte bei den Oberfranken frei gesetzt, für die der Zug nach dem Straubinger 4:1 in der 32. Minute eigentlich schon abgelaufen war. Auch mit einem Torhüter-Wechsel konnte Trainer Ebermann zu Beginn des Schlussdrittels kein Zeichen setzen. Nach zwei guten Aktiionen musste Junioren-Keeper gegen den alleine durchgetankten Vöst (44.) passen. Beim 1:7 "tanzte" der Puck auf der Torlinie und der Schiedsrichter gab nach Befragen seiner Assistenten diesen Treffer.

ESV Bayreuth: Nachtmann (ab 40. Schmidt, ab 50. Nachtmann) - Bartos, Kolek; Taborsky, Doll; Meixner, Zimmermann - Kulabuchov, Heinisch, Bärnreuther; Jun, Mazanec, Asanger; Trolda, Ponitz, Häußinger.
EHC Straubing:Lonscher - Schendelev, Wittl; Duris, Zulyniakl; Kößl, Pacula - Sicinski, Trew, Vöst; K. Hoogsteen, Preuß, Reader; Franz, Penzkofer, Trattner; Setz, Knott, Brook.
SR: Langer (Zweibrücken);
Zuschauer: 1502;
Strafminuten: ESVB 10, EHC 20.
Tore: 0:1 (15.) K. Hoogsteen (Reader, Preuß), 0:2 (23.) Franz (Penzkofer, Trattner), 0:3 (24.) Reader (Zulyniak), 1:3 (27.) Taborsky (Heinisch, Kolek - 5 gegen 3), 1:4 (32.) Penzkofer (Zulyniak - 4 gegen 4), 1:5 (37.) Sicinski (Kößl, Schendelev - 5 gegen 4), 1:6 (44.) Vöst (Trew, Sicinski), 1:7 (49.) Penzkofer (Pacula), 1:8 (49.) Trew (Wittl, Sicinski).



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth