Im Schlussdrittel schwanden die Kräfte

Nach 3:0-Führung errang der ESVB beim Tabellenzweiten Crimmitschau mit 3:4 nach Verlängerung einen Punkt

EISHOCKEY

Nach einer 3:0-Führung nach 40 Minuten lag eine Überraschung in der Luft, doch erneut blieb der Knaller aus. Im zweiten Auftritt innerhalb von 24 Stunden schwanden beim ESV Bayreuth im gestrigen Oberliga-Auswärtsspiel beim Tabellenzweiten ETC Crimmitschau letztlich die Kräfte. Beim 3:4 (2:0, 1:0, 0:3) nach Verlängerung blieb aber wenigstens ein Punkt als Lohn für verbesserten Kampfgeist.

In der Tabelle stürzte der ESVB durch die 4:6-Heimpleite am Samstag gegen den EHC Bad Aibling auf Rang zehn ab. Der Rückstand auf den achten Play-off-Platz beträgt vor dem Heimspiel am Freitag (19.30 Uhr) gegen Spitzenreiter EV Regensburg allerdings nur einen Zähler. Am Sonntag gastiert der ESVB beim punktgleichen Rivalen Deggendorf.
Nicht wiederzuerkennen nach dem schwachen Auftritt vom Samstagabend waren die Schützlinge von Trainer Hans Rothkirch in den beiden ersten Abschnitten. Die im Sturm umbesetzten "Tigers" präsentierten sich als Team und zeigten Biss in den Zweikämpfen. Offensichtlich stärkte das frühe 1:0 das angeschlagene Selbstvertrauen der Oberfranken. Der am rechten Flügel durchgebrochene Asanger täuschte einen Schuss zum mitgelaufenen Bärnreuther an, verwandelte aber selbst entschlossen. Mit etwas Glück hätten die Gäste bereits vor dem 2:0 in der 15. Minute, als Bärnreuther einen Konter erfolgreich abschloss, erhöhen können. So scheiterten Bärnreuther (4.), Stephens (7.), Herrmann (12.), Katz und Asanger (jeweils 12.) knapp am ausgezeichnet reagierenden ETC-Keeper Eriksson, während auf der Gegenseite ESVB-Junioren-Schlussmann Schmidt glänzte. Er hatte sich vor allem bei einer Unterzahlsituation ausgezeichnet, als er nach einer Kulcynski-Strafzeit (9.) einen Heine-Schuss aus drei Metern entschärfte. Sekunden vor der ersten Pause ließ Trolda die Chance zum 3:0 aus, als der TW Eriksson einen Schuss des Juniors im Fallen abfälschte.
Diesen durchaus nicht unverdienten Treffer legte der nachsetzende Reja nach 30 Sekunden des zweiten Drittels nach, als der ETC-Tormann zunächst einen Stephens-Schuss abgewehrt hatte. Der Gast hatte weiterhin leichte optische Vorteile und verzeichnete zwingende Chancen durch Michailov (26.), Asanger (29.), Stephens (32.), Reja (35.) und Herrmann (39.). In der Defensive wurde von allen Reihen konstruktiv gearbeitet, so dass die Einheimischen nicht frei stehend Maß nehmen konnten. Obendrein erwies sich TW Schmidt als Rückhalt, der in der 28. Minute einen Vit-Schuss auf der Torline mit dem Schlittschuh abwehrte und in der 33. Minute ein Blaha-Geschoss von der blauen Linie "abpflückte". Auch Henkel (39.) konnte den Junior nicht überwinden.
Dies änderte sich im Schlussabschnitt. Crimmitschau schnürte den Gast förmlich in dessen Drittel ein. Nach dem 2:3-Anschlusstreffer (44.) schien anschließend gleich der Ausgleich möglich. Das 3:3 in der 55. Minute nach einem Bully war nicht unverdient. Trotzdem bot sich Stephens in der vorletzten Minute die Chance zum Siegtor. Das erzielte der ETC nach 29 Sekunden der Verlängerung bei einer Konzentrationsschwäche der Gäste.

ETC Crimmitschau:

Eriksson - Blaha, Krause; Ollila, Maaß; Weiß, Görlitz - Heine, Vit, Henkel; Schulz, Rau, Hackert; Rohrbach, Bartoska, Müller.

ESV Bayreuth:

Schmidt - Kolek, Zimmermann; Thumm, Katz; Kulczynski - Meyer, Stephens, Reja; Asanger, Cmunt, Bärnreuther; Trolda, Herrmann, Michailov; Häußinger.

SR:

Oswald (Bad Wörishofen);

Zuschauer:

4236;

Strafminuten:

je 8.

Tore:

0:1 (2.) Asanger (Bärnreuther), 0:2 (15.) Bärnreuther (Cmunt), 0:3 (21.) Reja (Kolek, Stephens), 1:3 (42.) Bartoska (42.), 2:3 (44.) Rau (Ollila, Heine), 3:3 (55.) Heine (Rohrbach, Rau), 4:3 (61.) Henkel (Bartoska, Schulz).



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth