Schlüsselspiel um Platz acht gewonnen

ESV Bayreuth beim 4:3 in Bad Aibling deutlich überlegen

EISHOCKEY

Deutlicher als es im Ergebnis von 4:3 (0:0, 2:1, 2:2) zum Ausdruck kommt hat der ESV Bayreuth das Schlüsselspiel um den begehrten Platz acht der Eishockey-Oberliga Süd beim EHC Bad Aibling beherrscht. Mit diesem Sieg bauten die Schützlinge von Trainer Bohuslav Ebermann ihren Vorsprung auf den Neuntplatzierten Bad Aibling auf vier Punkte aus.

Nur die Anfangsphase der Partie gehörte Bad Aibling. Bevor die mit Schmidt als Keeper angetretenen Bayreuther in der siebten Minute bei einem Überzahlspiel durch Stephens erstmals gefährlich vor das Tor der Gastgeber kamen, hatten diese durch Buchecker (1.), Paderhuber (2.), Samanski (3.) und Schneider (5.) bereits vier Chancen ausgelassen. In der Folgezeit gaben die Bayreuther jedoch klar den Ton an. Sie hatten bei einem 5:3-Überzahlspiel in der 8. Minute auch zwei gute Gelegenheiten zum Führungstreffer, aber Stephens schoss knapp vorbei und einen Schuss des für Cmunt eingesetzten Kubicek parierte der Bad Aiblinger Torwart Häusler. Der Keeper der Gastgeber war auch in der 12. Minute Endstation eines Bayreuther Angriffs, als er einen gefährlichen Sieben-Meter-Schuss von Heinisch parierte. Selbst in Unterzahl - Katz saß in der Kühlbox - hatten die Bayreuther eine ausgezeichnete Chance, doch Stephens schoss nach einem Michailov-Break knapp am Tor vorbei (14.). Beifall der einheimischen Fans bekam Asanger in der 17. Minute für eine tolle Aktion, als er zwei Verteidiger ausgespielt hatte, dann aber freistehend vor Häusler knapp verzog. Die letzte Möglichkeit im ersten Drittel vergab Meyer (20.), dessen Schuss Häusler gerade noch mit dem Schoner unschädlich machte.
Auch im zweiten Drittel dominierte der ESVB, ohne sich jedoch zunächst klare Chancen erspielen zu können. Überraschend gingen dann jedoch die Bad Aiblinger in Führung, als Slezak aus spitzem Winkel in Überzahl (Zimmermann saß eine Strafe ab) traf. Die Gäste zeigten sich von dem Rückstand aber unbeeindruckt und drängten vehement auf den Ausgleich. Dieser gelang - nachdem zuvor Meyer aus aussichtsreicher Position in Häusler seinen Meister gefunden hatte - dem von Zimmermann mustergültig freigespielten Stephens in der 33. Minute. Eine Strafe von Paderhuber nutzte Kolek zu einem gefährlichen Schlagschuss (36.), doch der Bayreuther Führungstreffer fiel erst einige Sekunden später nach einer Strafe gegen Schmidt (Spielverzögerung) bei vier gegen vier: Bärnreuther scheiterte mit einem Break am Bad Aiblinger Torwart und der nachsetzende Kubicek traf aus drei Metern ins leere Tor. Das 3:1 hatte wenig später Michailov nach einer schnellen Kombination über Reja und Stephens auf dem Fuß, aber Häusler rettete.
Zu Beginn des Schlussabschnitts nutzte Paderhuber zwar eine Kubicek-Strafzeit zum Ausgleich, aber in der 49. Minute zeigte auch der ESVB Überzahlstärke: Nur 18 Sekunden saß Kathan auf der Strafbank, da hatte Zimmermann aus sieben Metern mit einem Schlagschuss getroffen. Die Freude über die Führung hielt aber nicht lange an, denn Schmidt musste wenig später einen Schädler-Schuss, den er eigentlich schon gehalten hatte, noch durch die Schoner passieren lassen. Unbeeindruckt von diesem erneuten Ausgleich gingen die Tigers kurz darauf erneut in Führung, als Häusler einen Michailov-Schuss erneut nicht festhalten konnte und Stephens den Abpraller aus der Drehung verwertete. In der Folgezeit kontrollierte der ESVB das Spiel, musste aber in der Schlussminute nach einer Heinisch-Strafzeit doch noch einmal um den Sieg bangen. Die Gastgeber erzielten 18 Sekunden vor Schluss sogar einen Treffer, doch standen zwei Spieler im Torraumabseits. Bei Bayreuth ragten neben Michailov, Stephens und Reja noch Schmidt und Zimmermann heraus, bei Bad Aibling gefiel Samanski.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth