Geschwächte Tigers verabschieden sich aus dem Bayernkrugpokal


VER Selb – EHC Bayreuth 7:0 (4-0;0-0;3-0)

Zuschauer: 1 700
Strafen: S: 18 BT: 18
Powerplay: S: 2/6
BT: 0/5 BT: Hornig, Döhler – Kiesl (2), Zimmermann (4), B.Wagner (4), Hausner – Langlois, Walther (6), S.Wagner, Ziegler, Zeilmann, Parkmann, Waldner, Brandstädter (2), Hohenberger, Runge Torfolge: 1-0 (3) Gasparik (Porzig); 2-0 (4) 5-4 Schade (Holden, Bartels); 3-0 (12) Setzer (Schade, Bartels); 4-0 (12) Möstel (Steinsdörfer); 5-0 (47) 5-4 Möstel (Bärnreuther Gasparik); 6-0 (55) Siegeris (Glück, Holden); 7-0 (58) Bärnreuther (Gasparik)

Schon vor Spielbeginn sanken die Chancen des EHC für eine Überraschung auf ein Minimum. Neben den schon vorab gemeldeten Ausfällen (Graf, Zimmer) fehlten kurzfristig auch noch Carbone, Panzer, Mienack, Diener, Götz und Böhner. Zumindest Langlois konnte aber doch mitwirken. Torwart Döhler ließ Hornig den Vortritt und nahm auf der Bank Platz. Das erste Ausrufezeichen setzten aber trotzdem die Tigers. Der Treffer von Brandstädter mit satten Schuss wurde aber wegen Abseits nicht anerkannt. Sekunden später nutzte der VER-Kontingentneuzugang Gasparik einen Stellungsfehler der stark dezimierten Bayreuther Abwehr mit einem sauber abgeschlossenen Alleingang zum 1-0. Eine diskussionswürdige Strafzeit für den EHC nutzten die Hochfranken dann zum 2-0 durch Schade. Nach einem Lattentreffer der Wölfe kamen auch die Wagnerstädter zu einigen Chancen. Doch weder Walther noch Parkmann oder Zeilmann brachten die Scheibe bei ihren Möglichkeiten im Tor von Back-up Wegmann unter. Mit einem Doppelschlag innerhalb weniger Sekunden, bei dem Hornig nicht gut aussah, erhöhte die Heimmannschaft dann auf 4-0 und die Bayreuther nahmen eine Auszeit um wieder Ordnung in ihre Reihen zu bringen. Eine schöne Parade von Hornig war dann alles nennenswerte bis zur Pause. Im Mitteldrittel gab es nur noch vereinzelte Torchancen auf beiden Seiten. So scheiterte Hohenberger bei einer guten Szene an Wegmann und Hornig parierte mehrmals stark. Ein Treffer der Wölfe wurde dann ebenfalls aberkannt. Die Wölfe vollzogen dann zur Spielmitte einen Torhüterwechsel. Kümpel kam für Wegmann aufs Eis. Durch einen Schlittschuhbruch von Spielertrainer Zimmermann der nur notdürftig repariert werden konnte und dem Ausfall von Hausner wegen Kreislaufproblemen standen teilweise nur noch 2 Verteidiger dem EHC zur Verfügung. So wurde Walther in die Abwehr beordert, wo er seine Sache nicht einmal schlecht machte. Nachdem Hornig noch mehrmals klasse retten konnte traf Möstel mit einem fein ausgespielten Powerplay für den VER. Bei einem Alleingang von Parkmann verhinderte Kümpel den verdienten Ehrentreffer der Tigers. Mit einem schönen Rückhandschuss schloss Siegeris dann einen Konter erfolgreich ab. Der ebenfalls angeschlagene Parkmann zielte dann beim letzten Versuch die Null auf der Anzeige noch zu kippen knapp vorbei. Den Schlusspunkt setzte dann der auffällige Tscheche Gasparik. Seine starke Einzelaktion brauchte Bärnreuther nur noch zum Endstand einzuschieben. Die stark dezimierten Tigers, einige Spieler waren auch noch grippegeschwächt, konnten den Favoriten diesmal nicht so fordern wie noch im Hinspiel vor 2 Wochen. Insgesamt zogen sie sich aber noch achtbar aus der Affäre, was auch die zahlreich mitgereisten Tigersfans (geschätzte 250) nach dem Spiel honorierten, indem sie ihr Team noch mal für eine weitere Laola aufs Eis zurück holten. Die bessere Mannschaft hat sich in diesem Pokalduell schlussendlich durchgesetzt, was aber bei den extrem unterschiedlichen Voraussetzungen der beiden Vereine völlig normal ist. Allein die Tatsache das der VER den Ausfall von Lamich mit einem neuen Kontingentspieler kompensierte, zeigt diese Unterschiede mehr als deutlich auf. Bei den Wölfen agierten Gasparik und Möstel am auffälligsten. Torwart Hornig vom EHC machte seine Unsicherheiten am Anfang später mehr als wieder wett.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH