Schon achte Niederlage in Folge

ESV Bayreuth beim 1:4 in Kaufbeuren mit Mängeln in allen Mannschaftsteilen

EISHOCKEY

Der ESV Bayreuth befindet sich weiterhin im freien Fall. Mit 1:4 (0:1, 1:2, 0:1) beim Aufsteiger ESV Kaufbeuren kassierten die gegenwärtig harmlosen "Tigers" die achte Niederlage in Folge und konnten dabei Mängel in nahezu allen Bereichen nicht verbergen.

Genau das wollten die Gäste eigentlich vermeiden: Eine Nachlässigkeit des dritten Blockes führte im Anschluss an ein Bully zum frühen 0:1-Rückstand. ESVK-Stürmer Furchner setzte sich beim Bully durch, prüfte Torwart Nachtmann mit einem Schuss und kam unbedrängt zum Nachschuss. In den nächsten Minuten war sogar noch eine höhere Führung der Allgäuer möglich. Einen Schuss von Neuzugang Wedl während einer Unterzahlsituation nach einer Singaitis-Strafzeit wehrte TW Nachtmann (3.) souverän ab, ehe er in der 7. Minute gegen den freistehenden Hicks mit einer Glanztat das mögliche 0:2  verhinderte. In der 9. Minute entschärfte Nachtmann ein Wedl-Geschoss. Im Gegenzug kamen die Gäste zu ihrer ersten zwingenden Chance (Cmunt). Auch das Bayreuther Powerplay (14./15. Min.) blieb ohne Durchschlagskraft. Wesentlich zwingender agierten die Kaufbeurer, die in der 19. Minuten nach einem Pass von Waginger auf Sultanowitsch dem zweiten Treffer nahe waren. Die Allgäuer hatten es in den ersten 20 Minuten jedenfalls gut verstanden, das Offensivspiel der Oberfranken zu blockieren. Zumindest in puncto Einsatzwillen in den Zweikämpfen hinterließ Debütant Reja keinen schlechten Eindruck. Der Kanadier stürmte für den Slovaken Frank im ersten Block, in dem der Grippe kranke Verteidiger Katz kurzfristig ausgefallen war.

Im zweiten Drittel war zwar eine Verbesserung im Offensivspiel der Gäste fest zu stellen, doch Gegentore zerstörten das Konzept. So hatten vor dem 0:2 die Bayreuther Kolek (22., 23.) sowie Ahne (24.) Kaufbeurens Torwart-Routinier G. Hegen auf die Probe gestellt, doch im Gegenzug versenkte Beauregard einen Pass von Rekord-Nationalstürmer D. Hegen zum 2:0. Vor dem 3:0 der Allgäuer, als Hicks in Abseits verdächtiger Situation den Puck über die Linie stocherte, scheiterten Kubicek (24., 25.) sowie Heinisch (26.) an TW G. Hegen, der bei anschließenden Schüssen von Bärnreuther (29.), Cmunt (33.), Kubicek (35.) und Michailov (38.) großartig reagierte. Erst bei einem Konter der Gäste, als Cmunt den Abwehrriegel der Einheimischen knackte, musste sich G. Hegen geschlagen geben. Cmunt hatte dabei mit einem Pass auf den Torschützen Michailov Übersicht bewiesen.

Im wenig begeisternden Schlussabschnitt konzentrierten sich die Allgäuer auf die Defensive und hatten dabei den Gast im fest Griff, der kein Rezept gegen diese taktische Einstellung der Einheimischen fand. Mangelnder Tordrang und mäßiger Abschluss blieben das Manko der Franken, bei denen Zimmermann (48.) die Chance zum Anschlusstreffer freistehend aus vier Metern ausließ. Schüsse von Masek (47.) und Wedl (52.) konnte ESVB-Torwart Nachtmann meistern, der in der Schlussphase vom Eis genommen wurde. Auch diese taktische Maßnahme erwies sich als Fehlschlag, denn Masek zerstreute mit einem Weitschuss alle Zweifel.

ESV Kaufbeuren:

G. Hegen - Sulzer, Norlander; Kozacka, Franz; Wedl, Rau - D. Hegen, Beauregard, Hicks; Sultanowitsch, Waginger, Masek; Kleinheinz, Holdschik, Furchner.

ESV Bayreuth:

Nachtmann - Kolek, Zimmermann; Kubicek, Thumm; Kulczynski, Singaitis - Reja, Heinisch, Meyer; Michailov, Cmunt, Bärnreuther; Ahne, Polaczek, Asanger.

SR:

Riepl (Reutlingen);

Zuschauer:

2000;

Strafm.

Kaufbeuren 14, Bth. 14.

Tore:

1:0 (2.) Furchner, 2:0 (24.) Beauregard (D. Hegen, Hicks), 3:0 (28.) Hicks (Beauregard, D. Hegen), 3:1 (38.) Michailov (Cmunt, Bärnreuther), 4:1 (60.) Masek (Sultanowitsch, Kozacka - 5 gegen 6). 



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH