Überraschung lag in Luft

Kampfstarker ESVB musste sich beim Spitzenreiter Regensburg mit 3:4 geschlagen geben

Eine Überraschung lag in der Luft: Der ESV Bayreuth behauptete beim Spitzenreiter EV Regensburg bis zur 50. Minute eine 3:2-Führung, ehe der Tabellenführer in einem gutklassigen Duell der Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga im Endspurt den Umschwung zu seinen Gunsten herbei führte und letztlich mit 4:3 (1:2, 1:1, 2:0) knapp vorne lag.

Dennoch Hut ab vor der kämpferischen Leistung des geschwächten ESVB-Teams, das morgen im Heimspiel (18.30 Uhr) gegen den gestrigen Landshut-Bezwinger Deggendorf drei Zähler ins Visier nimmt.
Einen Start nach Maß verzeichneten die Oberfranken, die nach einem sehenswerten Volleyschuss des freistehenden Bärnreuther bereits nach 55 Sekunden mit 1:0 in Front lagen. Die Vorarbeit dazu hatte Heinisch geleistet, der sich im Zweikampf gut durchgesetzt und beim Zuspiel Übersicht bewiesen hatte. Dieser Treffer zeigte zunächst Wirkung bei den Domstädtern, die ESVB-Trainer Bohuslav Ebermann obendrein mit Umstellungen in seinem Team überrascht hatte. Während der Angriffsmotor der Einheimischen nicht recht auf Touren kam, schien Crawford (6.) mit einem tückischen Drehschuss dem 2:0 nahe, das dann Jun (7.) nach feiner Aktion besorgte. Erneut glänzte Heinisch als Passgeber, nachdem er sich den Puck erkämpft hatte. In der 10. Minute schien gar das 3:0 fällig, doch EVR-Keeper Brunner rettete nach einem Mazanec-Schuss im Fallen.
Nichts zu halten gab es für den am Eis liegenden ESVB-TW Nachtmann beim Anschlusstreffer (12.), nach dem der Angriff der Oberpfälzer schon abgewehrt schien, während der Keeper in der 15. Minute bei einem Petrash-Schuss glänzend reagierte und in der 19. Minute gegen den freistehenden Hruby abwehrte. Hektisch wurde es in der Schlussphase des ersten Drittels: EVR-Verteidiger Herdt kassierte nach einem Stockstich gegen Mazanek eine Spieldauerdisziplinarstrafe und auch Steinmann ließ sich zu einem Foul hinreißen.
Die 5:3-Überzahlsituation nutzten die Gäste nach 50 Sekunden des zweiten Abschnitts. Nach einem Pfostenschuss von Bärnreuther wurde das Nachsetzen von Verteidiger Meixner mit dem 3:1 belohnt. Nur knapp verfehlte Bärnreuther Sekunden später einen weiteren Treffer der Nordbayern, die ab der 26. Minute allerdings schwer unter Druck gerieten. Die ESVB-Abwehr, in der sich erneut Zimmermann hervor tat, wirkte aber mit Ausnahme vom Anschlusstor der Oberpfälzer (30.) solide. Großen Anteil daran hatte freilich der ausgezeichnete ESVB-Torwart Nachtmann, der gleich mit mehreren Glanzparaden aufwartete. Bei einem Beinahe-Eigentor nach einem Bully warf er sich auf der Torlinie auf die Scheibe (32.), die er nach sensationeller Reaktion nach einem LeBel-Schuss (36.) über die Latte lenkte. Vorher hatten Müller (24.) und Crombeen (35.) freistehend versiebt.
In die Defensive gedrängt wurden die Ebermann-Schützlinge im Schlussdrittel. Der Spitzenreiter forcierte das Tempo und ließ dem Gast kaum Verschnaufpausen. Die Folge: Die beiden EVR-Treffer in der 50. und 52. Minute waren letztlich nicht zu verhindern. Die Bemühungen der Bayreuther, die mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung aufwarteten, blieben in der Schlussphase unbelohnt.

EV Regensburg: Brunner - Steinmann, Schinköthe; Herdt, LeBel; Körner, Beran; Palenta - Fical, Kock, Cermak; Dylla, Curth, Crombeen; Naumann, Hruby, Mandous; Petrash, Müller.
ESV Bayreuth: Nachtmann - Zimmermann, doll; Taborsky, Meixner; Thumm, Weingran - Jun, Heinisch, Bärnreuther; Trolda, Mazanec, Asanger; Crawford, Ponitz, Häußinger.
SR: Stratz (Freiburg);
Zuschauer: 1600;
Strafminuten: Regensburg 4 plus 5 plus Spieldauerd. gegen Herdt, ESVB 4.
Tore: 0:1 (1.) 0:1 Bärnreuther (Jun, Heinisch), 0:2 (7.) Jun (Heinisch), 1:2 (12.) Kock (Fical, Cermak), 1:3 (21.) Meixner (Bärnreuther, Jun - 5 gegen 3), 2:3 (30.) Mandous (Hruby, Naumann), 3:3 (50.) Curth (Dylla), 4:3 (52.) Dylla



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth