ESVB-Fans tanzten auf der Eisfläche

Rumpfteam sicherte mit 3:2-Sieg den Oberligaerhalt

EISHOCKEY

Mit einem Tanz auf dem Eis des EHC Klostersee brachten einige der knapp 200 ESVB-Fans ihre Freude nach der insgesamt unbefriedigenden Saison zum Ausdruck. Mit einem 3:2 (0:0, 2:1, 1:1)-Sieg beim Regionalligisten EHC Klostersee schaffte der ESVB Bayreuth im vierten Play-off-Duell der Oberliga-Qualifikation den Ligaverbleib.

Nur ein Rumpfteam stand gestern ESVB-Trainer Paul Sommer zur Verfügung. Wie es sich herausstellte, zog sich Stürmer Dennis Meyer am Freitag einen Knochenbruch in der linken Hand zu, während der im Heimspiel starke "Kapitän" Zimmermann grippebedingt passen musste. Somit konnten die Gäste nur fünf Verteidiger und sieben Stürmer aufbieten. Trotzdem versteckte sich der Gast nicht, wenngleich er in einigen Unterzahlsituationen des ersten Drittels Glück und Torhüter Havlik hatte. Bei mehreren Strafzeiten haderten die Oberfranken mit dem Peitinger Schiedsrichter Deibler.
Die Führung der Oberbayern schien zwischen der fünften und neunten Minute fällig, als nacheinander Stephens und Kulczynski auf die Strafbank mussten. Saller, Haider (6.), Elters (8.) und Beranek (9.) verfehlten mit ihren Schüssen knapp oder scheiterten an TW Havlik, der in der 12. Minute Glück hatte. Nachdem er einen Elters-Schuss nach vorne abgewehrt hatte, verzog Rohrhofer den Nachschuss nur ganz knapp. Der Gast verzeichnete seine beste Chance zum 1:0 in Überzahl (17.) bei einem Schuss von Kolek.
Strafzeiten auf beiden Seiten brachten im zweiten Abschnitt den Spielfluss mitunter zum Erliegen. Bei einem druckvollen Powerplay blieben zunächst die Verteidiger-Scharfschützen Kolek und Kubicek (24.) ohne Vollstreckerglück, ehe Asanger nach einer Einzelaktion das 1:0 gelang. Doch nur eine Minute später schafften die Oberbayern den nicht unhaltbaren Ausgleich. In der 26. Minute erhitzten sich die Gemüter in beiden Lagern. Der Vorfall: Abseits vom Spielgeschehen traf EHC-Stürmer Müller ESVB-Torjäger Stephens mit dem Stock im Gesicht. Der Kanadier zog sich dabei eine klaffende Wunde an der Schläfe zu und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Der über den Vorfall erboste ESVB-Trainer Paul Sommer stürmte auf die Eisfläche und kassierte dafür prompt eine Bankstrafe. In Unterzahl zog sich der Gast aber gut aus der Affäre und hatte in Überzahl durch Kolek und Bärnreuther Chancen. Beim 2:1 in der 40. Minute leistete Kolek mit seinem Vorstoß die Vorarbeit für Cmunt.
Der letzte Abschnitt war erneut nichts für schwache Nerven. Zunächst hätte der ESVB durch Kulczynski und Kubicek (43.) für einen 2-Tore-Vorsprung sorgen können, ehe Klostersee nach dem Ausgleich (45.) durch Saller (52.) und Zajonc (53.) dem 3:2 nahe war. Das Siegtor glückte allerdings Kubicek (nach Doppelpass mit Bärnreuther) mit einem Hammer von der blauen Linie in der 54. Minute.

EHC Klostersee:

Hochhäuser - Nickel, Ruprecht; Faradi, Elters; Haider, Schindler - Beranek, Seisenberger, Zajonc; Müller, Saller, Rohrhofer; Sicorschi, Kaltenhauser, Lorenz.

ESV Bayreuth:

Havlik - Kolek, Katz, Kubicek, Thumm, Kulczynski - Polaczek, Cmunt, Bärnreuther; Asanger, Stephens, Häußinger; Trolda.

SR:

Deibler (Peiting);

Zuschauer:

750;

Strafminuten:

EHC Klostersee 24 plus 10 gegen Seisenberger; Bayreuth 30.

Tore:

0:1 (24.) Asanger (Kolek, Bärnreuther - 4 gegen 3), 1:1 (25.) Beranek (Seisenberger - 5 gegen 4), 1:2 (40.) Cmunt (Kolek, Polaczek), 2:2 (45.) Beranek (Ruprecht, Haider - 5 gegen 4), 2:3 (54.) Kubicek (Bärnreuther - 5 gegen 4).



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth