Probleme in der Abwehr

Fehler im zweiten Drittel kippten das Spiel / ESVB unterlag in Landshut mit 1:4

EISHOCKEY

Probleme in der Abwehr konnte der ESV Bayreuth bei seinem gestrigen Oberliga-Gastspiel vor allem im zweiten Drittel nicht verbergen. Nach viel versprechendem Beginn und einer 1:0-Führung nach dem ersten Durchgang führten Fehler im zweiten Abschnitt zum Kippen der Partie beim EV Landshut, der sich letztlich mit 4:1 (0:1, 3:0, 1:0) durchsetzte.

Nach der Wochenend-Ausbeute von nur einem Punkt gewinnt das Heimspiel des Tabellenachten am Samstag noch mehr an Bedeutung. Um 17 Uhr stellt sich mit dem Neunten EHC Bad Aibling der direkte Konkurrent der "Tigers" im Rennen um die acht Play-off-Aufstiegsrundenplätze vor. Der Vorsprung der Wagnerstädter beträgt derzeit vier Punkte.
Nachdem Kapitän Kolek nach seiner dritten 10-Minuten-Strafe gesperrt war, hätte eigentlich Kubicek Koleks Part übernehmen sollen. Der Verteidiger zog sich aber im Samstag-Training eine Wirbel-Verletzung zu, so dass die fünfte Ausländerstelle der Gäste unbesetzt blieb.
Im ersten Drittel konnten die Gäste das Fehlen noch kompensieren. Die Oberfranken hinterließen insgesamt einen soliden Eindruck, wobei das 1:0 gut ins Konzept passte. Bei einem Powerplay zeigte Cmunt Übersicht und Meyer konnte mit einem Schuss aus fünf Metern als Vollstrecker glänzen. Bärnreuther (10. und 20.) - jeweils nach Cmut-Zuspiel - sowie Verteidiger Thumm (19.) scheiterten anschließend an Landshut finnischem Torhüter-Neuzugang Niininen, während auf der Gegenseite ESVB-Eigengewächs Schmidt überzeugte. Seine spektakulärste Aktion zeigte der Junioren-Keeper in der 18. Minute. Einen Lupfer von Ex-Nationalstürmer Bernd Truntschka, der in den letzten Wochen reaktiviert worden war, wehrte er im Fallen ab.
Zu Beginn des zweiten Drittels hatte der listige Bärnreuther Pech (22.). Beim Versuch eines "Bauerntricks" wurde sein Schuss vom Landshuter Zawatsky nur an den Pfosten bugsiert, ehe ein unnötiges Revanchefoul von Heinisch Folgen hatte. Bei einer turbulenten Torraumsituation stocherte der Kanadier Zawatski so lange nach, bis die Scheibe hinter die Torlinie rutschte. In der 28. Minute sah die Defensive der Gäste nicht sonderlich gut aus, als der tschechische Offensivverteidiger Toupal nach einem Mühlbauer-Zuspiel frei aus drei Metern vor dem Gästetor Maß nehmen konnte. Beim 1:3 in der 32. Minute war die Defensive nicht in der Lage, die Scheibe aus dem Gefahrenbereich zu schlagen und Zawatsky konnte aus kurzer Distanz "einlochen". Erst danach konnten sich die Nordbayern etwas aus der Umklammerung lösen und kamen durch Cmunt (35.), Stephens (38.) Bärneuther (39.) und Häußinger (40.) zu Chancen.
Im Schlussdrittel dominierten zunächst die Defensivreihen beider Teams, ehe ein Michailov-Schlagschuss (47.) EVL-Keeper Niininen auf die Probe stellte, der dann in der 50. Minute bei einem Powerplay der Gäste Glück hatte. Ein Zimmermann-Schlagschuss knallte an den rechten Pfosten. Auch bei einem weiteren Überzahlspiel in der 57. Minute fehlte bei einem Zimmermann-Geschoss nicht viel. Die beste Chance zum möglichen Anschlusstor vergab aber Cmunt in der 58. Minute: Frei stehend konnte er den bereits auf dem Eis liegenden EVL-Schlussmann nicht bezwingen. In der Schlussminute schien Reja dem 2:3 ebenfalls nahe, ehe im Gegenzug Landshut das 4:1 gelang. Während bei Landshut Zawatsky und TW Niininen herausragten, verdiente sich beim Gast TW Schmidt die besten Note. In der ersten Sturmformation gingen von Michailov und vor allem von Reja wiederum nur wenige konstruktive Aktionen aus.

EV Landshut:

Niininen - Uvira, Geipel; Mainer, Toupal; Böhrer - Hundhammer, Mühlbauer, Truntschka; Bruk, Zawatsky, Meier; Hofer, Yazdi, Führmann.

ESV Bayreuth:

Schmidt - Thumm, Katz; Kulczynski, Zimmermann; Singaitis - Michailov, Stephens, Reja; Meyer, Cmunt, Bärnreuther; Herrmann, Heinisch, Häußinger; Trolda.

SR:

Pfeil (Königsbrunn);

Zuschauer:

1498;

Strafminuten:

Landshut 12; Bayreuth 14.

Tore:

0:1 (8.) Meyer (Cmunt, Stephens - 5 gegen 4), 1:1 (24.) Zawatsky - 5 gegen 4; 2:1 (28.) Toupal (Mühlbauer, Hundhammer - 4 gegen 4), 3:1 (32.) Zawatsky (Geipel, Böhrer), 4:1 (60.) Mühlbauer (Meier).



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth