Ausgleich greifbar nahe

 

SVB verlor Eishockey-Aufstiegsspiel in Ingolstadt nach emsiger Gegenwehr mit 4:5 (0:1,1:2,3:2)

Abermals nicht vom Glück begünstigt war das Eishockeyteam des SV Bayreuth in seinem dritten Aufstiegsspiel zur Bayernliga beim ERC Ingolstadt. Vor 1 500 Zuschauern behielten die Gastgeber mit 5:4 (1:0,2:1,2:3) die Oberhand. Die Partie verlief bis zur letzten Minute äußerst spannend, wobei sich die Bayreuther im wesentlichen als ebenbürtig erwiesen.

Wie erwartet begannen die Einheimischen sofort mit stürmischen Angriffen, die aber geschickt abgefangen wurden. Nachdem in der 2. Minute ein Treffer der Ingolstädter keine Anerkennung gefunden hatte, da der Torschütze im Torraum stand, konnte sich der SVB in der Folgezeit allmählich frei machen. Er hatte nach einem Pfostenschuss Fiedlers in der 5. Minute noch zwei weitere gute Möglichkeiten, die jedoch ungenutzt blieben. Bayreuths erster Sturm mit Fiedler, Och, Schneider, sowie der Verteidigung Plattner/Schwindl brachte Ingolstadts Abwehr gleich mehrere Male in Verlegenheit. In der 13. Minute, als Ziegenthaler zwei Minuten auf der Strafbank saß, musste der SVB das 0:1 durch Seitz hinnehmen.
Zu Beginn des zweiten Drittels drückte der SVB sofort aufs Tempo. Doch erneut konnten gute Möglichkeiten nicht verwertet werden. Mitten in der Drangperiode des SVB erhöhte in der 26.Minute erneut Seitz nach Alleingang auf 2:0. Bereits drei Minuten später verkürzte Ziegenthaler auf Vorlage Seidls auf 2:1. Jetzt wurde die Partie immer temperamentvoller. Beide Mannschaften handelten sich Strafminuten ein. Ingolstadt nutzte eine vorübergehende zahlenmäßige Überlegenheit sofort mit dem 3:1, obwohl das Drittel selbst völlig ausgeglichen verlaufen war. Die Ingolstadter schossen allerdings aus allen Lagen, während man beim SVB Weitschüsse sehr vermisste. Lediglich Schwindl hatte mit einem Weitschuss Pech, der knapp übers Tor strich.
Gleich zu Beginn des letzten Drittels sorgte Schauppel (45.Minute) mit einem Schrägschuss für das 4:1 und die Vorentscheidung. Doch selbst dieser Rückstand erschütterte den SVB nicht. Die Mannschaft kämpfte unverdrossen weiter. Dieser Einsatz wurde in der 52.Minute, durch einen Treffer von Och, der von Fiedler frei gespielt worden war, belohnt. Eine Minute später kam der SVB nach Alleingang Fiedlers durch einen herrlichen Schuss ins rechte Toreck sogar auf 4:3 heran. Während der Ausgleich in der Luft lag, erzielte Bechmann für die Einheimischen das fünfte Tor. In der Schlussphase setzte Trainer Schiller fast nur noch den ersten Sturm ein. In der 56.Minute verbesserte Schneider nach Vorlage Fiedlers auf 5:4. In den Schlussminuten wurden die Ingolstädter gehörig unter Druck gesetzt, der Ausgleich wollte aber nicht mehr gelingen.
Die einsatzfreudigen Bayreuther brachten die Gastgeber durch resolutes Forechecking immer wieder aus ihrem Konzept. Selbst ein Teil des Ingolstädter Publikums zollte den Gästen dafür Anerkennung. Wesentlichen Anteil an der guten Leistung besaß der Amerikaner John Fiedler, der sich nach anfänglichem Pech mit seinen Torschüssen im letzten Drittel noch recht gut in Szene zu setzen vermochte.
 

Zuschauer: 1 500

 

Strafen: I: 2 Min        BT: 6 Min


SVB: Käs, Blass – Schwindl, Plattner, Kahler, Thummerer, Köhler – Fiedler, Och, Schneider, Seidl, Polaczek, Sobeck, Ziegenthaler, Prell, Schreiner



Tore: 1-0 (13) Seitz; 2-0 (26) Seitz; 2-1 (29) Ziegenthaler (Seidl); 3-1 (31) Schauppel; 4-1 (45) Schauppel; 4-2 (52) Och (Fiedler); 4-3 (53) Fiedler; 5-3 (54) Bechmann; 5-4 (56) Schneider (Fiedler)



Quellen: Nordbayerischer Kurier, EHC Bayreuth