Tigers wie aus einem Guss


ERSC Amberg – EHC Bayreuth 0:9 (0-1;0-6;0-2)

Zuschauer: 515 Strafen: A: 18 BT: 18 Powerplay: A: 0/8 BT: 0/7

Amberg: Augsberger G, Braun – Knorr (2), Burkhert, Jonak, Gassner, Huertas, Biehler – Kress, Heckmann (2), Gäck (6), Donhauser, Augsberger M, Schaller, Fillenberg (2), Swadzba (2), Aukofer, Ksoll (4)

Bayreuth: Bädermann, Steeger – Kiesl, Zimmermann, Wagner (2), Rothemund, Hausner (4), Zimmer – Zeilmann (4), Walther (2), Fritsche (2), Samek, Bärnreuther, Schmidt, Carbone, Runge (2), Hausauer (2)

Torfolge: 0-1 (1) Zimmermann; 0-2 (22) Schmidt (Hausauer), 0-3 (26) 4-5 Schmidt (Bärnreuther); 0-4 (29) Samek (Bärnreuther, Zimmermann); 0-5 (29) Zeilmann (Schmidt, Carbone); 0-6 (37) Schmidt (Zimmer); 0-7 (38) Hausauer (Samek, Bärnreuther); 0-8 (54) Bärnreuther (Zimmermann); 0-9 Hausauer (Bärnreuther, Zimmermann)

Der Start verlief gleich nach Maß für die Oberfranken, denn schon beim ersten Angriff brachte Kapitän Zimmermann sein Team mit einem Schlenzer in den Winkel in Führung. Der EHC hatte zwar in der Folgezeit Vorteile im Spielverlauf, doch auch die Lions brachten das von Bädermann wieder sehr gut gehütete Tigerstor immer wieder mal in Bedrängnis. Weil die Wagnerstädter auch einige sehr gute Gelegenheiten ausliesen, blieb es bis zur Pause beim 0-1.

Mit dem 0-2, wobei unklar blieb ob jetzt Hausauer oder Schmidt der Torschütze war, bekamen die Gäste dann Sicherheit und noch mehr Auftrieb. Als Bädermann dann ein gefährliches 3-1 Break der Oberpfälzer parierte, spielte fortan nur noch das Team vom roten Main. Dem aggressiven Forchecking und Powerhockey des EHC hatte das Heimteam nun nichts mehr vergleichbares entgegenzusetzen. Schmidt mit klasse Unterzahlbreak, der Hammer von Samek und Zeilmanns Nachschuss stellten das Ergebnis bis zur Spielmitte völlig verdient auf 0-5. Die Tigers kontrollierten eindeutig das Geschehen auf dem Eis und trafen durch Schmidt, herrlich angespielt von Zimmer und mit einem 2-1 Break wie aus dem Lehrbuch durch Hausauer und Samek noch zweimal.

Auch im Schlussdrittel spielten praktisch nur die Oberfranken. Immer noch mit klasse Forchecking und druckvollem Angriffsspiel, ließ man das Heimteam phasenweise minutenlang nicht kontrolliert aus dem eigenen Drittel herauskommen. Bei den eigenen Torchancen wollte man es dann oft zu schön machen und verpasste so den ein oder anderen weiteren Treffer. Bärnreuther und Hausauer erhöhten aber trotzdem noch zum hoch verdienten Endstand von 0-9.

Wieder eine geschlossene Mannschaftsleistung aller Akteure mit einem Shutout für den wiederum sehr sicheren Bädermann. Ein in allen Belangen sehr gutes Auswärtsspiel der Tigers, bei einem ambitionierten Gegner. Sehr gut eingestellt von Trainer Weingran, war man in jeder Spielphase klar die bessere Mannschaft und bleibt somit weiterhin ungeschlagen. Wenn es überhaupt etwas zu bemängeln gibt, dann ist es das Überzahlspiel des EHC. Oft wird da die Scheibe einfach zu langsam bewegt und die Effektivität fehlt noch. Ansonsten kann man dem Team nur zu dieser gezeigten Leistung gratulieren. Die Spielzüge sind teilweise herrlich anzuschauen und man kann die Freude der Mannschaft am Spiel wirklich sehen. Wenn man diese Form konservieren kann hat man gegen jeden Gegner dieser Liga eine Chance.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth