Für mehr war der Tigersakku zu leer


Höchstadter EC – EHC Bayreuth 5:1 (3-0;1-0;1-1)

Zuschauer: 216
Strafen: H: 46 Min BT: 32 Min
Powerplay: H: 3/11 BT: 1/6

Höchstadt: Herzog (2), Sellerer – Sikorski, Babek, Endt, Oeser, Strobel, Bunk, Jasny, T.Schmidhuber – Hlozek (6), Eyrich (4), Mund (12), M.Schmidt (6), A.Schmidhuber, Cerny (12), Stoyan (2), Kukacka (2)

Bayreuth: Döhler, Bädermann (ab 31) – Kiesl (4), Wagner (4), Hausner (2), Mayer (6), Zimmer (6) – Walther, Czajarek (2), Diener (2), S.Schmidt (2), Carbone, Runge, Gorges, Mienack (2), Hausauer (2) Torfolge: 1-0 (2) 5-4 Hlozek (T.Schmidhuber); 2-0 (2) Babek (Bunk); 3-0 (7) 5-4 Mund (Babek); 4-0 (31) Hlozek (Kukacka); 5-0 (45) 5-4 M.Schmidt (Oeser); 5-1 (57) 5-3 Gorges (Hausner)

Personell geschwächt (ohne Graf, Zimmermann, Zeilmann und Samek) und wegen der hohen Belastung der letzten Tage ziemlich platt, traten die Tigers im Aischgrund an. Die Alligators agierten aber von Beginn an, genauso wie im Hinspiel, sehr körperbetont. Mit dem ersten Überzahlspiel gingen die Panzerechsen dann durch Hlozeks Break auch gleich in Führung. Die Verwirrung bei den Oberfranken nutze nur Sekunden später Babek aus kurzer Distanz zum 2-0. Und als Mund mit seinem abgefälschten Schuss im Powerplay sogar auf 3-0 erhöhte, nahm Trainer Weingran eine Auszeit um sein Team zu beruhigen. Das half zumindest soweit das man kein weiteres Gegentor bekam, auch wenn der HEC ständig deutlich feldüberlegen war. Bei der einzigen Torchance für die Wagnerstädter zielte Walther in Unterzahl kurz vor der Pause knapp vorbei.

Auch in diesem Abschnitt bot sich den Besuchern das gleiche Bild. Die Tigers wurden vom Heimteam in die Defensive gedrängt und versuchten trotz zahlreicher Unterzahlspiele keine weiteren Tore hinnehmen zu müssen. Zu eigenen Angriffsaktionen kam man dabei nur ganz selten. Neben einem Pfostentreffer gelang den Grün-gelben nur ein weiterer Treffer. Kukackas Traumpass vollendete wieder Hlozek eiskalt. Zur Spielmitte löste Bädermann dann Döhler ab und bewahrte sein Team mit einer starken Leistung vor größerem Schaden. Mit zunehmender Spielzeit wurde das Spiel auch immer giftiger und es gab zahlreiche Nickeligkeiten auf beiden Seiten, die den Schiedsrichtern doch größere Schwierigkeiten bereiteten, alles im Griff zu behalten.

Im letzten Drittel kamen die Bayreuther dann etwas besser zu Recht, mussten aber mit einer schön ausgespielten Überzahl erst noch das 5-0 hinnehmen. In der Folgezeit hatte man dann auch die eine oder andere Torchance. Bei 5-3 gelang ihnen dann durch Gorges, der einen Hausnerschuss abfälschte, zumindest noch der verdiente Ehrentreffer.

Das 5.Spiel in 9 Tagen war für den EHC eine so große Belastung, das man sicher alles andere als frisch in diese Begegnung ging. Trotzdem verkaufte sich das Tigersrudel insgesamt noch ganz gut gegen den etablierten und ambitionierten Bayernligisten. Natürlich stand man ständig im eigenen Drittel unter Druck, doch man kämpfte und hielt das Ergebnis damit in achtbaren Grenzen. Wie schon im Tigerkäfig bereitete das aggressive Körperspiel den Oberfranken am meisten Probleme. Aber in den Landesligapunktspielen wird man kaum auf Teams, die mit so guten und robusten Spielern wie die Schmidhubers, Sikorski, Kukacka, Hlozek oder Stoyan gespickt sind, treffen.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth