Tigers in Überzahl zu schwach!


EHC Bayreuth – ESV Gebensbach 1:3 (0-1;1-1;0-1)

Zuschauer: 364
Strafen: BT: 40 G: 40
Powerplay: BT 1/13 G: 1/5
BT: Döhler (10), Hornig – Graf (10), Kiesl, Zimmermann (2), Panzer (2), Hausner – Götz, Langlois (6), Walther, S.Wagner, Mienack (2), Ziegler, Diener, Parkmann (2), Waldner (4), Hohenberger – Bankstrafe (2)
Torfolge: 0-1 (18) Bertl (Zorn, Aigner); 1-1 (21) 5-4 Langlois (Hohenberger, Zimmermann); 1-2 (27) 5-4 Voigtmann; 1-3 (59) Schubert (Tengler)

Eine insgesamt verdiente Niederlage mussten die Bayreuther Puckjäger im Halbfinal-Rückspiel um die bayerische Bezirksligameisterschaft gegen den Ostmeister ESV Gebensbach hinnehmen. Bei nur mäßigem Zuschauerbesuch entwickelte sich von Beginn an ein zerfahrenes Spiel, bei dem auch die zahlreichen Zeitstrafen den Spielfluss hemmten. Wie erwartet agierten die Gäste aus einer dichten Defensive heraus, fast ausschließlich mit schnellen Konterattacken. So musste Döhler schon nach 5 Minuten einen feinen Alleingang vom auffälligen Trox parieren. Bei einem Powerplay des EHC zielte Spielertrainer Zimmermann mit seinem Gewaltschuss knapp am Tor vorbei. Beide Mannschaften kämpften zwar, doch gelang es ihnen nur selten spielerische Akzente zu setzen. Die beste Chance der Oberfranken hatte Mienack, der mit seinem Unterzahlbreak aber am guten Hadersberger im Tor des ESVG scheiterte. Kurz vor der Pause überwand dann Bertl aus Nahdistanz Döhler zur Gästeführung. Die Bayreuther Antwort durch Zimmermann, endlich einmal schön freigespielt, landete aber nur am Pfosten. Gleich zu Beginn des Mittelabschnitts nutzte Langlois ein Powerplay der Tigers zum Ausgleich. Allerdings bot sich den Zuschauern auch danach kein besseres Spiel. Zu allem Überfluss gingen die Gebensbacher dann auch wieder in Führung. Voigtmann brachte sein Team Überzahl wieder in Front, auch weil die Behinderung von Torwart Döhler von den Schiedsrichtern nicht abgepfiffen wurde. Vor allem bei den vielen Überzahlgelegenheiten agierten die Wagnerstädter oft einfach zu einfallslos. Mehr als Distanzschüsse kam selten zu Stande und manchmal nicht einmal das. Bei 3-5 musste Döhler sogar ein Unterzahlbreak des ESVG parieren, so konfus agierten die Oberfranken teilweise. Die Bayreuther rannten sich meistens in der dichten Abwehr fest oder scheiterten am Torwart. Die Oberbayern trafen mit einem abgefälschten Schuss auch noch einmal die Latte. Gleiche Szenen sah man dann im letzten Abschnitt. Bayreuth rannte an, doch es fehlten ihnen diesmal einfach die Mittel um sich entscheidend durchzusetzen. Meistens musste man aus ungünstigen Positionen schießen und dann war Torwart Hadersberger nicht zu bezwingen. Die Gebensbacher verlegten sich immer mehr auf einzelne Konter, mit denen sie aber jederzeit gefährlich blieben. Nachdem Parkmann bei einem 2-1 Break gescheitert war, trafen sie noch einmal das Gestänge des Bayreuther Tores. Kurz vor Ende nutzten sie dann eine Unordnung in der Defensive der Tigers zum 1-3 durch Schubert. Gegen einen rustikalen Gegner mit defensiver Grundeinstellung, gutem Stellungsspiel und einem sicheren Torwart bissen sich die Tigers ihre Zähne aus. Auffällig war das sie den läuferisch sehr starken Gästen mit zunehmender Spieldauer auch konditionell unterlegen waren. Es gelang ihnen nicht genug wirkliche Torchancen herauszuspielen. Vor allem im Überzahlspiel fiel ihnen nur sehr wenig ein, um die massive Abwehr einmal auseinander zu reißen. Einzig Torwart Döhler stach positiv heraus. Gebensbach wirkte entschlossener und motivierter und sie haben sich den Finaleinzug damit auch redlich verdient.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth