Trotzreaktion der Tigers nach dem 0:2-Rückstand

5:2-Sieg gegen Überraschungsvierten Peiting / ESVB-Treffer in kritischen Phasen / Zweiter Sturm mit vier Treffern

Von Siegfried Zerrenner

Tore in kritschen Phasen lassen den ESV Bayreuth im Endspurt der Oberliga Süd wieder etwas hoffen. Nach einem frühen 0:2-Rückstand brachte eine Art Trotzreaktion die Tigers einen Tag nach dem Rücktritt von Trainer Hans Rotkirch ins Spiel zurück. Die Franken konnten letztlich sogar noch einen klaren 5:2 (1:2, 2:0, 2:0)-Sieg über den Überraschungsvierten EC Peiting landen.

Nach der einwöchigen Punktspielpause steht am Freitag, dem 19. Februar, das Oberfrankenderby beim ERC Selb an.
Im Gegensatz zu einigen Spielen der letzten Wochen hatten diesmal die Einheimischen das notwendige Quäntchen Glück auf ihrer Seite. "Wir hatten während einer Überzahlsituation die Chance zur 3:0-Führung, doch stattdessen kassierten wir den 1:2-Anschlusstreffer", analysierte Gästetrainer Georg Kink die Schlüsselszene aus seiner Sicht in der 16. Minute. Mit seinem Alleingang, den er mit einem entschlossenen Abschluss krönte, weckte der überragende Jiri Cmunt die "Geister" bei den Gastgebern, die vorher mit konfusen Aktionen einen Rückfall in schwache Zeiten befürchten lassen mussten. Hätte Meciar in der 12. Minute nicht den Pfosten getroffen, vielleicht wäre die Partie anders für die Oberfranken gelaufen, die zu Beginn des zweiten Drittels während einer 3:4-Unterzahlphase erneut mit Fortuna im Bunde gestanden hatten. Wickström, Meciar (Latte) und Lindmark und später Hallmann (28.) waren jeweils dem 3:1 nahe, doch ESVB-Torwart Schmidt erwies sich als wichtiger Rückhalt.
"Wir haben mit einer Steigerung in der Defensive ab dem zweiten Abschnitt den Grundstein für den Erfolg gelegt", resümierte der zusammen mit Dietmar Habnitt (Sportlicher Leiter) an der Bande tätige Nachwuchstrainer Jozef Kovacik. "Unsere Mannschaft hat dabei moralischen Willen gezeigt und angedeutet, dass unser Herz weiter für den Verein klopft", lobte der Verantwortliche den Einsatz der Tigers, bei denen sich Stürmer Troy Stephens (Adduktorenzerrung) und Verteidigter Marco Zimmermann (Hüftverletzung) bis zum Schluss regelrecht durchgebissen hatten. Obendrein verlor der Gast nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Meciar (31.) seine spielerische Linie und konnte anschließend nur noch mit drei Verteidigern agieren.
Die spielentscheidenden Akzente setzte der gut harmonierende zweite Sturm. Asanger stocherte beim 2:2 (32.) erfolgreich nach, während Cmunt nach einem Sololauf aus der eigenen Zone das 3:2 markierte. Das Prädikat "sehenswert" verdiente sich gar Polaczeks Tor zum 4:2 (50.) nach einem feinen Spielzug. Alle restlichjen Zweifel zerstreute schließlich Stephens in der vorletzten Minute. Nach Vorarbeit von Zimmermann traf er ins leere Tor. Trotzdem ließ der erste Sturm Wünsche offen. Duval fiel nach seinem kürzlich guten Einstand in ein Leistungstief und auch von Reja war zu wenig zu sehen.

ESV Bayreuth:

Schmidt - Zimmermann, Kolek; Thumm, Katz, Kulczynski - Duval, Stephens, Reja; Asanger, Cmunt, Polaczek; Trolda, Herrmann, Häußinger.

EC Peiting:

Olbrich - Kothmayr, Meciar; Maier, Lindmark - Keppeler, Kreitl, Wikström; Hain, Sikora, Holzer; Hallmann, Brod, Kößl.

SR:

Stratz (Freiburg);

Zuschauer:

1188;

Strafmin.:

Bayreuth 12, Peiting 12.

Tore:

0:1 (4.) Hallmann (Kreitl, Kößl), 0:2 (6.) Kreitl (Hain, Kothmayr - 5 gegen 4), 1:2 (16.) Cmunt (Reja - 4 gegen 5), 2:2 (32.) Asanger (Thumm - 5 gegen 4), 3:2 (39.) Cmunt (Katz - 5 gegen 4), 4:2 (50.) Polaczek (Cmunt, Asanger), 5:2 (59.) Stephens (Duval, Zimmermann - 5 gegen 6).



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH