Gegentreffer hemmten Spielfluß

SVB- Eishockeyteam startete mit 7:5- Sieg über Angstgegner DEC Frillensee/ Inzell in die Oberliga- Aufstiegsrunde / Stürmer L.Schmid traf viermal ins Schwarze

Zum Auftakt der Oberliga- Aufstiegsrunde ließ sich der Spitzenreiter der Eishockey- Regionalliga Süd, SV Bayreuth, nicht vom Erfolgskurs abbringen. Mit 7:5 (3:1, 2:2, 2:2) Toren gaben die Bayreuther vor 2200 Zuschauern „Angstgegner“ DEC Frillensee / Inzell wiederum das Nachsehen. Nach einem Auftakt nach Maß- L. Schmid erzielte das 1:0 bereits nach 10 Sekunden- und einer ansprechenden Vorstellung im ersten Drittel ließen sich die Gastgeber jedoch durch vermeidbare Gegentore aus dem Rhythmus bringen, so dass die in kleiner Phase aufsteckenden Oberbayern bis zur Schlusssirene für Spannung sorgten.
„Akteure des Tages“ beim SVB war Stürmer Lothar Schmid mit vier Treffern.
Nicht alleine diese Tatsache ließen Lothar Schmid zum wirkungsvollsten SVB- Stürmer avancieren. Der Ex- Selber deutete auch in anderen Szenen seinen „Torriecher“ an. Er gefiel mit lobenswertem kämpferischen Einsatz und zeigte damir seine vermutlich beste Leistung im SVB- Trikot. Er war von Inzell wiederholt mit harten Bandagen zu Werke gehender Deckung nur selten zu bremsen.
L. Schmid war es auch, der mit einem sehenswerten Treffer zum 1:0 (nach klugem Rückhandpass Hortons) bereits in der 10. Sekunde (!) für ein Stimmungshoch auf den Rängen sorgte. Von der Begeisterung der Anhänger förmlich inspiriert, sprühte das SVB- Team zunächst vor Elan, wartete mit variablem Spiel über die Gästedeckung von einer Verlegenheit in die andere.
Lediglich die Torausbeute der Einheimischen ließ in dieser starken Phase allerhand zu wünschen übrig. Als Gästerverteidiger Rock mit einem Weitschuss SVB- Torhüter Knetsch sichtlich überraschte und das 1:2 markierte, nahm man beim Gast diesen „Schönheitsfehler“ weniger tragisch.
Vermochte der Spitzenreiter in den bisherigen Heimspielen seine konditionelle stets im Schlussdrittel voll auszuspielen, hofften die Fans gestern vergeblich auf weitere spielerische Glanzpunkte: In dieser temporeichen Partie boten die mit drei ausgeglichenen besetzten Sturmreihen angetretenen Gäste bis zum Schluss Paroli. Als die Unparteiischen so manche harte Attacke großzügig durchgehen ließen und bei Zeitstrafen nicht selten etwas umstrittene Entscheidungen trafen. Machte sich Hektik breit auf dem Eis und auf den Rängen.
Am letztlich verdienten Sieg der Bayreuther gab es keinerlei Zweifel. Gravierende Einzelschnitzer verschiedener Abwehrspieler (bis einschließlich TW Knetsch) sollte den SVB- Verantwortlichen für die gegenwärtigen Oberliga- Planungen auf alle Fälle zu denken geben.
Tore: 1:0 L. Schmid (1. Vorlage Horton), 2:0 Campbell (10.Nachschuss), 2:1 rock (14.- Weitschuss), 3:1 Horton (15. Pass L. Schmid), 4:1 L. Schmid (21.- Alleingang), 4:2 J. Dufter), 5:3 Horton (40.- Alleingang), 6:3 L. Schmid (42.- Alleingang), 6:4 J. Dufter (43.- Pass Mayer), 7:4 L. Schmid (48.), 7:5 Böhm (50.- Pass Rock).
Strafminuten: SVB (20.), Inzell (18.).
Zuschauer: 2200.
Schiedsrichter: Lechermann (Weßling), Bertele (München).

Stimmen der Trainer:
Gerhard Schmid (SVB): „Wir haben im ersten Drittel gut gespielt. Jedoch in diesem Abschnitt wie auch später viele Chancen vergeben. Wir kassierten mindestens drei vermeidbare Gegentore!“.
Mandi Amberger (Inzell): „Bei uns wurde wiederum ein kaltschnäuziger Torjäger vermisst. Wir waren bestrebt in Bayreuth mitzuspielen und das ist uns gelungen. Frühe Gegentore in den drei Spielabschnitten verdarben letztlich unser Konzept.“



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth