Unglückliches Ende für die Tigers nach starkem Spiel


EHC Bayreuth – EHV Schönheide 5:6 (3-2;1-1;1-3)

Zuschauer: 228
Strafen: BT: 22 Min
S: 42 Min
Powerplay: BT: 1/6
S: 4/8

Bayreuth: Döhler, Bädermann (ab.31) – Graf (6), B.Wagner, Hausner (4), Mayer, Zimmer (4) – Zeilmann, Walther, Diener, Schmidt (2), Carbone, Hohenberger, Runge, Gorges (2), Mienack (2), Hausauer (2)

Schönheide: Granert, Oschatz – Kunzmann (2), Müller (2), Köllner (2), Löffler (12) – Lenk, Forster (4), Jenka, Reimann, Maaßen (2), Kase (2), Mix (14), Michel, Jun (2)

Torfolge: 0-1 (4) 5-4 Jun (Jenka, Maaßen); 1-1 (10) Carbone (Schmidt, Hausauer); 1-2 (13) 5-3 Jenka (Mix, Jun); 2-2 (16) Carbone; 3-2 (18) 4-3 Schmidt (Mayer, Hausauer); 4-2 (39) Runge (Mienack); 4-3 (40) Jenka (Jun); 4-4 (51) 5-4 Jun (Jenka); 4-5 (58) Kase (Jenka, Jun); 5-5 (58) Runge (Hausauer); 5-6 (60) 5-3 Michel (Jun, Kase)

Nach gleichverteiltem Beginn nutzten die Gäste gleich ihre erste Überzahl zur Führung. Der im Powerplay als Blueliner agierende Ex-Bayreuther Jun ließ mit seinem Schlagschuss Döhler, der dabei null Sicht hatte, keine Chance. Die Tigers waren davon aber nicht beeindruckt, sondern versuchten sich immer wieder spielerisch zu befreien. Dies gelang ihnen auch und somit entwickelte sich ein flottes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten. Eine feine Kombination über Schmidt und Hausauer nutzten die Oberfranken durch Carbone zum Ausgleich. Leider leisteten sich die Wagnerstädter in dieser Phase zu viele Strafzeiten, die der EHV eiskalt ausnutzte. Bei 5-3 gelang Jenka mit einem angetäuschten Bauerntrick die erneute Führung. Wiederum davon völlig unbeirrt forcierte das Heimteam seine Angriffsbemühungen und wurde dafür auch belohnt. Erst erzielte der auffällige Carbone mit seiner Einzelaktion den Ausgleich und kurze Zeit später traf Schmidt per Nachschuss in Überzahl sogar zur Führung für den EHC.

Im Mittelabschnitt boten beide Teams den wenigen Zuschauern wieder ein gutklassiges Spiel, doch blieben die Torhüter bei den Torchancen vorerst immer Sieger. Ab der 31.Minute kam bei den Tigers Julian Bädermann ins Gehäuse, und zeigte mehrfach das auf ihn jederzeit verlass ist. Er strahlte Ruhe aus und hielt was zu halten war. Mit einem cool abgeschlossenen Break brachte Runge seine Farben dann sogar mit 2 Treffern in Front. Bei 4 gegen 3 verloren die Tigers nach einem Bully leider kurzzeitig völlig die Orientierung und ließen ein 2 gegen 0 zu, das Jenka sicher zum Anschlusstreffer verwertete.

Das Schlussdrittel zeigte deutlich das die Wölfe nicht gewillt waren hier als Verlierer vom Eis zu gehen. Der Druck auf die EHC-Abwehr nahm ständig zu doch wieder brauchte es ein Powerplayschlagschusstor von Jun um den guten Bädermann zu überwinden. Kurz vor Spielende nutzte Kase dann erneut einen angetäuschten Bauerntrick zur Gästeführung. Doch die Tigers blieben die Antwort nicht schuldig. Ein klasse Hausauerzuspiel stocherte Runge nur Sekunden später zum Ausgleich über die Linie. Eine geschundene Strafzeit von Jun und eine unglückliche 2-Minuten-Strafe wegen Spielverzögerung bescherte den Sachsen dann noch mal eine 5-3 Überzahl die Michel dann zum glücklichen Siegtreffer nutzen konnte.

Das junge Tigersteam zeigte wieder eine Steigerung und bot dem Regionalligafavoriten einen großen Kampf. Ohne den verletzten Samek und die grippekranken Zimmermann und Kiesl. Konnte nur die Paradeformation der Gäste mit den 3 Tschechen offensive Akzente setzen. Beim EHC gab es eine geschlossene Mannschaftsleistung zu bestaunen aus der mit Carbone und Runge (je 2 Tore) sowie Hausauer (3 Assists) 3 Spieler noch etwas herausstachen, die allesamt noch für die Junioren spielberechtigt sind. Mit etwas mehr Glück wäre mindestens ein remis verdient gewesen. Aber auch so boten die Tigers an diesem Abend ein Spiel das definitiv Lust auf mehr machte.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth