Special Teams entscheiden bei verdientem Derbyerfolg der Tigers


EHC Bayreuth – EV Pegnitz 6:2 (2-0;2-2;2-0)

Zuschauer: 1 184
Strafen: BT: 28 Min
P: 45 Min
Powerplay: BT: 3/8
P: 1/7

Bayreuth: Döhler (2), Bädermann – Kiesl (2), Zimmermann (2), Fritsche, Wagner, Hausner (4), Mayer
(10), Zimmer – Zeilmann, Walther, Samek, Schmidt (2), Bärnreuther (4), Carbone, Runge,
Gorges (2), Hausauer
Pegnitz: Braun (25), Schmidt (ab 56.) – Mendel (2), Rembs, Schneider, Donelly (4), Glück, Andre (4)
- Hagen (2), Ponitz, Schüssel (4), Waldner, Skarupa, Brahmer (4), Krieg, Steffens, Fitzek,
Schwindl

Torfolge: 1-0 (5) Samek (Hausauer, Bärnreuther); 2-0 (13) 6-3 Zimmermann (Bärnreuther, Hausauer); 3-0 (24) 5-3 Zimmer; 4-0 (32) 4-5 Bärnreuther (Samek); 4-1 (36) Schwindl
(Brahmer, Schüssel); 4-2 (39) 5-4 Steffens (Ponitz, Andre); 5-2 (45) 5-4 Hausauer (Zimmer, Bärnreuther); 6-2 (54) Hausauer (Samek, Zimmer)

Die gute Kulisse im Tigerkäfig war der würdige Rahmen für dieses Oberfrankenderby und gleichzeitigem Spitzespiel der Landesliga Nord. Nach der Schweigeminute für den verstorbenen John Campbell hatten die Gäste die erste Chance des Spiels. Aber IceDogs Torjäger Schwindl scheiterte am starken Döhler. Unbeeindruckt davon zogen die Wagnerstädter danach ihr bekanntes, aggressives Spiel auf und der auffällige Samek bestrafte einen krassen Abwehrfehler des EVP mit einem eiskalt abgeschlossenen Break zur Führung. Das Spiel wogte zwar hin und her, die besseren Torchancen hatten aber die gelb-schwarzen. Immer wieder dabei im Blickpunkt die spielstarke Reihe Bärnreuther, Hausauer und Samek. Mehrfach musste Braun rettend gegen sie eingreifen. Bei den Gegenangriffen der Pegnitzer zeigte auch Döhler des öfteren seine Klasse. Bei 6 gegen 3 (wegen einer angezeigten Strafe gegen Pegnitz) erhöhte Kapitän Zimmermann mit einem seiner gefürchteten Knaller von der blauen Linie auf 2-0. Mit diesem Resultat ging man in diesem niveauvollem Derby dann zur 1.Pause.

Nach Wiederanpfiff versuchten die Dogs besser ins Spiel zu kommen, doch der EHC ließ sie mit großer Laufbereitschaft und Einsatz kaum zur Entfaltung kommen. Im Gegenteil Zimmer traf in Überzahl per Nachschuss sogar zum 3-0 aus einer etwas unübersichtlichen Szene heraus. Immer wieder versuchte vor allem Schwindl mit Einzelaktionen zum Erfolg zu kommen. Meist wurde er von den Verteidigern des EHC gebremst, und wenn er doch einmal durch kam, war Döhler dann die Endstation. Kombinationsspiel fand beim EVP fast nicht statt. Die Breaks der Tigers waren da fast gefährlicher als die etwas eindimensionalen Versuche der Gäste. Bärnreuther machte z.B. mit einem klassischen Unterzahltor, nach schöner Vorarbeit von Samek, das 4-0. Danach hätte die Tigers dann mit Großchancen im Minutentakt das Spiel eigentlich entscheiden müssen. Da man aber nicht traf, konnten sich die Gäste noch einmal etwas aufrappeln Das 4-1 war ein typisches Schwindltor. Mit etwas zu viel Platz ausgestattet, nutzte er seine Technik aus, um sich gegen die Verteidiger und Torwart Döhler durchzusetzen. Davon wieder beflügelt versuchten die Orange-blauen nachzusetzen. Tatsächlich gelang Steffens im Powerplay dann der Anschlusstreffer, so das für das Schlussdrittel noch mal Spannung aufkam.

Die Tigers drängten nun auf die endgültige Entscheidung. Wieder konnten aber mehrere gute Gelegenheiten nicht genutzt werden. So war es Hausauer im Powerplay per Nachschuss vorbehalten mit dem 5-2 alles klar zu machen. Hausauer setzte dann mit dem 6-2, nach herrlicher Kombination seiner Angriffsreihe, sogar noch einen oben drauf. Einige Gästespieler schienen damit nicht so ganz klar zu kommen. Anders ist der hässliche Stockstich von Torwart Braun (Spieldauerstrafe) gegen Zimmer und der Ansatz von Faustkampf von Donelly gegen Mayer und Torwart Döhler kaum zu erklären.

Das Oberfränkische Derby hielt alles, was man sich aus Bayreuther Sicht vorher davon versprochen hatte. Gute Kulisse, stimmungsvolle Atmosphäre, niveauvolles Spiel und am Ende sogar noch 2 weitere, völlig verdiente Punkte auf dem weiterhin makellosen Konto. Die Tigers schlugen den EVP mit seinen eigenen Waffen. Bisher war das Überzahlspiel der Erfolgsgarant der Dogs. Das hervorragende Unterzahlspiel, sogar mit einem eigenen Treffer garniert und 3 Powerplaytore waren der Schlüssel zum Erfolg des EHC. Eine geschlossene Leistung in allen Reihen und Mannschaftsteilen hält den EHC weiterhin an der Tabellenspitze und stärkt ihnen weiter den Rücken für die kommenden schweren Auswärtsspiele in Hassfurt (18.11) und Würzburg (23.11). Zuvor ist aber am Sonntag noch das Pokalspiel zu Hause gegen die Amateure des ERC Ingolstadt.



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth