Arbeitssieg für die Tigers


EHC Spiders Regensburg – EHC Bayreuth 4:7 (1-2;1-2;2-3)

Zuschauer: 30
Strafen: R: 24 Min BT: 20 Min
Powerplay: R: 0/5 BT: 0/5
BT: Hornig, Merz – Graf (14), Kiesl (2), Zimmermann (2), Zimmer – Götz, Langlois (2), Walther, S.Wagner, Diener, Waldner, Hohenberger, Parkmann, Hausner
Torfolge: 0-1 (7) Parkmann (Walther, Hausner); 0-2 (10) Walther (Hausner, Parkmann); 1-2 (18) 4-5 Adlhoch (Ramadza, Wohl); 1-3 (33) Parkmann (Zimmer, Graf); 2-3 (34) Himmelstoß (Jentzmik, Denker); 2-4 (38) Waldner (Hohenberger, Langlois); 2-5 (47) Hohenberger (Langlois); 3-5 (48) Denker (Menasri, Jentzmik); 4-5 (54) Adlhoch (Klinzner, Gratzl); 4-6 (58) Waldner (Hohenberger, Parkmann); 4-7 (59) 4-5 Parkmann (Hohenberger, Zimmermann)

Da neben den bereits vorher gemeldeten Spielern kurzfristig auch noch Dippold, Brandstädter und Panzer ausfielen, liefen die Tigers nur noch mit 13 Feldspielern auf. Um die Personalsituation etwas zu entschärfen sprangen die Junioren Merz (Tor) und Zimmer doch noch ein und Verteidiger Hausner versuchte sich als Stürmer. Natürlich mussten sich die neuformierten Reihen erst finden und man tat sich von Beginn an schwer gegen die lauf- und kampfstarken Regensburger. Dank einer Energieleistung von Walther, ging man durch Parkmanns Abstauber in Führung. Walther selbst erhöhte dann Mitte des Drittels per Nachschuss. Wirkung bei den Oberfranken zeigte vor allem das Körperspiel der Spiders (allerdings immer fair). In den bisherigen Spielen wurden vergleichbare Aktionen wegen der 0-Toleranz-Regel rigoros abgepfiffen. Die Auslegung sah an diesem Abend aber ganz anders aus, und erinnerte wieder mehr an richtiges Eishockey. Davon sichtlich überrascht fanden die Gäste nie so richtig ins Spiel und auch die insgesamt 11 Ausfälle machten sich deutlicher bemerkbar. Nach einem Abwehrfehler vollstreckte Adlhoch seinen Alleingang in Unterzahl sicher zum Anschlusstreffer. Parkmanns klasse Solo fand seinen Weg ins Netz der Spinnen leider erst minimal nach der Sirene und wurde deswegen nicht anerkannt. Besonders in Überzahl setzte das Heimteam, das von Hornig gut gehütete Tigerstor dann unter Druck, doch man hielt Stand. Einige Breaks auf beiden Seiten gegen zu weit aufgerückte Abwehrreihen folgten. Hohenberger und Walther fanden aber im Torwart genauso ihren Meister, wie die Domstädter. Durch eine weitere starke Einzelaktion von Parkmann fiel dann das 1-3, doch nur kurz später bestrafte Himmelstoß die Unordnung bei den Oberfranken mit einem weiteren Gegentor. Nach dem 2-4 durch Waldner aus spitzem Winkel, wechselte man nochmals die Seiten. Bei eigenem Powerplay, wo man sonst nur wenig zu Stande brachte, scheiterte Langlois aus guter Position am guten Torwart. Hornig entschärfte dann ein Unterzahlbreak des auffälligen Adlhoch. Mit Hohenbergers Schlagschusstor hofften die Wagnerstädter auf eine Vorentscheidung zu ihren Gunsten. Doch diese Rechnung hatte man offensichtlich ohne den Wirt gemacht. Denker und Adlhoch brachten ihr Team wieder heran und das Spiel lief sogar Gefahr vollends zu kippen. Parkmann scheiterte 2 mal am Pfosten doch Waldners energischer Einsatz entschied das Spiel später dann doch für die Tigers. Den Schlusspunkt setzte Parkmann in Unterzahl nach feinem Zimmermann-Solo. Die Regensburger machten einen wesentlich besseren Eindruck, als es ihre bisherigen Ergebnisse vermuten ließen. Vielleicht steckte aber auch die dritte weite Auswärtsfahrt in den letzten 7 Tagen in den Beinen der Gelb-schwarzen. Obwohl man wollte kam man einfach nicht richtig auf Touren und die Donaustädter machten es ihnen auch alles andere als leicht. Immer bissig, gaben sie nie auf und konnten neben großer Laufbereitschaft und gutem Positionsspiel auch mal spielerische Akzente setzen. Unter dem Strich waren sie sicher der bisher stärkste Punktspielgegner des EHC Bayreuth. Am Ende stand dann aber doch ein Arbeitssieg für die Tigers. Die sind in der Endabrechnung ja bekanntlich genauso wichtig, wie die Galavorstellungen.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH