Entscheidung in 8 Minuten für die Tigers


EHC Bayreuth – EC Erkersreuth 5:2 (0-0;5-0;0-2)

Zuschauer: 420
Strafen: BT: 12 Min E: 80 Min
Powerplay: BT 1/9
BT: Döhler, Hornig – Graf, Kiesl (2), Zimmer, B.Wagner, Panzer, Hausner – D.Carbone, Götz, Langlois, Walther, Ziegler, Böhner, Diener (2) Parkmann (4), Waldner (4), Brandstädter, Hohenberger, Runge
Torfolge: 1-0 (32) 4-4 Brandstädter; 2-0 (32) 4-4 Waldner (Hohenberger); 3-0 (35) Parkmann (Brandstädter, Hausner); 4-0 (37) 5-4 Brandstädter (Graf); 5-0 (40) Parkmann (Carbone); 5-1 (47) 5-4 Baberske (Wunderlich, Peschek); 5-2 (55)

Wunderlich Dieses kleine Oberfrankenderby war das erwartet schwere Spiel für den EHC mit einigen unschönen Randerscheinungen. Die Wagnerstädter waren durchgehend feldüberlegen und taten sich aber ungemein schwer gegen die gut gestaffelten, defensiv eingestellten Gäste. Vielleicht hat die 2-wöchige Spielpause die gelb-schwarzen auch etwas aus dem Rhythmus gebracht. Das Heimteam schaffte es zunächst kaum sich klare Torchancen herauszuspielen und wenn es doch einmal gefährlich wurde parierte Goalie Specht stark. Zu Beginn des zweiten Drittels kam der ECE in Überzahl zu ersten Chancen, scheiterte aber an Döhler. Erst in der 32.Minute brach Brandstädter mit seinem feinem Solo bei 4-4 den Bann. Was danach folgte kann man mit dem berühmten „Ketchupflaschen-Effekt“ beschreiben. Erst kommt lange gar nichts und dann alles auf einmal. Noch in der gleichen Spielminute erhöhte Waldner mit einem Hammer auf 2-0 für sein Team. Ein elegantes Solo von Juniorenverteidiger Zimmer über das halbe Spielfeld mit einem satten Schuß in die Maschen, begeisterte wohl auch die Schiedsrichter so sehr, das sie den Treffer nicht gesehen haben und er folglich auch nicht gewertet wurde. Der EHC ließ sich davon nicht beirren und Parkmann traf aus einer unübersichtlichen Situation heraus per Nachschuß. Im Powerplay traf Brandstädter mit einem strammen Schlagschuß zum 4-0 und Parkmann setzte Sekunden vor der Sirene noch einen Drauf und krönte damit turbulente 8 Tigersminuten. Im Schlussdrittel bekamen dann endgültig Szenen die Oberhand die mit Eishockey nur noch am Rande zu tun haben. Gab es schon vorher andauernde Nickeligkeiten vom ECE, wurde jetzt praktisch jeder Körperkontakt mit Schlägern und Händen im Gesicht, oder Ellenbogenchecks usw. begleitet. Die EHC-Spieler ließen sich davon zwar nicht provozieren, aber die Schiedsrichter hatten alle Hände voll zu tun das Spiel noch einigermaßen im Rahmen zu halten. Besonders Spielertrainer Grögor und M.Sommerer taten sich dabei negativ hervor. Noch auf der jetzt immer gutgefüllten Strafbank fühlten sie sich genötigt jede Szene mit abfälligen Gesten usw. gegenüber den Schiedsrichter, Gegenspielern und Zuschauern zu kommentieren und weiter zu provozieren. M.Sommerer brachte das auch eine Spieldauerdisziplinarstrafe ein. Dieses Verhalten brachte die Tigers auch wirklich aus dem Konzept. Trotz häufiger Überzahl gelang dem Heimteam so gut wie nichts mehr und die Hochfranken konnten noch auf 5-2 verkürzen. Unter dem Strich blieb ein weiterer Erfolg des EHC, auch wenn es sicher keine Glanzleistung war, in einem insgesamt unschönen Spiel. Die Undiszipliniertheiten des ECE überdeckten dabei sogar ihre gute Torhüterleistung und ihr gutes Defensivspiel. Auffälligster Tiger war diesmal Thomas Brandstädter der immer wieder durch seine Dynamik herausstach. Für die nächsten Aufgaben muss man im Bayreuther Lager aber in vielen Bereichen zulegen, um auch dabei erfolgreich bestehen zu können.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH