Bundestrainer gratulierte ESVB

7:5-Sieg nach 1:4-Rückstand in Deggendorf / Starke Leistung im Schlussdrittel

Bundestrainer Hans Zach als aufmerksamer Beobachter stürmte nach der Schlusssirene in die Kabine des ESV Bayreuth, der vorher mit lobenswertem Kampfgeist ein verloren geglaubtes Spiel noch aus dem Feuer gerissen hatte: Nach einem 1:4-Rückstand (22.) schafften Doll und Co. mit einer starken Vorstellung im Schlussdrittel den Umschwung zum 7:5 (1:3, 2:1, 4:1)-Sieg beim Deggendorfer EC.

Damit beiben die "Tigers" in der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga im Rennen um die vier Play-off-Plätze und rührten obendrein die Reklametrommel für die anstehenden Heimduelle mit ETC Crimmitschau (Freitag) und EHC Braunlage (Sonntag).
Die Gäste hatten kaum Scheibenkontakt lagen sie bereits mit 0:2 im Rückstand, wobei die Defensive jeweils nicht sonderlich gut ausgesehen hatte. Nach nur 22 Sekunden markierte Greilinger die Führung für die Niederbayern, ehe 27 Sekunden später Hess das zweite Tor folgen ließ. Ein weiterer Abwehr-Fehlpass hätte in der 4. Minute beinahe das 0:3 verursacht.
Erst allmählich fanden die "Tigers" zum Spiel. Während einer Überzahlsituation (Bärnreuther) schien der Anschlusstreffer (9.) möglich, doch anschließend hatte ESVB-Keeper Nachtmann bei Schüssen von Hess, Mainer (10.) und Greilinger (13.) alle Hände voll zu tun. Hoffnung kam auf, als Ponitz im zweiten Nachschuss nach einem Trolda-Vorstoss auf 1:2 verkürzte (14.) und Bärnreuther an DEC-Keeper Cinibulk (16. und 17.) knapp scheiterte. In Überzahl hebelte der Kanadier Smillie die ESVB-Defensive mit einer Einzelaktion aus und erzielte das 3:1.
Auch beim 1:4 durch den völlig freistehenden Greilinger hatte der Gast die Übersicht verloren. Mit entschlossenem Eingreifen verhinderte TW Nachtmann in der 26. und 29. Minute einen noch deutlicheren Rückstand seines Teams, das ab der 30. Minute aber die Initiative ergriff und dabei auch zu zwingenden Gelegenheiten kam. Bei Schüssen von Bärnreuther, Jun (31.) und einem Überzahl-"Hammer" Taborskys (33.) fehlte den Franken zunächst das Glück. Sehenswert war der Powerplay-Treffer zum 2:4, als Taborsky zunächst einen Schuss andeutete, dann aber mit einem präzisen Pass den freistehenden Jun bediente, der den Puck unter die Latte setzte. Deggendorfer Nachlässigkeiten bestrafte Bärnreuther mit dem 3:4 fünf Sekunden vor der zweiten Drittelpause.
Mit einem Überzahltreffer zum 4:4 in der 42. Minute leitete Verteidiger-Distanzschütze Taborsky die Wende ein, die durch einen Doppelschlag in der 50. Minute (innerhalb von 34 Sekunden) perfekt gemacht wurde. Der Gast zeigte eine ausgeglichene Mannschaftsleistung, wobei sich Ponitz besonders hervor tat.

Deggendorfer EC: Cinibulk - Borberg, Greilinger; Weber, Tsyplakov; Mainer, Schuster - Smillie, Ledlin, Fornier; Retzer, Hess, Heinz; Pongratz, Kulzer, Wiele.
ESV Bayreuth: Nachtmann - Taborsky, Meixner; Zimmermann, Doll; Bartos, Thumm - Jun, Heinisch, Bärnreuther; Crawford, Mazanec, Asanger; Trolda, Ponitz, Häußinger.
SR: Strobl (Wolfratshausen);
Zuschauer: 300;
Strafm: DEC 8, ESVB 6.
Tore: 1:0 (1.) Greilinger (Ledlin, Smillie), 2:0 (1.) Hess (Heinz,) 2:1 (14.) Ponitz (Bärnreuther), 3:1 (19.) Smillie (Borberg, Ledlin - 5 gegen 4), 4:1 (22.) Greilinger (Borberg), 4:2 (35.) Jun (Taborsky, Heinisch - 5 gegen 4), 4:3 (40.) Bärnreuther (Taborsky), 4:4 (42.) Taborsky (Bärnreuther, Heinisch - 5 gegen 4), 4:5 (50.), Heinisch (Jun, Meixner - 5 gegen 4), 4:6 (50.) Crawford (Zimmermann, Mazanec), 4:7 (55.) Jun, 5:7 (59.) Greilinger.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth