Last Minute Tor sichert wichtigen Punkt für den EHC


ERC Ingolstadt Amateure – EHC Bayreuth 4:4 (0-2;2-0;2-2)

Zuschauer: ca.200
Strafen: I: 36 BT: 28
Powerplay: I 1/7 BT: 1/1
BT: Döhler, Hornig – Kiesl (4), Zimmermann (2), B.Wagner (10), Hausner (4) – Langlois (4), Walther, S.Wagner, Mienack, Ziegler, Diener, Parkmann, Waldner (2), Brandstädter, Hohenberger
Torfolge: 0-1 (1) Parkmann (Brandstädter); 0-2 (4) Hohenberger (Brandstädter); 1-2 (31) Kikel (Strasser); 2-2 (34) Strasser (A.Lang, Kikel); 2-3 (43) 5-4 Hohenberger (Hausner); 3-3 (48) Grad; 4-3 (59) 5-4 Kikel (A.Lang); 4-4 (60) 6-5 Ziegler (Parkmann)

Die Tigers überraschten das selbstbewusste Heimteam mit einem Blitzstart. Schon nach 19 Sekunden traf Parkmann auf Vorarbeit von Brandstädter und nach gut 3 Minuten erhöhte Hohenberger erneut auf Vorlage von Brandstädter auf 0-2. Davon sichtlich beeindruckt mussten die kleinen Panther vorerst zufrieden sein, nicht noch höher in Rückstand zu geraten. Besonders Mienack und noch mal Hohenberger fehlte bei ihren guten Chancen nur das berühmte Quäntchen Glück. Ab Mitte des Drittels erholte sich der ERC dann langsam von diesem frühen Schock und erspielte sich erste Chancen. Bei 4-3 bewahrte Döhler dann sein Team mit einer Prachtparade vor dem Anschlusstreffer (16.). Kurz vor der Pause gab es dann noch eine tumultartige Szene vor dem Tigers-Gehäuse in der nur mit Glück ein Treffer verhindert werden konnte. Gleich zu Beginn des Mittelabschnitts scheiterte Parkmann mit einem Break am aufmerksamen Banzer im „Schanzer“ Tor. Danach übernahmen mehr und mehr die jungen Wilden aus der Audistadt das Spielgeschehen. Ihre läuferischen Vorteile in die Waagschale werfend, brannte es ab und zu lichterloh vor Döhler, doch zunächst konnte „the wall“ noch alle Angriffe parieren. Als die Beine der verbliebenen 4 EHC-Verteidiger langsam immer schwerer wurden glichen die Ingolstädter innerhalb von 3 Spielminuten aus, indem den zunehmenden Druck in zwei sauber ausgespielte Tore verwandelten. Mit ihrem einzigen Powerplay des ganzen Spiels ! gingen der EHC dann wieder in Führung. Hohenberger fälschte dabei einen Hausner-Schlenzer in die Maschen ab. Mit ihren überfallartigen Gegenangriffen bestimmte der ERC aber weiterhin die meiste Spielzeit. Beim Ausgleich zum 3-3 hatten die Tigers vorher im eigenen Drittel die Ordnung verloren und ermöglichten dem Torschützen damit freie Bahn. Als man sich auf den Rängen schon auf ein remis einrichtete schlug das Heimteam in Überzahl noch einmal zu. Wieder aus einem Konter heraus überwanden sie mit letztem Einsatz den sich nach Kräften wehrenden Döhler. Der EHC gab aber noch längst nicht auf. Ganze 8 Sekunden vor Ende schlug man dann auch noch einmal zurück. Bei 6-5 war es Thorsten Ziegler auf Zuspiel von Parkmann vorbehalten den erlösenden Ausgleich zu erzielen. In diesem Kampfspiel war sich der EHC auch ohne den verletzten Kapitän Graf, Panzer und Götz sowie ohne die meisten Junioren, die selbst im Einsatz waren, schon vorher der Schwere der Aufgabe bewusst. Trotz der schnellen 2-0 Führung tat man sich schwer die läuferisch extrem starken Amateure des ERC in Schach zu halten. Mit dem reduzierten Kader machte sich gegen Ende auch das Freitagsspiel bei den Tigers bemerkbar, was den vorher spielfreien Donaustädter noch deutlichere Vorteile brachte. Dieser auf relativ hohem Niveau stehenden Partie konnte sich das Schiedsrichtergespann nicht immer ganz anpassen. Ein Powerplayverhältnis von 1 (Bayreuth) zu 7 (Ingolstadt) ist jedenfalls nicht gerade alltäglich. Bei den Oberfranken ragten der fleißige Brandstädter, Doppeltorschütze Hohenberger und der glänzend disponierte B.Wagner neben dem sicheren Döhler im Tor aus einer kompakten Mannschaft heraus. Den guten Geist im Team der Wagnerstädter belegt die Tatsache das sich der angeschlagene Parkmann trotz Schmerzen erneut in den Dienst der Mannschaft stellte und mithalf einen enorm wichtigen Zähler zu erringen. Beim ERC Ingolstadt machten, wie erwartet, A.Lang und Kikel den stärksten Eindruck. Die Verantwortlichen der Panther hatten vorher beim DEL-Spiel mit Durchsagen und freiem Eintritt (nur für Heimfans) einige stimmungsvolle Anhänger zu diesem Bezirksliga Spitzenspiel gelockt und damit ihre Ambitionen noch einmal unterstrichen. Durch diesen späten Ausgleich behielten die Tigers alle Möglichkeiten im Aufstiegsrennen in den eigenen Händen und erwarten jetzt am kommenden Wochenende den Tabellenzweiten Würzburg zum großen Showdown im Tigerkäfig.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth, Bayreuth Tigers GmbH