Starke Vorstellung der Tigers beim Topteam der Regionalliga


EHV Schönheide – EHC Bayreuth 5:2 (0-1;5-0;0-1)

Zuschauer: ca. 300 Strafen: S: 32 BT: 22 Powerplay: S: 1/8 BT: 0/9

Schönheide: Granert, Oschatz (ab 33.) – Kunzmann (6), Müller (4), Köllner, Löffler – Lenk, Engler
(2), Giesel (4), Forster (4), Jenka (2), Raimann, Maaßen, Kase Mix (4), Michel (4), Jun (2)

Bayreuth: Döhler, Bädermann – Graf (2), Kiesl, Zimmermann, B.Wagner, Hausner (2), Mayer (6),
Zimmer – Walther (2), Samek, Diener (2), Schmidt, Carbone, Hohenberger (2), Runge (2),
Gorges (4), Hausauer (2)

Torfolge: 0-1 (11) Gorges (Schmidt); 1-1 (23) Jenka (Mix); 2-1 (23) Jenka (Jun, Mix); 3-1 (28) Jenka
(Jun); 4-1 (29) 4-5 Jun (Jenka); 5-1 (35) 5-4 Michel (Mix, Forster); 5-2 (54) Runge
(Zimmermann)

Trotz der insgesamt verdienten Niederlage bot der Oberfränkische Landesligist dem Topfavoriten der Regionalliga Nord-Ost einen beherzten Kampf. Man war bis auf eine etwa 10-minütige Phase im 2.Drittel mit 4 Gegentreffern auch immer in der Lage eigene Akzente zu setzen.

Gleich zu Beginn setzte Neuzugang Samek in seinem ersten Spiel für die Tigers im Zusammenspiel mit Hausauer erste offensive Ausrufezeichen doch konnten sie Torwart Granert bei 4-4 nicht überwinden. Die Wölfe versuchten danach ihr Kombinationsspiel aufzuziehen, doch die aggressiven Wagnerstädter ließen sie nicht zur Entfaltung kommen. Gab es dann doch einmal Torchancen für den EHV war der sehr gut aufgelegte Udo Döhler zur Stelle. So z.B. in der 9.Min als er ein Break von Forster parierte. Auch die Tigers hatten immer wieder gute Szenen. Bei der besten scheiterte Carbone mit seinem Break ebenfalls am Torhüter. Natürlich hatten die Sachsen etwas mehr vom Spiel, doch der Gast war es, der ein schönes Schmidt-Zuspiel von hinter dem Tor durch Gorges zur Führung nutze.

Angestachelt von diesem unerwarteten Rückstand gingen die Wölfe ins 2.Drittel. Trainer Lenk beorderte seine Paradeformation mit den 3 Tschechen nun immer öfters aufs Eis und der Druck auf die Franken wurde ständig größer. Zu Anfang konnte Döhler sein Team noch mehrmals retten, doch beim sauber ausgespielten Ausgleich von Jenka war er dann machtlos. Anscheinend dadurch verunsichert, kassierte die zu weit aufgerückte Tigersabwehr nur 11 Sekunden später durch Jenkas Break sogar das 2-1. Ein 5-3 Powerplay konnte der EHC dann trotz einiger Chancen nicht zum Ausgleich nutzen. Individuelle Defensivfehler bei den Gästen führten dann bis zur Spielmitte zur Entscheidung für das Heimteam. Solch starke Individualisten wie Jenka und Jun lassen sich da natürlich nicht zweimal bitten. Trotz einiger guter Gelegenheiten (Hohenberger und 3 mal Hausauer) kamen die Tigers in diesem Abschnitt zu keinem eigenen Treffer. Forster erhöhte sogar per Nachschuss noch auf 5-1.

Der Druck der Sachsen hielt zwar noch an, doch die Tigersabwehr hatte sich nun wieder besser darauf eingestellt und Döhler verhinderte als Fels in der Brandung weitere Gegentreffer. Sergej Hausauer, dem an diesem Abend das Pech am Schläger klebte, traf noch einmal die Latte. So war es Juniorenstürmer Runge der einen feinen Pass von Zimmermann per Break zum 5-2 verwertete.

Die neuformierte, junge Truppe des EHC wusste auch gegen diesen etablierten Regionalligisten zu überzeugen. Gestützt auf einen bärenstarken Döhler im Tor und laufstarkem und aggressivem Spiel, sorgte man immer wieder für eigene Torchancen. Die Schwächephase im Mitteldrittel einmal ausgenommen, mussten die Sachsen schon all ihre Routine und individuelle Klasse in die Waagschale werfen. Ein gutes Debüt feierte dabei auch Vaclav Samek. Sehr lauf- und spielstark harmonierte er schon ganz gut mit Hausauer und Carbone und zeigte Ansätze die zu Hoffnungen im weiteren Saisonverlauf Anlass geben. Verbesserungswürdig ist noch das Überzahlspiel der Tigers, aber dazu hat man in den nächsten Wochen noch genügend Zeit im Training.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth