"Sieg war verdient"

ESVB nach Verlängerung in Braunlage mit 3:2 vorne

Ein überraschendes 5-Punkte-Wochenende verzeichnete der ESV Bayreuth in der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga und ist damit im Wettsteit um den vierten Play-off-Platz wieder im Rennen. Nach dem 3:0 gegen den Tabellenzweiten EV Regensburg folgte gestern ein unerwartetes 3:2 (0:0, 1:1, 1:1) nach Verlängerung beim bisherigen Zweitbundesligisten EHC Braunlage.

"Unser Sieg war verdient, denn wir stellten die spielerisch stärkere Mannschaft. Ich bin jedenfalls sehr zufrieden mit meinem kampfstarken Team, in dem Torhüter Markus Nachtmann erneut eine hervorragende Leistung gezeigt hat", resümierte ESVB-Trainer Bohuslav Ebermann, dessen Schützlinge damit auf Rang fünf vorgestoßen sind.
Bereits im ersten Drittel ging die vom ESVB-Coach ausgegebene Defensivtaktik auf, denn der Spielfluss der Einheimischen wurde unterbunden. Abgesehen von zwei Überzahlsituationen konnte sich Braunlage nicht länger im Drittel der Gäste festsetzen, bei denen Torhüter Nachtmann in kritischer Lage entschlossen rettete. Seine beste Reaktion zeigte er in der 12. Minute, als er einen Schuss des Schweden Lundmark abwehrte. Eine Minute später machte der Keeper eine Breakchance des durchgebrochenen EHC-Torjägers Hölscher zunichte. Unmittelbar vorher hatte sich Gästestürmer Ponitz bei einem Check an die Bande an der Schulter verletzt und musste durch Weingran ersetzt werden. Dadurch ließ sich der Gast aber nicht aus dem Konzept bringen. Bei einer feinen Aktionen war Heinisch, der zwei Verteidiger elegant ausgespielt hatte, in der 17. Minute der Führung nahe. Auch Asanger (19.) scheiterte an EHC-Schlussmann Kuris, ehe Mazanec den Abpraller ans Außennetz spitzelte.
Auch das zweite Drittel verlief ausgeglichen. Krinner (21.) und Gerike (23.) scheiterten jeweils an TW Nachtmann, während Asanger (24.) nach einem Jun-Zuspiel den Puck über die Latte knallte. Besser nutzte Braunlage seine Überzahlsituation nach einer Weingran-Strafzeit (27.), als Hölscher und Murray für Silfwerplatz auflegten. Bei einer Rangelei vor seinem Gehäuse war Nachtmann beim Schuss des Schweden offensichtlich die Sicht versperrt. Als Mazanec in der 30. Minute auf die Strafbank musste, ahnten die etwa 50 mitgereisten ESVB-"Schlachtenbummler" nichts Gutes. Doch bei drei Breakchancen (Heinisch, Asanger, Jun) war der Gast dem Ausgleich näher als Braunlage dem 2:0. Bärnreuther (35.) und Häußinger (36.) prüften ebenfalls den einheimischen Keeper, der sich in der 37. Minute bei einem Kulabuchov-Schuss geschlagen geben musste. Als Einfädler glänzten Kolek und Heinisch.
Unmittelbar vor dem 2:1 hatten Doll und Co. eine Schrecksekunde zu überstehen, als Hölscher (45.) knapp am ESVB-Gehäuse vorbei zielte. Auf der Gegenseite reagierte Heinisch nach einem nach vorne abgewehrten Bärnreuther-Schuss blitzschnell und markierte das 2:1 für den Gast, der durch Asanger (52.) die Entscheidung zu seinen Gunsten hätte herbei führen können. Glück hatte zweifellos Braunlage beim Ausgleich durch Krinner aus spitzem Winkel. In der Schlussphase der regulären Spielzeit bei 3:4 Unterzahl sowie zu Beginn der Verlängerung entschärfte TW Nachtmann Schüsse von Krinner (59.) und Murray, ehe der Gast einen Konter (62.) abschloss. Dabei zeichneten sich Heinisch und Kulabuchov als umsichtige Passgeber für Kolek aus.

EHC Braunlage: Kuris - Miikkulainen, Gschwill; Schubert, Raubal; Gajewski, Richardt - Gailer, Ozellis, Krinner; Lundmark, Murray, Hölscher; Silfwerplatz, Gerike, Draxler; Buchwieser.
ESV Bayreuth: Nachtmann - Taborsky, Kolek; Zimmermann, Doll; Bartos, Thumm - Kulabuchov, Heinisch, Bärnreuther; Jun, Mazanec, Asanger; Trolda, Ponitz, Häußinger; Weingran.
SR: Janus (Stade);
Zuschauer: 1200;
Strafzeiten: Braunlage 8, Bayreuth 14.
Tore: 1:0 (28.) Silfwerplatz (Hölscher - 5 gegen 4), 1:1 (37.) Kulabuchov (Heinisch), 1:2 (46.) Heinisch (Jun, Bärnreuther), 2:2 (52.) Krinner (Schubert), 2:3 (62.) Kolek (Kulabuchov, Heinisch).



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth