Aufholjagd der Tigers reichte nicht mehr für Punkte


ESV Würzburg – EHC Bayreuth 6:5 (2-2;4-1;0-2)

Zuschauer: ca.140
Strafen: W: 30 Min BT: 22 Min
Powerplay: W: 2/7 BT: 4/9
BT: Döhler, Hornig – Graf (6), Kiesl, Zimmermann (2), Panzer, Hausner (2) – Götz, Walther (2), S.Wagner, Ziegler (2), Böhner, Diener, Parkmann, Waldner (8), Brandstädter, Hohenberger
Torfolge: 1-0 (2) Heckenberger (Hofmann); 1-1 (7) 5-4 Waldner (Hohenberger, Walther); 1-2 (11) 5-4 Parkmann (Brandstädter); 2-2 (16) 4-5 Kacir; 2-3 (23) 5-4 Parkmann (Ziegler); 3-3 (24) 5-4 Heckenberger (Lang, Durnev); 4-3 (25) Müller (Kacir, Hirschauer); 5-3 (32) 5-4 Kacir (Hofmann); 6-3 (36) Goerlitz (Hirschauer); 6-4 (46) 4-5 Hohenberger; 6-5 (59) 5-3 Zimmermann (Kiesl, Walther)

Die Tigers (ohne ihre Junioren und Langlois) waren noch nicht richtig auf dem Eis, da schlug schon ein abgefälschter Heckenberger-Schuss neben dem überraschten Döhler im Netz ein. Die Antwort der Oberfranken ließ nicht lange auf sich warten. Waldner gelang aus Nahdistanz im ersten Powerplay der Ausgleich. Im zweiten Überzahlspiel scheiterte Brandstädter erst aus guter Position an Torhüter Chernyavsky, doch Sekunden später verwertete Parkmann einen Nachschuss zur Führung. Danach folgte eine Phase in der das Spiel mehr so dahinplätscherte. Kacirs klasse Unterzahlsolo zum Ausgleich weckte vor allem das Heimteam wieder auf. In dreiminütiges 5-3 Überzahlspiel konnten die Tigers nicht nutzen, weil sie viel zu unentschlossen spielten. Trotzdem gingen sie erneut durch Parkmann wieder in Führung, der den starken Goalie am kurzen Eck überlisten konnte. Was danach folgte konnte man kaum beschreiben. Der EHC verlor völlig den Faden. Weder im Angriff noch in der Abwehr klappte noch etwas. Die Eisbären nutzten das gnadenlos aus und gingen durch Heckenberger, Müller, Kacir und Goerlitz mit 6-3 in Führung. Nach der zweiten Pause sah und spürte man deutlich das es der EHC noch einmal versuchen wollte, das Spiel zu drehen. Man setzte sich im Drittel der Unterfranken fest, tat sich aber schwer den starken Goalie Chernyavsky zu überwinden. Selbst klarste Einschussmöglichkeiten konnten nicht genutzt werden. Erst ein von Hohehnberger abgelauschter Paß in Unterzahl brachte den Anschlusstreffer für die Wagnerstädter. Einige Ruppigkeiten des ESV wurde von den unsicheren Schiedsrichtern nur unzureichend geahndet, aber auch die Tigers leisteten sich einige dumme Strafzeiten. Mit einem Schlagschusstreffer in doppelter Überzahl traf Zimmermann und nährte noch einmal die Hoffnung im Lager der Bayreuther. Aber auch die Herausnahme von Döhler für einen weiteren Feldspieler brachte letztlich nichts mehr. Insgesamt betrachtet war das eine Niederlage die zwar kein Untergang ist, aber vermeidbar gewesen wäre. Das Team muss endlich wieder mehr Tempo ins eigene Spiel bringen und darf sich nicht solche Blackouts wie zwischen der 24. und 36. Minute leisten. In Würzburg werden auch noch andere Mannschaften ihre Schwierigkeiten bekommen, aber bei konsequenteren Spiel hätte man nicht ohne Punkte nach Hause fahren müssen. Vor allem von den Leistungsträgern müsste in solchen Spielen noch mehr Effektivität kommen. Sicher war der Torhüter der Eisbären bester Mann seines Teams aber auch die Tigersabwehr hatte mit den bekannten Leistungsträgern in der ESV-Offensive ihre Probleme. Das es geht sah man nach dem 3-6, allerdings zu spät für entscheidende Korrekturen.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH