Grenzen des SVB-Teams gleich deutlich aufgezeigt

 

Vor 850 Zuschauern gegen ESV Burgau mit 2:10 ausgerutscht

Gleich im ersten Treffen der Aufstiegsrunde zur Eishockey-Bayernliga wurden die Grenzen der erst knapp ein Jahr bestehenden Eishockeytruppe des Schwimmvereins Bayreuth deutlich aufgezeigt. Vor rund 850 Zuschauern mussten die SVB-Cracks am Freitagabend – wie bereits kurz gemeldet – gegen den in allen Belangen stärkeren und routinierteren ESV Burgau mit 2:10 (0:3,1:3,1:4) erstmals Lehrgeld zahlen. Bester einheimischer Akteur war erneut Torhüter Käs, der wiederholt Sonderbeifall für tolle Paraden erntete.

„Nach dem Spiel gegen Burgau werden wir genauer wissen was in der Aufstiegsrunde auf uns zu kommt“, mutmaßte SV-Trainer Fritz Schiller vor dem Treffen. Nachher resümierte der Betreuer kurz: „Wir müssen noch viel lernen!“ in der Tat es ist beileibe keine Schande im  ersten Spieljahr, nach Erreichen des bemerkenswerten zweiten Tabellenplatzes in der Landesliga, nun in der Aufstiegsrunde einmal regelrecht vom Eis gefegt zu werden. Doch eins blieb den rund 850 Augenzeugen nicht ganz verborgen. Diese haushohe Abfuhr war im Grunde unnötig wie ein Kropf, hätte die SVB-Crew auch nur annähernd die gute Form ihrer Landesligaheimspiele erreicht. Denn Mängel, die gegen die zum Teil harmlosen Landesliga-Konkurrenten nicht so recht ins Auge stachen, wurden diesmal von den läuferisch und stocktechnisch überlegenen Burgauern schonungslos aufgedeckt.

Als Achillesferse entpuppte sich insbesondere die oft zu weit aufgerückte, recht sorglos und wenig aggressiv deckende, mitunter auch zu unbeweglich, ja langsam wirkende Abwehr, die bei einigen geschickt eingefädelten Kontern der ausgefuchsten Schwaben wiederholt tatenlos zuschaute. Der erneut tüchtige Torhüter Käs wurde so mehrmals vor nahezu unlösbare Probleme gestellt, wenn die Gäste manchmal zu dritt vor dem Keeper aufkreuzten und dann den Puck in die Maschen setzten. Nicht selten bereinigte Torwart Käs auch solche heiklen Situationen mit tollen Paraden. Während Käs lediglich beim 0:2 (im Verein mit Verteidiger Schwindl) nicht ganz im Bilde schien, sind seinen Vorderleuten nicht weniger als sechs Gegentreffer anzulasten.

Recht vielversprechend hatte sich in den Anfangsssekunden die einheimischen Stürmer in Szene gesetzt. Bereits nach 45 Sekunden krachte ein Schneider-Geschoss an Burgaus Torpfosten. Als dann Fiedler nach kaum zwei Minuten wegen eines überflüssigen Crosschecks die Strafbank drücken musste und der SVB daraufhin das 0:1 kassierte, war der Anfangselan verpufft, der Faden gerissen. Die Angriffsformationen, die sich mehr oder weniger auf Einzelaktionen beschränkten und somit jeglichen Kombinationsfluss vermissen ließen, wirkten im Abschluss saft- und kraftlos. Mit einer reihe von Fehlpässen luden sie den Gast regelrecht zum Kontern ein. Verbesserungsbedürftig auch das Positionsspiel bei zahlenmäßiger Überlegenheit. Als im zweiten Drittel vorübergehend fünf Bayreuther gegen drei Burgauer auf dem Eis standen, wussten die Einheimischen nicht im geringsten daraus Kapital zu schlagen. Beinahe hilflos und ideenlos irrten sie minutenlang auf dem Eis umher.

Erfahrung aus jahrelanger Spielpraxis wussten die gewitzteren, geradliniger und druckvoller kombinierenden und in den Zweikämpfen überlegenen Burgauer geschickt in die Waagschale zu werfen. Neben Konterspezialist Branek ragten ferner die stocktechnisch versierten Kossmann und Hofmann heraus.