Im Endspur Ruder noch herumgerissen

SVB- Eishockeyteam siegte in Fürstenfeldbruck mit 6:5

Um ein Haar hätte der Tabellenführer der Eishockey- Regionalliga Süd, SV Bayreuth, gestern beim Ex- Oberligisten EV Fürstenfeldbruck Federn lassen müssen. Die kämpferische ganz auf Revance eingestellten Oberbayern führten nach 51 Minuten noch 5:3. Dann legten die Gäste in diesem letzten Auswärtsspiel vor Beginn der Aufstiegsrunde aber entgültig alle Hemmungen ab. In einem kaum mehr für möglich gehaltenen Endspurt rissen sie das Ruder herum. Nach tollem Alleingang erzielte Bob Horton in der 56. Minute den Bayreuther Siegtreffer zum 6:5. Die einzelnen Drittelergebnisse lauteten 3:1, 1:1, 1:4.

Hatte der Tabellenführer die Gastgeber etwa doch ein wenig unterschätz? Abwehr und Torwartfehler kamen den Fürstenfeldbruckern jedenfalls im ersten und zweiten Drittel weitgehend entgegen. Der Tabellensechste nahm diese Einladung gerne an. Nach einer vorrübergehenden 4:2- bzw. 5.3- Führung schien er einem sicheren Erfolg zuzusteuern.
SVB- Schlussmann Knetsch hatte lange Zeit einen rabenschwarzen Tag. Der Rückstand war allerdings nicht ihm alleine anzukreiden. Seine Vorderleute ließen die Fürstenfeldbrucker immer wieder von neuem in Schussposition gelangen. Und weil ein Unglück selten allein kommt, wurden demgegenüber zwei Bayreuther Treffer nicht anerkannt. Dies trug natürlich erst recht dazu bei, dass sich das insgesamt schwache Spiel des Spitzenreiters lange Zeit nicht besserte.
Beim Stande von 5:3 für die Oberbayern musste vor dem Schlussdrittel noch einmal Eis gemacht werden. Diese „Denkpause“ war schließlich das Signal für das SVB- Team, letzte Kräfte zu mobilisieren. Mit Campbell und Janker als nunmehr zuverlässige Stützen der Deckung und mit den Paradestürmen Horton L. Schmid, Endres und W. Schmid fegten die Gäste ihren offensichtlich völlig konsternierten Gegner in den letzten zehn Minuten regelrecht vom Eis. Die Überlegenheit des SVB wurde in dieser Schlussphase derart erdrückend, dass nicht einmal mehr der verletzungsbedingte Ausfall von Fritsch ins Gewicht fiel.
Jetzt war den Bayreuthern außerdem auch jenes Quäntchen Glück beschieden, das ihnen am Anfang so sehr fehlte, als neben den bereits erwähnten Abwehrschwächen auch noch mehrere vielversprechende Chancen ungenützt geblieben waren. Und nicht zuletzt machte Torhüter Knetsch jetzt so manchen Fehler wett, der die Gäste zunächst auf die Verliererstraße gedrängt hatte.
Tore: 0:1 Endres (10. Minuten – Vorlage Horton), 1:1 Preiss (12.- Vorlage Kießling), 2:1 P. Schelling (13.), 3:1 Hammerlindi (16.- Vorlage Preiss), 3:2 Horton (31.- Vorlage Campbell), 4:2 Ackermann (33. – Vorlage K. Schelling), 4:3 Endres (46. – Vorlage Horton und L. Schmid), 5:3 Schedlbauer (51.), 5:4 L. Schmid (54.- Vorlage Campbell), 5:5 Horton (55.- Vorlage Janker und Campbell), 5:6 Horton (56.- Alleingang).
Strafzeiten: Fürstenfeldbruck und Bayreuth je 12 Minuten
Zuschauer: 300 davon schätzungsweise rund 200 aus Bayreuth



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH